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·11. März 2026
Arne Slot und Virgil van Dijk bleiben trotz Galatasaray-Schock trotzig: „Werden zu Hause gewinnen“

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·11. März 2026

Der FC Liverpool hat das Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League bei Galatasaray mit 0:1 verloren, doch bei den Engländern herrscht vor dem Rückspiel in Anfield keineswegs Resignation. Trainer Arne Slot und Kapitän Virgil van Dijk gaben sich nach dem Abpfiff kämpferisch und richteten den Blick sofort auf den zweiten Teil des Duells. Beide betonten, dass die Entscheidung noch nicht gefallen sei und Liverpool im eigenen Stadion an die Wende glaube.
Der Liverpool-Coach erklärte, seine Mannschaft habe eigentlich ordentlich in die Partie gefunden, den frühen Verlauf aber nicht in Zählbares ummünzen können. „Wir haben das Spiel tatsächlich gut begonnen. Wir waren in den ersten drei, vier Minuten gut. Wir hatten eine Position, die man als leeres Tor bezeichnen könnte, aber wir konnten das Ziel nicht finden. Fünf Sekunden nach unserer Chance fanden sie ihre Position und erzielten das Tor„, sagte Slot. Für ihn habe genau dieser Ablauf die Statik des Spiels verändert und die Aufgabe für seine Mannschaft deutlich komplizierter gemacht.
Gleichzeitig machte der Niederländer klar, dass er die Verantwortung für die Niederlage bei sich selbst sieht. Liverpool habe den Ball in dieser Saison oft erfolgreich in die gefährlichen Zonen gebracht, diesmal aber die entscheidenden Momente nicht verwertet. „Wir haben den Ball in weiten Teilen dieser Saison in die dritte Zone gebracht, aber wir konnten die Chancen nicht bewerten. Wir haben das Ziel heute nicht gefunden„, erklärte Slot. Damit beschrieb er die Niederlage nicht als Ergebnis eines schwachen Auftritts insgesamt, sondern als Konsequenz mangelnder Effizienz.
Trotz des Rückschlags blieb Slot demonstrativ optimistisch. Er lobte Galatasaray ausdrücklich als gute Mannschaft mit guten Spielern und erinnerte daran, dass die Istanbuler auch im Rückspiel jederzeit gefährlich bleiben können. Zugleich hob er hervor, dass Liverpool die zweite Partie im eigenen Stadion bestreiten wird und dort auf eine ganz andere Wucht bauen könne. „Das Gute ist, dass wir das zweite Spiel zu Hause bestreiten werden. Unsere Fans werden eine ähnliche Atmosphäre wie diese schaffen. Ich denke, dass wir unter normalen Bedingungen in unserem Haus mit der Unterstützung unserer Fans gewinnen werden„, sagte der Trainer.
Auch zur vom VAR aberkannten Szene äußerte sich Slot. Er erklärte, dass es in solchen Momenten schwer sei, direkt Klarheit zu bekommen, akzeptierte die Entscheidung am Ende aber. Gleichzeitig deutete er an, dass er in mehreren Standardsituationen andere Wahrnehmungen gehabt habe. Für ihn bleibt dennoch die zentrale Erkenntnis: Liverpool lebt noch, und das Rückspiel in Anfield bietet die große Möglichkeit, das Achtelfinale zu drehen.
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Als Slot auf Aussagen von Jamie Carragher angesprochen wurde, der Liverpool weiterhin als künftigen Sieger des Duells sieht, antwortete er nüchtern. Carragher sei Kommentator und müsse aus seiner Rolle heraus starke Meinungen vertreten. Er selbst wisse dagegen genau, wie schwierig der Gegner sei. „Ich weiß, dass Galatasaray ein schwieriger Gegner ist. Ich denke, dass wir mit der Unterstützung unserer Fans bessere Leistungen erbringen werden als heute Abend. Wenn wir so viele Positionen schaffen, wie wir hier geschaffen haben, können wir Ergebnisse erzielen„, sagte Slot.
Seine Einschätzung zum Rückspiel fiel deshalb sehr klar aus. Galatasaray habe in beiden Spielen gezeigt, dass es Tore erzielen könne und als Gegner ernst genommen werden müsse. Gerade deshalb erwartet der Trainer in der kommenden Woche ein intensives, hochklassiges Duell. „Wir werden nächste Woche in einen großen Kampf verwickelt sein. Ich bin froh, dass wir in Anfield spielen werden„, sagte er. In diesem Satz steckt Liverpools gesamter Blick auf die Lage: Respekt vor Galatasaray, aber auch das klare Vertrauen in die eigene Heimstärke.
Auch Kapitän Virgil van Dijk schlug nach dem Abpfiff einen ähnlichen Ton an. Der Innenverteidiger sagte, Liverpool habe gut begonnen und eigentlich schon früh treffen müssen. „Wir haben gut angefangen. Wir mussten Tore schießen. Wir hätten treffen können und hätten treffen sollen. Schließlich haben wir ein Gegentor kassiert. Das machte auf dem Spielfeld einen Unterschied„, erklärte van Dijk. Für ihn war die Partie deshalb vor allem ein Beispiel dafür, wie eng dieses Niveau bestraft, wenn man gute Momente ungenutzt lässt.
Dennoch wollte auch er aus der Niederlage kein endgültiges Urteil ableiten. „Es war schön, hier zu sein. Leider haben wir verloren, aber die Runde ist noch nicht vorbei. Wir müssen für das Spiel nächsten Mittwoch bereit sein„, sagte der Niederländer. Dabei sprach er auch über die Atmosphäre im Stadion und würdigte, wie stark die Heimfans von Galatasaray ihre Mannschaft unterstützt hätten, vor allem in der Anfangsphase.
Van Dijk brachte die Ausgangslage schließlich auf den Punkt. Liverpool gehe mit einem 0:1 in das Rückspiel und müsse diesen Rückstand umkehren. Aus seiner Sicht ist dafür vor allem eines notwendig: die eigenen Chancen im zweiten Duell konsequenter nutzen. Schon in Istanbul habe man Positionen gehabt, ohne daraus Kapital zu schlagen. Genau diese fehlende Präzision habe am Ende den Unterschied gemacht.
So bleiben die Aussagen nach dem Hinspiel insgesamt klar: Galatasaray hat sich mit dem Sieg eine starke Ausgangsposition erarbeitet, doch Liverpool sieht die Geschichte noch längst nicht als beendet an. Slot glaubt an die Kraft von Anfield, van Dijk spricht offen über den nötigen Umschwung, und beide wissen, dass nächste Woche ein anderes Spiel beginnt. Für das Achtelfinale bedeutet das vor dem Rückspiel vor allem eines: Die Spannung bleibt maximal.
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