DFB-Frauen
·12. September 2026
Asgeirsdottir schießt RB Leipzig zum ersten Sieg

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Das Warten auf den ersten Saisonsieg in der Google Pixel Frauen-Bundesliga hat für RB Leipzig ein Ende. Dem Team von Trainer Jonas Stephan gelang am 4. Spieltag mit dem 2:1 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg erstmals die volle Ausbeute.
Frauen-Bundestrainer Christian Wück und U 23-Nationaltrainer Michael Urbansky, die ebenso wie Leipzigs Nationalspieler und Männer-Kapitän David Raum zu den Zuschauer*innen am Cottaweg gehörten, sahen in der ersten Halbzeit, wie Emilia Asgeirsdottir (20.) die Leipzigerinnen auf Kurs brachte. Im zweiten Durchgang legte Asgeirsdottir (78.) auch noch ihren zweiten Treffer nach. Die eingewechselte Sanja Homann (88.) brachte die nie aufgebenden Nürnbergerinnen zwar noch einmal heran. Der Ausgleich gelang aber nicht mehr. Stattdessen sah FCN-Verteidigerin Alexsandra Lobanova kurz vor dem Abpfiff wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (90.).
"In der ersten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht und viele unserer Qualitäten gezeigt", sagte RB Leipzigs Torhüter Elvira Herzog im Interview. "Wir waren in den Zweikämpfen griffig und haben den Kampf angenommen. Im zweiten Durchgang haben wir es nach dem 2:0-Vorsprung unnötig spannend gemacht. Aber wir haben die drei Punkte - das ist das Wichtigste."
Jonas Stephan, Trainer von RB Leipzig, nahm nach dem 1:1 beim Hamburger SV drei Wechsel in seiner Startelf vor. Nikée van Dijk stand aufgrund von muskulären Beschwerden nicht zur Verfügung. Außerdem nahmen Nikoline Dudek und Anna Simonsson zunächst auf der Bank Platz. Für das Trio rutschten die nach einer Gelb-Rot-Sperre wieder spielberechtigte Lou-Ann Joly, Andrea Norheim und Charlotte Hulst neu ins Team. Weiterhin verletzungsbedingt pausieren musste Spielführerin Sandra Starke. Deshalb führte erneut Zenia Mertens das Team als Kapitänin auf den Rasen.
Auch der 1. FC Nürnberg war gegenüber dem 3:3 gegen den VfB Stuttgart zu einer Änderung gezwungen. Laura Miller stand angeschlagen nicht zur Verfügung. Außerdem ließ Trainer Omar Adlani Offensivspielerin Louna Lapassouse vorerst draußen. Die freien Plätze in der Startelf nahmen Charline Coutel und Fany Proniez ein. Nach wie vor verzichten musste Omar Adlani auf Jacqueline Baumgärtel und Amelie Thöle.
Den besseren Start erwischten die Gastgeberinnen, die in der Anfangsphase direkt auf den Führungstreffer drängten. So konnten die Clubfrauen nach einem feinen Zusammenspiel zwischen Delice Boboy und Emilia Asgeirsdottir auf der linken Seite die Hereingabe der 21 Jahre alten Isländerin in letzter Sekunde noch klären. Auch eine Serie von Eckbällen von Annabel Schasching sorgte immer wieder für Gefahr.
Nach gut zehn Minuten kamen die Gäste aus Franken jedoch besser in die Partie, konnten sich immer wieder befreien und erarbeiteten sich ebenfalls einige Standardsituationen vor dem Leipziger Kasten. Hochkarätige Tormöglichkeiten gab es aber kaum. Genau in der Phase, als der FCN am Drücker war, ging RB Leipzig in Führung. Sára Pusztai setzte sich auf dem linken Flügel gut durch und fand mit ihrem Querpass Emilia Asgeirsdottir, die den Ball aus etwa zehn Metern platziert zum 1:0 (20.) ins lange Eck platzierte.
Von dem Rückstand zeigten sich die Nürnbergerinnen nicht lange geschockt, sondern spielten weiter mutig nach vorne. Gefährlicher wirkten allerdings oft die schnellen Gegenstöße der Gastgeberinnen. So setzte Delice Boboy einen Distanzschuss ein wenig zu hoch an. Auf der Gegenseite flog ein Eckball von Jonna Brengel nur ganz knapp am langen Eck vorbei. Daher blieb es bei der knappen Führung von RB Leipzig.
Für den zweiten Durchgang tauschten beide Teams zunächst auf jeweils einer Position. Bei den Gastgeberinnen kam Nikoline Dudek für Zenia Mertens in die Begegnung. Beim FCN wurde Charline Coutel von Louna Lapassouse ersetzt. Die Nürnbergerinnen verzeichneten nach Wiederbeginn direkt eine Druckphase. Emöke Pápai zielte aus 25 Metern knapp vorbei. Nastassja Lein war bei einem Gegenstoß über die rechte Seite nicht zu halten, aus spitzer Position scheiterte die FCN-Kapitänin jedoch an Leipzigs Torfrau Elvira Herzog. Kurz darauf verhinderte die Schweizer Nationaltorhüterin bei einer weiteren Chance von Nastassja Lein den Ausgleich.
Nach etwas mehr als einer Stunde schaffte es RB Leipzig wieder besser, den FCN zu beschäftigen. Sára Pusztai verfehlte das Tor aus der zweiten Reihe. Eine Flanke von Annabel Schasching flog wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Im Anschluss verzeichneten aber erneut die Nürnbergerinnen die größeren Spielanteile. Ein Schuss von Keira Bednorz wurde aber noch geblockt und auch ein Versuch von Alexsandra Lobanova blieb hängen.
Stattdessen stellte RB Leipzig auf 2:0 (78.). Nach guter Vorarbeit von Lou-Ann Joly suchte Emilia Asgeirsdottir schnell den Abschluss und platzierte den Ball unhaltbar für Nürnbergs Torhüterin Lourdes Romero im linken oberen Eck und schnürte ihren Doppelpack.
Die Nürnbergerinnen blieben nach dem zweiten Gegentreffer engagiert und kamen auch noch bis auf ein Tor heran. Nach einem Fehler im Spielaufbau der Gastgeberinnen erlief Sanja Homann den Ball. Die Einwechselspielerin überwand mit ihrem Schuss RB-Torhüterin Herzog und auch die auf die Linie zurückgeeilte Andrea Norheim konnte den Versuch nicht mehr klären (88.). Die letzten Augenblicke musste der 1. FC Nürnberg allerdings in Unterzahl bestreiten, weil sich Alexsandra Lobanova wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte eingehandelt hatte (90.). Es blieb bis zum Ende beim Erfolg der Leipzigerinnen.




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