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·13. September 2026

ASSE: Die Statistiken zur ersten Saisonniederlage

Artikelbild:ASSE: Die Statistiken zur ersten Saisonniederlage

Irgendwann musste die Serie ja reißen. Nach fünf Siegen in ebenso vielen Spieltagen kassierte die ASSE am Montagabend in Dünkirchen ihre erste Saisonniederlage (2:1). Doch über das Ergebnis hinaus ist es vor allem die Art und Weise, die einen bitteren Beigeschmack hinterlässt. Rückblick auf die Partie anhand der Statistiken.

Gegen mutige, engagierte und genau über das anzuwendende Rezept im Bilde befindliche Dünkirchener vermittelte Saint-Étienne den Eindruck, das Spiel gewinnen zu wollen, ohne es immer wirklich spielen zu wollen.


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Die Grünen hatten eigentlich schon das Schwerste geschafft

Zur Pause war es schwer, sich ein anderes Szenario als einen weiteren Sieg von Saint-Étienne vorzustellen.

Die ASSE hatte die Kontrolle über den Ball übernommen und sich die besten Möglichkeiten erspielt. In der 43. Minute bediente Zuriko Davitashvili Augustin Boakye perfekt, der vollendete und seine Mannschaft in Führung brachte. Das Tor war der Lohn für eine insgesamt kontrollierte erste Halbzeit.

Doch was zunächst wie ein Abend in der Kontinuität der ersten fünf Spieltage wirkte, sollte schnell eine andere Wendung nehmen. Dünkirchen musste seine Chancen nicht einmal häufen. Die Nordfranzosen warteten einfach auf ihren Moment – mit jener Energie, die ihnen in den Zahlen manchmal fehlte, nie aber im Einsatz.

In der 52. Minute glich Khalil Ayari nach Vorarbeit von Souleymane Keita aus. Sechs Minuten später traf dann Keita selbst, diesmal nach Vorlage von Victor Mayela. Zwei Tore in sechs Minuten. Zwei Nadelstiche gegen eine Mannschaft aus Saint-Étienne, die plötzlich nicht mehr in der Lage war, die Kontrolle über das Spiel zurückzugewinnen.

Sterile Dominanz

Genau das macht diese Niederlage besonders frustrierend. Denn wenn man sich nur die Zahlen ansieht, hätte die ASSE Dünkirchen beinahe mit drei Punkten im Gepäck verlassen müssen.

Die Grünen kommen auf 2,01 xG, die Gastgeber nur auf 0,55. Auch bei den xG aufs Tor liegt Saint-Étienne mit 2,16 zu 0,41 für Dünkirchen vorn. Die Stéphanois erspielten sich drei Großchancen, ihre Gegner keine einzige.

Dasselbe Bild im Strafraum. Saint-Étienne gab dort neun Schüsse ab, Dünkirchen nur drei. Insgesamt kamen die Männer von Ian Cathro auf elf Abschlüsse, davon fünf aufs Tor.

Und als ob das nicht reichen würde, prallte ein Ball sogar noch an den Pfosten. Also ja, die ASSE hätte gewinnen können.

Aber genau das macht diese Niederlage so bitter. Sie hat nicht verloren, weil ihr die Mittel zum Sieg gefehlt hätten. Sie hat verloren, weil sie ihren Willen nicht ausreichend durchgesetzt hat.

Die Grünen hatten den Ball, Dünkirchen hatte das Spiel

Dieser Unterschied ist wichtig. Mit 57 % Ballbesitz und 87 % erfolgreichen Pässen hatte Saint-Étienne die Partie technisch weitgehend im Griff. Im letzten Drittel kommen die Stéphanois immer noch auf 72 % erfolgreiche Pässe, Dünkirchen auf 64 %.

Sie hatten sogar 29 Ballkontakte im gegnerischen Strafraum, die Nordfranzosen nur fünf.

Auf dem Papier ist der Unterschied gewaltig. Aber Fußball wird nicht in einer Tabellenkalkulation gespielt.

Dünkirchen akzeptierte es, dem Ball hinterherzulaufen. Was die Nordfranzosen jedoch ablehnten, war, den Stéphanois hinterherzulaufen. Sie brachten Wucht, Aggressivität, Präsenz und vor allem den echten Willen ein, die Duelle zu gewinnen.

Vielleicht liegt genau dort die wahre Erklärung für diesen Abend. Die ASSE kontrollierte das Spiel. Dünkirchen kontrollierte das Kräfteverhältnis.

Der Kampf gehörte Dünkirchen

Eine Statistik fasst die Partie fast allein zusammen: 55 gewonnene Duelle für Dünkirchen, gegenüber 42 für die ASSE.

Dreizehn Duelle Unterschied. Dreizehn kleine Momente, in denen man sich den Ball holen, den Fuß reinhalten, einem Gegner standhalten, den zweiten Ball gewinnen oder einfach zeigen musste, dass man nicht nachgeben wollte.

Die Nordfranzosen klärten zudem 26 Bälle, die Stéphanois nur zehn, und kamen auf 13 Interceptions gegenüber fünf.

Mit anderen Worten: Als das Spiel zur Schlacht wurde, war Dünkirchen da.

Die Gastgeber akzeptierten übrigens auch, mit ihren eigenen Waffen zu spielen. Zwanzig begangene Fouls gegenüber fünfzehn auf Seiten von Saint-Étienne, sechs provozierte Abseitsstellungen gegenüber drei: Der Plan war klar. Das Tempo brechen, Intensität reinbringen, pressen, Duelle provozieren und die ASSE daran hindern, sich bequem in ihrem Fußball einzurichten.

Vielleicht war es nicht das eleganteste Spiel der Saison. Aber es war ein Spiel, das Dünkirchen gewinnen wollte. Und das war deutlich zu spüren.

Larsonneur machtlos

Auch Gautier Larsonneur erwischte an diesem schwierigen Abend nicht seine beste Leistung.

Der Keeper von Saint-Étienne beendet die Partie mit verhinderten Toren von -1,59, während sein Gegenüber Ramos auf +1,16 kommt.

Beim ersten Gegentor geben eher das kollektive Nachlassen und die Zuordnung Anlass zu Fragen als der Torwart selbst. Beim zweiten hingegen dürfte seine Positionierung einige Fragezeichen aufwerfen.

Ihm die Verantwortung für diese Niederlage zuzuschieben, wäre aber zu einfach. Denn diesmal lag das Problem woanders.

Die ASSE wurde nicht von einer überlegenen Mannschaft überrannt. Sie wurde von einer Mannschaft überrannt, die es mehr wollte.

Ein erster Warnschuss, aber kein Alarmsignal

Natürlich wäre es übertrieben, nach dieser ersten Saisonniederlage bereits endgültige Schlüsse zu ziehen.

Fünf Siege in Folge hatten diese Mannschaft in eine außergewöhnliche Dynamik gebracht. Eine Niederlage in Dünkirchen reicht nicht aus, um auszulöschen, was seit Saisonbeginn aufgebaut wurde.

Aber dieser Abend erinnert die ASSE an eine wesentliche Wahrheit. In der Ligue 2 gewinnt man kein Spiel allein mit technischer Qualität.

Man wird manchmal auch leiden können müssen. Mehr laufen. Die Duelle gewinnen. Auf die gegnerische Intensität antworten. Und vor allem schon in den ersten Minuten zeigen, dass man gekommen ist, um etwas durchzusetzen.

In Dünkirchen hatten die Grünen den Ball, die Chancen und die Statistiken.

Die Dünkirchener hingegen hatten etwas, das sich schwerer messen lässt: den Willen, nichts herzuschenken.

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🇫🇷 kannst du hier lesen.

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