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·20. Juli 2026

Atléticos Finalrekord: Zehn Rojiblancos, ein Statement

Artikelbild:Atléticos Finalrekord: Zehn Rojiblancos, ein Statement

Zehn Spieler stellte Atlético Madrid im WM-Finale – so viele wie kein Klub seit Italien 1934. Vier von ihnen wurden Weltmeister. Und während andere den Pokal zählen, rechnet man an der Metropolitano längst in einer anderen Währung.

Zehn Rojiblancos, ein Rekord seit 1934

Als Spanien in East Rutherford mit 1:0 gegen Argentinien triumphierte, standen auf beiden Seiten Profis aus dem Kader von Diego Simeone. Álex Baena, Alejandro Grimaldo, Marcos Llorente und Marc Pubill dürfen sich seit Sonntag Weltmeister nennen. Auf der Verliererseite: Juan Musso, Nahuel Molina, Julián Álvarez, Giuliano Simeone, Thiago Almada und Nico González.


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Es ist das dritte WM-Endspiel in Serie, in dem kein Verein der Welt mehr Personal stellt als Atlético – nach Russland 2018 und Katar 2022. Angefangen hatte es mit Antoine Griezmann, Thomas Lemar und Lucas Hernández im französischen Weltmeisterteam, vier Jahre später folgten Ángel Correa, Rodrigo De Paul und Nahuel Molina. Molina ist bis heute der Einzige, der für die Rojiblancos in zwei Endspielen nacheinander dabei war. Achtzehn Atlético-Profis in drei Finals. Den alten Bestwert hielt der FC Barcelona mit acht. Zehn ist eine andere Hausnummer.

Kein Titel, trotzdem Spitze – und genau das ist der Punkt

Die Pointe steckt im Kleingedruckten: In der abgelaufenen Saison holte Atlético keinen großen Titel. Die eigene Vitrine blieb leer. Trotzdem schickte kein Klub mehr Spieler ins wichtigste Spiel des Planeten. Das ist keine Laune des Zufalls, sondern das Ergebnis einer Scouting-Maschine, die Profile einkauft, die auf großer Bühne funktionieren – quer über Positionen und Nationalmannschaften hinweg.

Die Frage ist deshalb nicht, ob Simeones Klub in dieser Spielzeit etwas gewonnen hat. Die Frage ist, warum das kaum ins Gewicht fällt, solange zehn eigene Profis im Finale stehen. Denn genau diese Bilanz ist auf dem Transfermarkt bares Geld: Wer schwarz auf weiß belegen kann, dass seine Spieler ganz oben ankommen, verhandelt mit jedem Talent der Welt aus einer anderen Position. Der Klub weiß das – und wird es nutzen.

Die Vitrine blieb in dieser Saison leer. Das Schaufenster war voll wie nie. Wer das gegeneinander aufrechnet, versteht, wie dieser Verein arbeitet – und wofür dieser Finalabend in Wahrheit gut war.

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