Frühes-Tor.de
·11. Juni 2026
Auch Hainer fällt auf den Mythos vom erfolgreichen FC-Bayern-Block im DFB-Team herein

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Spieler des FC Bayern stehen für Erfolg und Misserfolg der deutschen Nationalmannschaft.
Dieser Mythos lässt sich nicht aus der Welt schaffen. FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer hat ihn in dieser Woche vor dem Start der WM 2026 erneut bedient: „Die Nationalmannschaft ist immer gut gefahren, wenn sie einen Bayern-Block hatte. Das haben wir 1974, 1990 und 2014 gesehen.“
Wenn also viele Spieler des FC Bayern auch für Deutschland spielen, sei der Erfolg quasi gesichert, so die Botschaft. Unter Bayern-Fans und Berichterstattern ist diese Botschaft ebenfalls sehr beliebt. Problem: Es ist nur die halbe Wahrheit.
Denn wenn Deutschland schlecht abschneidet, ist oftmals auch ein großer FC-Bayern-Block dafür verantwortlich. Das Vorrundenaus vor vier Jahren bei der Weltmeisterschaft in Katar geht fast komplett auf den Block des FC Bayern zurück. Es waren sieben Münchner im Team, fast alle auch noch Stammspieler. Dazu kamen Trainer Hansi Flick und Co-Trainer Danny Röhl, die ein Jahr zuvor noch für die Roten tätig waren.
Beim Viertelfinal-Aus 1998 gegen Kroatien waren es sechs Bayern, die nicht unwesentlich daran mitwirkten. Und bei der von Hainer erwähnten WM 1990 standen in der Startelf im Finale gegen Argentinien genau zwei Spieler des FC Bayern (Augenthaler, Kohler). Beim Titelgewinn 1954 hatte der FC Bayern nahezu keine Aktien im Spiel, nur Verteidiger Hans Bauer.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Oftmals haben Spieler des FC Bayern wesentlichen Einfluss auf die deutsche Nationalmannschaft. Aber das gilt in guten (Titelgewinn 2014) wie in schlechten (Vorrundenaus 2022) Zeiten. Bleibt zu hoffen, dass die WM 2026 wieder zur guten Phase zählt.







































