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·11. Februar 2026
Auch wegen Dzeko? Schlechte Stimmung auf Schalke

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·11. Februar 2026

Beim FC Schalke 04 spitzt sich die Lage im Aufstiegskampf zu. Neben der sportlichen Talfahrt sorgen auch interne Spannungen und Diskussionen um Edin Dzeko sowie Clemens Tönnies für Unruhe bei den Königsblauen.
Die Leichtigkeit der Hinrunde ist beim FC Schalke 04 längst verflogen. Sportlich wie atmosphärisch gerät der Herbstmeister zunehmend ins Wanken. Fünf Spiele ohne Sieg, die Tabellenführung verspielt – und nun machen auch noch Berichte über Spannungen innerhalb der Mannschaft die Runde.
Keine Mannschaft der zweiten Bundesliga holte an den vergangenen fünf Spieltagen weniger Punkte als die Königsblauen. Was noch im November wie ein souveräner Aufstiegskurs aussah, ist inzwischen zu einer ernsthaften Bewährungsprobe geworden. Und die Probleme scheinen nicht nur auf dem Platz zu liegen.
Laut einem Bericht der „Bild“ kriselt es mittlerweile auch intern. In der Kabine soll „mittlerweile viel – manchen Spielern zu viel – Bosnisch, bzw. Kroatisch gesprochen“ werden. Besonders häufig falle dabei das Wort „Brate“ („Bruder“), das einigen Akteuren „gehörig auf die Nerven gehen“ soll.
Brisant ist diese Entwicklung auch deshalb, weil mit Cheftrainer Miron Muslic, Abwehrchef Nikola Katic und Neuzugang Edin Dzeko gleich mehrere prominente Bosnier zentrale Rollen im Team einnehmen. Von Grüppchenbildung ist zwar offiziell keine Rede, doch die Harmonie der ersten Saisonmonate scheint angekratzt.
Auch Dzeko selbst steht sinnbildlich für die aktuelle Lage. Drei Treffer gelangen dem 39-Jährigen bereits – gewonnen hat Schalke mit ihm aber noch nicht. Nach dem 2:2 gegen Dresden deutete der Routinier Unzufriedenheit mit seiner frühen Auswechslung an. Zudem schlug er angesichts von bereits sechs Gegentoren in der Rückrunde Alarm.
Die sportliche Schieflage erhöht den Druck zusätzlich. Am kommenden Spieltag wartet mit Holstein Kiel ein direkter Konkurrent im Aufstiegsrennen. Je nach Ergebnissen der Konkurrenz könnte Schalke erstmals seit dem 8. Spieltag aus den Aufstiegsrängen rutschen.
Abseits des Rasens sorgt zudem die Diskussion um eine mögliche Rückkehr von Clemens Tönnies ins Ehrenpräsidium für zusätzliche Spannungen. Beim Heimspiel gegen Dresden zeigten Ultras beleidigende Plakate mit den Worten „Schweinepriester, Rassist, Ekelschwein“.
Der Klub reagierte mit einer vergleichsweise moderaten Stellungnahme: „Weder Plakate, die Einzelpersonen beleidigen, noch Briefe, die innerhalb kürzester Zeit bewusst an Medien gegeben werden, helfen Schalke dabei, seine Ziele zu erreichen.“ Eine klare Befriedung der Lage sieht anders aus.
Trainer Muslic hatte bislang immer wieder eine Wagenburg-Mentalität beschworen: „Wir werden unseren Weg gehen und lassen uns von niemandem davon abbringen!“. Doch inzwischen entstehen die Störgeräusche offenbar nicht mehr nur von außen.
Sportliche Delle, interne Reibereien, Fan-Proteste – Schalke steht vor entscheidenden Wochen. Die Mannschaft muss nun beweisen, dass sie tatsächlich als Einheit auftritt. Sonst verspielt der Herbstmeister nicht nur wichtige Punkte, sondern möglicherweise sogar den Aufstieg.
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