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·14. März 2026

"Auf gar keinen Fall": Alemannia will nicht nach oben schauen

Artikelbild:"Auf gar keinen Fall": Alemannia will nicht nach oben schauen

Spätestens durch den 4:1-Heimsieg gegen Energie Cottbus am Freitagabend dürfte Alemannia Aachen angesichts von jetzt 41 Punkten und 17 Zählern Vorsprung auf die Abstiegsplätze endgültig gerettet sein. Nach oben schauen wollen die Schwarz-Gelben aber "auf keinen Fall". 

Zusätzlicher freier Tag

Großer Jubel brach kurz nach Abpfiff im Spielerkreis aus, nachdem Trainer Mersad Selimbegovic zur Mannschaft gesprochen hatte. Der Grund? Der Coach gab den Spielern einen zusätzlichen Tag frei. "Das ist kein Geschenk, das haben sich die Jungs verdient", sagte der 43-Jährige anschließend bei "MagentaSport". Schließlich hatte die Mannschaft gegen den Tabellenzweiten zuvor alles reingeworfen.


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"Wir sind genauso aufgetreten, wie wir uns das vorgenommen haben. Wir waren mutig und haben uns nicht versteckt", hob Selimbegovic hervor und sprach von einem "packenden Spiel", das "Werbung für die 3. Liga und für den deutschen Fußball" gewesen sei. "Für jeden Zuschauer war etwas dabei. Es macht im Moment einfach Spaß, diese Mannschaft anzuschauen, weil jeder für jeden kämpft und jeder für jeden Meter macht. Ich hoffe, wir machen so weiter."

"Stehen als klarer Sieger hier"

Am Ende mussten die Alemannia in einer Regenschlacht auf dem Tivoli zwar nochmal kurz zittern, nachdem Cottbus den Anschlusstreffer erzielt hatte (84.), doch nur zwei Minuten später stellte Wegmann (86.) die Zwei-Tore-Führung, für die Ademi (54.) und Schroers (62.) zuvor gesorgt hatten, wieder her, ehe Oehmichen in der Nachspielzeit endgültig alles klarmachte. "Es war wichtig, dass wir schnell geantwortet haben. Sonst hätte es kippen können", sagte Aachens Coach, der Oehmichen ein Sonderlob aussprach.

Schließlich erzielte der 22-Jährige nicht nur das 4:1, sondern bereitete die Treffer zum 1:0 und 3:1 jeweils per Ecke vor. "Er hat ein überragendes Spiel gemacht, ich freue mich für ihn. Er ist so flexibel und so fleißig. So kann er weitermachen." Auch Faton Ademi verdiente sich durch seinen Einsatz Bestnoten. "Wir sind alle die intensiven Kilometer gegangen und deswegen stehen wir als klarer Sieger hier", meinte der 19-Jährige. Dass Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz auf der anschließenden Pressekonferenz auf die sonst übliche Spielanalyse verzichtete, sprach Bände.

"Schön auf dem Boden bleiben"

Durch den fünften Sieg aus den letzten sechs Partien und dem dritten Heimsieg in Folge – eine solche Serie erschien in der Hinrunde noch utopisch – steht Aachen nun bei 41 Zählern und liegt vorerst 17 Punkte vor den Abstiegsplätzen. Damit sollte der Klassenerhalt nun endgültig sicher sein. Zeit also für neue Ziele? Platz 3 ist momentan "nur" zehn Zähler entfernt. Zum vierten Platz, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt, fehlen acht Punkte.

Doch nach oben will Aachen "auf gar keinen Fall" schauen, wie Selimbegovic betont. "Schön auf dem Boden bleiben, fleißig bleiben und weiter punkten", lautete stattdessen das Motto für die verbleibenden neun Partien. Ademi meinte dagegen: "Wir wissen, dass wir nicht die großen Favoriten im Aufstiegskampf sind, aber wir wollen jedes Spiel gewinnen. Dann stehen wir vielleicht oben. Aber wir haben nicht unbedingt das Ziel aufzusteigen." Am nächsten Samstag gastiert Aachen dann in Ingolstadt, muss allerdings auf die gelb-gesperrten Lars Gindorf und Petros Bagkalianis verzichten.

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