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·4. März 2026

Aufgepasst, HSV: Dieses Abwehrjuwel wäre der ideale Vuskovic-Ersatz

Artikelbild:Aufgepasst, HSV: Dieses Abwehrjuwel wäre der ideale Vuskovic-Ersatz

Die Bundesligasaison 2025/26 geht allmählich in ihr letztes Drittel über. Auch wenn es sich noch weit weg anfühlt, muss man sich bereits jetzt Gedanken machen, wie der Kader für die kommende Spielzeit verbessert und ergänzt werden kann und welche schmerzhaften Abgänge eventuell aufgefangen werden müssen. So auch beim Hamburger SV, der damit rechnen muss, dass er mit Luka Vuskovic seinen blutjungen Abwehrchef verlieren wird. In den hierzulande eher unbekannten Gefilden der Fußballbranche schlummert jedoch ein Abwehrjuwel, das einen brutal starken Eindruck hinterlässt und möglicherweise ein verheißungsvoller Ersatz für den 19-jährigen Kroaten in Hamburg werden könnte.

Vuskovic-Zukunft ungewiss: HSV-Verbleib wohl nur schwer vorstellbar

Die Lage rund um Luka Vuskovic ist zumindest insofern klar, als dass im Grunde noch überhaupt nichts klar ist. Die einzigen Fakten, die derzeit auf dem Tisch liegen, sind: Der kroatische Shootingstar gehört noch immer Tottenham Hotspur, ist bis Saisonende an den HSV ausgeliehen, würde gerne bleiben, die Hamburger würden ihn gerne halten, er hat quasi sein Ticket für die anstehende WM 2026 schon in der Tasche und könnte dort seinen grandiosen Leistungen in dieser Saison die Krone aufsetzen. Aus sportlicher Sicht wird Vuskovic mit jeder weiteren Glanzleistung aber für die Rothosen auch schwerer zu halten - ganz egal, wie sehr man sich an der Elbe einen Verbleib auch wünschen mag und wie sehr das Abwehrjuwel aus persönlichen Gründen selbst auch gerne bleiben möchte.


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Wie geht es für Luka Vuskovic im Sommer weiter? | picture alliance/GettyImages

Am längeren Hebel sitzen letztlich die Spurs. Wenn die Londoner entscheiden, dass sie Vuskovic selbst einsetzen oder mit ihm viel Geld verdienen wollen, dann wird es auch so kommen. Umso bedeutender könnte also die Frage werden, wer Vuskovic ersetzen könnte, sollte der Hamburger Traum von einem längeren Verbleib und eine angestrebte Verlängerung der Leihe platzen.

Abwehrjuwel: Der HSV muss nach Schweden blicken!

Genau bei diesem Thema sollte der HSV den mit Vuskovic eingeschlagenen Weg auch fortsetzen und den drohenden Abgang des Kroaten mit einem hierzulande vermutlich komplett unbekannten Abwehrjuwel auffangen, das körperlich und spielerisch ähnliche Ansätze zeigt wie der Hamburger Shootingstar. Körperlich robust dank starker Physis, flink auf den Füßen, enorm kopfballstark und durchaus mutig im Spielaufbau: All das bringt der 21-jährige Ghanaer Rockson Yeboah mit.

Der knapp 1,90m große Innenverteidiger ist eine echte Abwehrkante und weiß seinen durchtrainierten Körper kraftvoll einzusetzen, was ihn in Zweikämpfen unheimlich unbequem daherkommen lässt und zudem bereits eine gewisse Grundvoraussetzung für körperbetonten Bundesligafußball mit sich bringt. Das Defensivjuwel steht derzeit beim schwedischen Klub IFK Göteborg unter Vertrag und schloss sich dem Traditionsklub im Sommer 2024 vom ghanaischen Ausbildungsklub Young African Promises FC an, nachdem er zuvor bereits eine Leihe beim B-Team des griechischen Klubs AEK Athen hinter sich brachte und erste europäische Fußballluft schnupperte.

Beim 18-maligen schwedischen Meister ist Rockson Yeboah mittlerweile einer der großen Fan-Lieblinge und begeistert mit kompromissloser Abwehrarbeit sowie offensiven Geistesblitzen und frechen Vorstößen. Ab und an merkt man dem Youngster zwar noch seine große und teils leichtsinnige Risikobereitschaft an und nicht selten gerät den Fans von Göteborg auch mal der Atem ins Stocken, wenn Yeboah zu einem seiner gewagten Dribblings ansetzt. Doch das ist nichts, was HSV-Coach Merlin Polzin nicht mit Feinschliff in geordnete Bahnen leiten könnte. Beeindruckend im Vordergrund steht dabei nämlich vor allem das fette Selbstvertrauen des talentierten Afrikaners - nicht selten löst Yeboah so manches sich anbahnende Schlamassel selbst relativ cool und abgezockt. Darüber hinaus beeindruckt Rockson Yeboah mit seiner Sprunggewalt und Kopfballstärke sowie teils atemberaubend anmutenden Klärungen von gegnerischen Großchancen. Auch die Passsicherheit des Ghanaers kann sich sehen lassen, die bewegt sich nahe der 90 Prozent-Marke.

Der aktuelle Marktwert des 21-Jährigen beläuft sich derzeit auf 200.000 Euro, und bei Göteborg steht Yeboah noch bis Jahresende 2028 unter Vertrag. Der finanzielle Aufwand und damit auch das Risiko einer Verpflichtung lägen damit durchaus im verschmerzbaren Bereich für den HSV, bieten aber die große Gelegenheit, einen absoluten Glückstreffer zu landen, mit dem man auf Sicht vielleicht sogar einen grandiosen Transfergewinn erzielen kann, sofern sich Yeboah in Hamburg dann ähnlich stark entwickelt wie Luka Vuskovic. Unabhängig, wie es beim Kroaten im kommenden Sommer weitergeht, ist die Zeit beim HSV ja aber ohnehin mit einem gewissen Ablaufdatum versehen – gerade deshalb wäre ein Rockson-Transfer im kommenden Sommer so interessant.

Der Name Yeboah hat in Hamburg Geschichte

Außerdem steht der Name Yeboah an der Elbe bereits für großen Erfolg. Der frühere Starstürmer Anthony Yeboah absolvierte von 1997 bis 2002 ganze 121 Pflichtspiele beim HSV und netzte dabei 35 Mal im gegnerischen Kasten ein.

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Anthony Yeboah bejubelt einen Treffer für den HSV | picture alliance/GettyImages

Zweimal wurde er im Trikot von Eintracht Frankfurt in der Bundesliga Torschützenkönig ehe er nach England zu Leeds United wechselte und später zurück nach Deutschland kam. Auch in Hamburg hat Tony Yeboah heute noch Kultstatus. Warum diese Geschichte also nicht wiederholen? (Rockson und Anthony Yeboah sind nicht miteinander verwandt)

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