DFB-Frauen
·24. August 2026
Aufsteiger Mainz 05 unterliegt Bremen zur Premiere

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·24. August 2026

Der SV Werder Bremen ist mit einem Auswärtssieg in die neue Saison 2026/2027 in der Google Pixel Frauen-Bundesliga gestartet. Das Team von Trainer Friederike Kromp behielt beim Aufsteiger 1. FSV Mainz 05 zum Abschluss des 1. Spieltages 2:1 (2:1) die Oberhand. Es war das erste Pflichtspielduell zwischen beiden Teams überhaupt.
Vor 2500 Zuschauer*innen im Bruchwegstadion brachte Mei Shimada (2.) die Gäste schon früh auf die Siegerstraße. Für die Japanerin war es ebenso ihre Premiere im Werder-Trikot wie für Isabella Jaron (31.), die auf 2:0 erhöhte. Nur eine Minute zuvor war die Stürmerin noch mit einem Foulelfmeter an der Mainzer Torhüterin Mamiko Matsumoto gescheitert (30.).
Kurz vor der Pause gelang der früheren Bremerin Saska Matheis (44.) gegen ihren ehemaligen Verein der Anschlusstreffer und damit auch gleichzeitig das erste Tor der Mainzer Vereinsgeschichte in der höchsten deutschen Spielklasse. Zum Ausgleich reichte es in der zweiten Halbzeit trotz intensiver Bemühungen nicht mehr.
"Wir sind in der Bundesliga angekommen, der Support der Fans war überragend", sagte die Mainzer Torschützin Saskia Matheis im Interview mit SPORT1. "Umso ärgerlicher ist es, dass wir uns nicht mit einem Punktgewinn belohnen konnten. Wir haben das Spiel in den ersten 30 Minuten verloren."
Trainer Takashi Yamashita erklärte: "Wir konnten nicht unsere beste Leistung zeigen, vor allem im ersten Drittel des Spiels waren wir nicht gut genug. Da hat die Ordnung nicht gestimmt. Wir schauen jedoch nach vorne und bereiten uns ab sofort auf das nächste Spiel beim FC Bayern München vor."
Werder-Angreiferin Isabella Jaron meinte: "Es war ein Arbeitssieg. Mainz 05 hat es mit ihrem Umschaltspiel gut gemacht. Wir wollten mehr Tempo ins Spiel bringen, das ist uns aber nicht immer gelungen. Wir sind glücklich über die drei Punkte und werden die richtigen Schlüsse aus dem Spiel ziehen."
Bremens Trainerin "Fritzy" Kromp betonte: "Wir wussten, dass es hier im ersten Spiel nicht einfach wird, und sind froh, dass wir die Partie für uns entscheiden konnten. Es war ein sehr zweikampfbetontes Spiel. Wir haben die eine oder andere Chance liegen gelassen, so dass es bis zum Ende knapp blieb. In der Defensive haben wir es aber schon sehr souverän gemacht und nichts mehr anbrennen lassen."
Zur Startelf der Mainzerinnen gehörten neben der Ex-Bremerin Saskia Matheis mit Paula Flach (zuvor SGS Essen), Rio Takizawa (SC Sand), Sabina Jackson (FC Basel), Leonie Stöhr (1. FC Saarbrücken) und Gentiana Fetaj (FC Luzern) noch fünf weitere Zugänge. Außerdem nahmen Lara Martin (ebenfalls aus Saarbrücken) und Mattson Strickler (bisher Queens University in Kanada) zunächst auf der Bank Platz. Verzichten mussten die "Nullfünfer" dagegen auf die von UMF Tindastóll (Island) verpflichtete Abwehrspielerin Nicola Hauk, die sich während der Saisonvorbereitung am Sprunggelenk verletzt hatte.
Während Werder-Trainerin Friederike Kromp im Tor, in der Abwehr und auch im defensiven Mittelfeld auf bewährtes Personal zurückgreifen konnte, war die Offensive mit Elena Dhont (Sassuolo Calcio), Isabella Jaron (FC Carl Zeiss Jena), Mei Shimada (Urawa Red Ladies) und Luna Vanzeir (RSC Anderlecht) komplett neu formiert. Dazu hielten sich mit Thea Farwick (SV Meppen), Marie Gmeineder (FC Bayern München), Julia Magerl (RB Leipzig), Lilli Purtscheller (SGS Essen) und Wiktoria Zieniewicz (FC Basel) fünf weitere Neuverpflichtungen als Einwechselspielerinnen bereit.
Nicht zur Verfügung standen dagegen die ebenfalls vom Absteiger FC Carl Zeiss Jena geholten Elena Mühlemann (muskuläre Probleme) und Felicia Sträßer, die sich im Testspiel gegen den Hamburger SV (5:1) eine Bänderverletzung zugezogen hatte. Außerdem mussten Lena Petermann (Hüftprobleme) sowie Tuana Mahmoud und Caroline Siems (Aufbautraining) beim SV Werder passen.
Die Gäste von der Weser erwischten einen optimalen Start. Nach einer Rechtsflanke von Elena Dhont drückte Mei Shimada den Ball per Kopf aus kurzer Entfernung zum 0:1 (2.) in die Maschen. Ihre Landsfrau Mamiko Matsumoto, eine von vier Japanerinnen in der Mainzer Anfangsformation, konnte den Einschlag nicht verhindern.
Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit stand Matsumoto oft im Blickpunkt. So parierte sie eine Direktabnahme von Mei Shimada, hatte Glück, dass Michelle Ulbrich und Isabella Jaron über das Tor köpften und die Belgierin Elena Dhont nur die Latte traf. Kurz darauf parierte die 05-Torfrau zwar einen Foulelfmeter von Isabella Jaron (30.), musste den Ball aber gleich nach dem nächsten Bremer Angriff doch aus dem Netz holen, weil Jaron nach einer Hereingabe von Luna Vanzeir zur Stelle war und zum 0:2 (31.) traf.
Allerdings hatten sich die Gastgeberinnen einige gute Möglichkeiten. Vital Kats, in der Vorsaison Torschützenkönigin in der 2. Frauen-Bundesliga, schloss etwas zu zentral ab, Gentiana Fetaj zwang Bremens Torhüterin Mariella El Sherif mit einem Freistoß zu einer Glanzparade. Kurz vor der Pause belohnte sich der FSV mit dem Anschlusstreffer. Einen Freistoß von Vital Kats und auch den Nachschuss von Saskia Matheis konnte die Österreicherin Mariella El Sherif noch parieren, im zweiten Nachsetzen wuchtete Matheis die Kugel jedoch zum 1:2 (44.) unter die Latte.
Zur Pause nahm FSV-Trainer Takashi Yamashita die ersten beiden Wechsel vor, brachte mit Chiara Bouziane (für Leonie Stöhr) und Kara Bathmann (für Sabina Jackson) zwei bundesliga-erfahrene Spielerinnen. Nur wenig später löste außerdem Lara Martin, die in der abgelaufenen Spielzeit für den 1. FC Saarbrücken 29 Treffer in der Regionalliga Südwest erzielt hatte, die angeschlagene Vital Kats ab.
Insgesamt hatte Mainz 05 nach der Pause etwas mehr vom Spiel, hochkarätige Torchancen gab es allerdings nur noch selten. Vielmehr lieferten sich beide Mannschaften zahlreiche intensive Zweikämpfe und ließen defensiv kaum mehr etwas zu.
Erst in der Nachspielzeit hatten die Mainzer Anhänger noch einmal den Torschrei auf den Lippen. Nach einer Freistoßflanke von Saskia Matheis tauchte Kara Bathmann völlig frei vor dem Bremer Tor auf, traf aber den Ball nicht richtig - und verpasste dadurch den möglichen Ausgleich in letzter Sekunde.







































