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·4. Oktober 2026
Aus dem Luxusproblem wird ein echtes: Der 1. FC Köln braucht Alternativen, die er nicht hat

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Simon Bartsch
4 Oktober, 2026
Testspiele in der Länderspielpause sind für Trainer bekanntlich immer eine zwiespältige Angelegenheit: Auf der einen Seite die Möglichkeit, Abläufe, Spielformen und Spieler zu testen. Auf der anderen Seite die Verletzungsgefahr. Und genau die fliegt den Kölnern nun besonders bitter um die Ohren. Denn im Freundschaftsspiel gegen Viktoria Köln hat der FC zwei Mittelstürmer verloren, die eigentlich für den großen Konkurrenzkampf bestimmt waren.
Thijs Dallinga und Ragnar Ache drohen verletzt auszufallen
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Es hat eine besonders bittere Tragik, dass der FC im Sommer einen zweiten Mittelstürmer verpflichtet hat. Auch, um eine Alternative für den verletzungsanfälligen Ragnar Ache zu haben. Jetzt werden vorerst beide fehlen. Und René Wagner hatte es bereits Stunden vor der Schocknachricht am Sonntagabend geahnt. „Es wäre super bitter, wenn beide ausfallen. Gerade, wenn zwei Spieler auf derselben Position ausfallen“, sagte der Coach. Aus „wäre“ ist mittlerweile ein „ist“ geworden. Es fallen zwei Spieler auf derselben Position aus. So wirklich viele direkte Duelle gibt es beim FC dieser Tage eigentlich nicht mehr. „Im Idealfall ist klar, dass jene elf Akteure am Wochenende spielen, die in dem Moment die elf besten Spieler sind und die beste Leistung zeigen“, sagte René Wagner zwar im Interview mit come-on-fc.com, doch tatsächlich kristallisiert sich immer mehr eine Stammformation bei den Geißböcken heraus. Denn nach den bisherigen Leistungen dürften aktuell neun, vermutlich zehn Plätze in der ersten Elf vergeben sein.
Mehr zum Thema:>> Interview mit René Wagner
So wirklich spannend sah es bislang nur noch in vorderster Front aus. Das Duell zwischen Thijs Dallinga und Ragnar Ache um den einen Platz des Mittelstürmers, schien komplett offen zu sein. Ein seltenes Luxusproblem bei den Geißböcken. Doch am Samstagnachmittag ist ein ganz anderes Problem daraus geworden. Denn beide Mittelstürmer werden nun länger auszufallen. Für Dallinga endete das Testspiel bereits nach 20 Minuten. Der Mittelstürmer hatte in der Startelf gestanden, wurde aber zunächst nicht in Szene gesetzt. Nach einem Zweikampf in der Box ging der Spieler zu Boden und blieb schreiend liegen. Schon während der Behandlung wurde klar, der Niederländer könne nicht weiterspielen. Am Abend folgte die bittere Diagnose „Kreuzbandverletzung“. Dallinga wird Monate ausfallen.
Für den Niederländer kam der direkte Konkurrent Ache, der nun ebenfalls seine Chance erhalten sollte. Doch auch für den zweiten Mittelstürmer endete die Begegnung bitter. Nach einem Sprint griff sich der Spieler an den Oberschenkel, nach der Pause kehrte Ache nicht mehr auf den Platz zurück. Bei Ache liegt eine muskuläre Verletzung vor. Auch der zweite Mittelstürmer wird dem FC also fehlen.
Und dann stellt sich beim FC durchaus wieder die Frage, die man eigentlich nicht mehr im Raum stehen haben wollte: Hat der FC überhaupt eine Mittelstürmer-Alternative? Nominell bleibt aus dem aktuellen Kader Imad Rondic. Der Bosnier kam bekanntlich im Winter 2025 nach Köln, sollte die Sturmflaute beheben, fand aber nie so wirklich statt. Er spielte so dermaßen keine Rolle, dass Rondic vergangene und auch diese Sommerpause zur Vorbereitung vom Trainerteam ausgebootet wurde. Vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart gab es dann die überraschende Kader-Rückkehr. „Bei Imad ist die Situation eine besondere, weil er bei uns eigentlich keine Aufgabe mehr hatte“, so Wagner nach dem 2:2 gegen die Viktoria. Gegen den Drittligisten hinterließ der Stürmer wie auch der Großteil der Mannschaft einen blassen Eindruck. „Er ist ein Spieler, der seine Rolle kennt und doch jeden Tag Gas gibt und damit auch der Kabine viel Energie gibt“, so Wagner weiter.
Doch diese Energie hat sich bislang nicht in Tore übertragen – die Kernkompetenz eines Mittelstürmers. Mit weiteren klassischen Zielstürmern ist es dann im Kader aber rar. Marius Bülter, der gegen die Viktoria zum Ausgleich traf, hat die Position bekanntlich in der Vergangenheit schon gespielt, ist aber eigentlich auf den Außen zu Hause. Das gleiche gilt für Jan Thielmann und auch für Luca Walschmidt, der eher hinter den Spitzen agiert. Auch Mikey Moore und Said El Mala haben die Offensivposition schon gespielt. Vermutlich wird es tatsächlich auf El Mala hinauslaufen. Der Shootingstar hat genau diese Position unter Wagner in der Vorsaison bereits übernommen und immerhin drei Treffer erzielt. Allerdings ist der 20-Jährige bekanntlich ein anderer Spieler, ganz sicher nicht ein Wandspieler wie Ache oder Dallinga. Der Kölner Coach müsste also auch an der Taktik und dem System feilen. Möglich, dass es dann hinter den Spitzen ein Waldschmidt oder ein Isak Johannesson richten sollen.
Tatsächlich eine Umstrukturierung. Kein leichter Job, denn viele gemeinsame Einheiten gibt es nicht mehr. Immerhin wird Mikey Moore bereits am Dienstag wieder zur Mannschaft stoßen. Said El Mala bestreitet am Sonntag das letzte Duell in der Nationalmannschaft und wird auch zeitnah am Geißbockheim zurückerwartet.







































