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1. FSV Mainz 05

·15. Mai 2026

Aus im Halbfinale: U19 muss Traum vom Endspiel begraben

Artikelbild:Aus im Halbfinale: U19 muss Traum vom Endspiel begraben

Ihren Traum vom Finale um die Deutsche Meisterschaft muss die U19 von Mainz 05 in dieser Saison begraben. Die 1:2 (1:1)-Niederlage im Halbfinale bei der TSG Hoffenheim war ebenso knapp wie unglücklich in ihrem Zustandekommen. Details und Standardsituationen entschieden das offene Duell auf Augenhöhe. Zunächst gerieten die 05ER früh in der ersten Halbzeit durch einen strittigen Handelfmeter in Rückstand. Der Ausgleich von Batuhan Deliboyraz nach einer halben Stunde per Kopf nach einem Freistoß war verdient. In der zweiten Hälfte belohnten sich die Gastgeber in einer Druckphase mit der erneuten Führung nach einer Ecke - ein 05-Verteidiger hatte den Ball unglücklich ins eigene Tor befördert. Die 05ER schüttelten auch diesen Rückschlag ab und besaßen Möglichkeiten zum Ausgleich. Dieser sollte jedoch nicht mehr fallen.

"Bleibt nichts übrig, als diesen Spielern zu ihrer Saison zu gratulieren"


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Jan Kirchhoff musste in der Kabine nach dem Spiel keine Aufbauarbeit leisten. "Die Jungs haben es auch so gesehen, dass wir am Limit performt haben. Wenn man es als Leistungssportler schafft, gegen ein absolutes Top-Team ein offenes Spiel herzustellen, das beide Mannschaften hätten gewinnen können, dann kann man mit der Leistung zufrieden sein. Darum geht es, eine Ergebnisgarantie hat man nie. Details haben heute entschieden. Es sind drei Standardtore gefallen, das sagt schon alles. Zwischendrin war es komplett offen. Die Hoffenheimer haben es geschafft, ihr Momentum in der ersten Halbzeit zu nutzen, um in Führung zu gehen. Auch nach dem Seitenwechsel haben sie ihre Druckphase genutzt, um das zweite Tor zu machen. Wir haben in unseren besten Phasen kein Tor geschossen. Es ist kein Vorwurf, sondern ein Fakt, dass enge Spiele durch solche Momente entschieden werden. Der Elfmeter war sehr soft, muss ich sagen. Aber der Schiedsrichter hat heute nicht das Spiel entschieden, er hat eine gute Leistung gezeigt. Wenn Hoffenheim in Führung geht, rollt normalerweise der Zug. Wir haben es geschafft, ein offenes Spiel daraus zu machen. Es geht darum, Leistung zu erklären und abrufbar zu machen. Das machen die Jungs schon das ganze Jahr. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als diesen Spielern zu ihrer Saison zu gratulieren und mitzufühlen, dass wir dieses Spiel heute verloren haben", so Kirchhoff.

05ER arbeiten sich rein und gleichen TSG-Führung aus

Im Vergleich zum Viertelfinale in Leipzig war Kirchhoff gezwungen, seine Startelf auf einer Position umzubauen. Für Jeremiah Debrah, der in Leipzig in der ersten Halbzeit die Rote Karte gesehen hatte, begann Fynn Hillbrunner im Mittelfeld. Auf der Bank nahm erstmals auch Luca Hampel aus der U17 Platz. Nach kurzem Abtasten hatten die Gastgeber die erste Torannäherung durch einen Freistoß aus rund 20 Metern. Biazid zielte aber knapp links daneben. Der FSV staffelte sich zu Beginn etwas tiefer als die Gastgeber und lauerte auf Umschaltsituationen. Eine davon landete über Mika Preßler bei Artan Latifi, dessen Schuss im Strafraum Nico Biedermann im TSG-Tor klären konnte. Kurz danach gerieten die 05ER jedoch früh in dieser Partie ins Hintertreffen. Nach einer abgewehrten Ecke landete der Ball bei Biazid, bei dessen Annahme kam Latifi aus kurzer Distanz unglücklich mit der Hand an den Ball. Den Strafstoß, eine durchaus harte Entscheidung des Schiedsrichters, verwandelte der Hoffenheimer Stürmer sicher zur 1:0-Führung (9.). Die Hoffenheimer brannten kein Offensivfeuerwerk ab, kontrollierten die Partie aber bislang mit und gegen den Ball. Die Kirchhoff-Elf hatte in dieser Spielzeit immer wieder ihre Resilienz bewiesen und ließ aus dem Spiel bislang nichts zu. Von Minute zu Minute kamen die Rheinhessen in der Offensive besser rein. Auch die Defensive der Kraichgauer hatte zunächst alles im Griff, sodass die Partie vor allem zwischen den Strafräumen stattfand.

Bis zur 26. Minute, als Tyrone Jarrett an der Mittellinie den Ball eroberte. Jan Janega trieb diesen nach vorne und fand im Strafraum Mika Preßler, dessen Abschluss aus zehn Metern erneut Biedermann im Weg stand. Der FSV hatte in einem Spiel auf hohem Niveau zu diesem Zeitpunkt das Chancenplus und belohnte sich für eine gute Phase mit dem verdienten Ausgleich. Deliboyraz stand nach einem Freistoß von Dominik Horlbeck am zweiten Pfosten goldrichtig. Schiedsrichter Nils Leichert hatte zunächst auf Abseits entschieden, nahm diese Entscheidung aber richtigerweise nach wenigen Sekunden zurück - 1:1 (31.). Die 05ER mussten gegen die individuelle Qualität der Gastgeber aber weiterhin hellwach sein in der Defensive. Ein Kopfball von Jykese Fields landete nur knapp über dem Querbalken (39.). Aber auch die Gäste blieben offensiv am Drücker und waren im ersten Durchgang das gefährlichere Team. Ein Schuss von Janega strich um Zentimeter am linken Pfosten vorbei (42.). Es blieb beim insgesamt leistungsgerechten 1:1-Unentschieden zur Halbzeit. Die 05ER hatten der individuellen Klasse der Gastgeber im Kollektiv schnell den Zahn gezogen und sich den Ausgleich redlich verdient.

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