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·30. Juni 2026

Ausländerregelung bleibt: TFF sperrt sich gegen den einheitlichen Wunsch aller 18 Süper Lig-Teams

Artikelbild:Ausländerregelung bleibt: TFF sperrt sich gegen den einheitlichen Wunsch aller 18 Süper Lig-Teams

Im türkischen Spitzenfußball bahnt sich ein massiver politischer Konflikt zwischen den Vereinen und dem Verband an. Der Türkische Fußballverband (TFF) hat offiziell bekannt gegeben, dass die stark diskutierte Ausländerregelung für die anstehende Saison 2026/27 komplett unverändert bestehen bleibt. Trotz des geschlossenen Wunsches aller 18 Erstliga-Klubs nach einer Reform erteilte die Verbandsführung den Anträgen eine klare Absage. Damit gilt auch in der kommenden Spielzeit in der Trendyol Süper Lig weiterhin das Modell der 10+4-Ausländerregel. In der offiziellen Mitteilung des Verbandes wird der Beschluss unmissverständlich begründet.

„An den bereits veröffentlichten Bestimmungen zur Ausländerregelung in der Trendyol Süper Lig für die Saison 2026/27 werden keine Änderungen vorgenommen. Im Rahmen der bereits zu Beginn der vergangenen Saison angekündigten Regelung gibt es für die zehn ausländischen Spieler auf der A-Kaderliste keine Altersbeschränkung. Werden jedoch 14 ausländische Spieler in die A-Kaderliste aufgenommen, müssen mindestens vier von ihnen am oder nach dem 1. Januar 2003 geboren sein“, stellte die TFF auf ihrer offiziellen Website klar und setzt damit ein deutliches Zeichen gegen den Druck der Vereinspräsidenten.


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Eklat um Cüneyt Çakır: Verbandspräsident verweigert FIFA-Schiedsrichter die Einreise ins Camp

Neben den strukturellen Entscheidungen sorgt TFF-Präsident Ibrahim Haciosmanoglu mit den Enthüllungen über ein bemerkenswertes Gespräch mit dem Weltverband für Aufsehen. Die FIFA hatte den türkischen Verband im Vorfeld kontaktiert, um einen hochrangigen Unparteiischen in das Trainingslager der Nationalmannschaft zu entsenden. Ziel sollte es sein, dem Kader die neuesten Regelauslegungen für das anstehende Turnier zu erläutern. „Die FIFA teilte uns mit, dass sie einen Schiedsrichter ins Trainingslager schicken wolle, um die neuen Regeln zu erklären“, schilderte Haciosmanoglu den Dialog im Gespräch mit dem Journalisten Erman Toroglu. Auf seine anschließende Frage, wer diese Aufgabe übernehmen solle, nannten die FIFA-Verantwortlichen den Namen des bekannten türkischen Ex-Schiedsrichters Cüneyt Cakir. Die Reaktion des Verbandschefs fiel daraufhin extrem drastisch aus: „Darauf sagte ich: ‚Schicken Sie ihn auf keinen Fall. Wir würden ihn ganz sicher nicht ins Trainingslager lassen.’“

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Foto: IHA

Villen-Versprechen steht: TFF-Chef räumt mit Gerüchten auf und verteilt Millionen-Prämien

Ein weiteres großes Thema im Umfeld der Nationalmannschaft bleibt das luxuriöse Versprechen, das der Präsident den Spielern für die erfolgreiche Qualifikation zur Weltmeisterschaft gegeben hatte. Medienberichten, wonach sich das für die Nationalspieler vorgesehene Baugebiet in einem geschützten Umweltareal befinden soll, widersprach der TFF-Boss vehement. „Auch das entspricht nicht der Wahrheit. Das Gelände ist kein Naturschutzgebiet. Alle Genehmigungen wurden erteilt und der Bau wird beginnen. Ich werde mein Versprechen halten und den Spielern die Villen übergeben“, betonte der Verbandspräsident entschlossen. Zudem legte er die genauen finanziellen Zahlen offen, die der Verband nach dem sportlichen Erfolg ausgeschüttet hat. „Von der FIFA haben wir 14 Millionen US-Dollar an Prämien erhalten. Wir haben weitere 2 Millionen US-Dollar hinzugefügt. Die Gesamtsumme wurde gleichmäßig auf alle Spieler verteilt, die wir für die Qualifikation nominiert hatten. Die Mannschaftskapitäne sammelten anschließend unter den Spielern Geld ein und verteilten daraus Prämien an den Betreuerstab“, erklärte Haciosmanoglu den Ablauf der internen Geldverteilung.

Frontalangriff auf den „Imperator“: Hacıosmanoğlu legt im Streit mit Fatih Terim nach

Zum Abschluss seiner Ausführungen erneuerte der Verbandschef seine scharfe Kritik an Trainerlegende Fatih Terim, der das Abschneiden der Türkei während der Weltmeisterschaft auf seinem eigenen YouTube-Kanal kritisch analysiert hatte. Bereits während der laufenden Endrunde hatte der TFF-Präsident kein Hehl aus seiner tiefen Enttäuschung über das Verhalten des Kulttrainers gemacht. Er warf dem Coach vor, kryptische Drohungen in den Raum gestellt zu haben. „Ich hätte mir gewünscht, dass der ‚Imperator‘ seine Ausführungen auf eine Weise beendet hätte, die seinem Ruf gerecht wird. Ich fand das überhaupt nicht passend und war enttäuscht. Er sprach von geheimnisvollen Dingen und sagte: ‚Auch darüber wird die Zeit kommen. Warten wir noch zwei Spiele, dann werden wir Rechenschaft verlangen.‘ Von wem wollte er denn Rechenschaft verlangen?“, erinnerte sich Haciosmanoglu an die hitzige Phase des Turniers. Im aktuellen Interview legte er nun noch einmal nach: „Er hat eine eigene Sendung gemacht. Das war völlig unnötig. Auch seine Aussage, man werde später Rechenschaft verlangen, war falsch.“ Auf die direkte Nachfrage von Erman Toroglu, ob nun eine offizielle Reaktion des Verbandes folge, entgegnete der Präsident kühl, dass im Moment nichts weiter geplant sei. Er fügte jedoch eine unmissverständliche Warnung hinzu: „Aber wenn ich ihm persönlich begegne, werde ich ihm das direkt ins Gesicht sagen.“

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