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·19. Februar 2026
Auswärtssieg in Glasgow: Stuttgart auf Achtelfinalkurs!

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Für den VfB Stuttgart stand am Donnerstagabend ein enorm wichtiges Spiel in der Europa League an. Im Hinspiel der Play-offs waren die Schwaben auswärts bei Celtic Glasgow gefordert und wollten sich eine gute Ausgangslage für das Rückspiel erspielen.
Anders als der andere deutsche Vertreter, der SC Freiburg, verpasste der VfB die Top 8 knapp und damit die direkte Qualifikation für das Achtelfinale. Für die knifflige Aufgabe im Celtic Park vertraute Sebastian Hoeneß im Großen und Ganzen dem gewohnten Personal. Einzig etwas überraschend nahm Maximilian Mittelstädt zunächst auf der Bank Platz. Für ihn startete Ramon Hendriks.
Die Anfangsphase gestaltete sich recht ausgeglichen. Beide Teams waren zunächst auf Sicherheit bedacht. Bis zur ersten Torchance des VfB vergingen ganze 15 Minuten. Diese wurde aber direkt genutzt. Finn Jeltsch gewann das Kopfballduell im Pressing, der Ball landete bei Deniz Undav, der ihn gekonnt per Hacke zu Bilal El Khannouss weiterleitete. Der Marokkaner blieb cool, schloss flach ab und traf zum 1:0.
Die Gastgeber antworteten jedoch schnell. Und das mit freundlicher Mithilfe von Atakan Karazor. Der VfB-Kapitän spielte im Aufbau einen fahrlässigen Querpass, Benjamin Nygren fing diesen ab und stand plötzlich frei vor Alexander Nübel. Der Schwede umkurvte den Stuttgarter Schlussmann und schob zum 1:1 ein (21.). Nun waren die Stuttgarter wieder gefordert und erhöhten den Druck. Über die rechte Seite flankte Angelo Stiller aus dem Halbfeld. Leicht abgefälscht landete der Ball erneut bei El Khannouss, der aus wenigen Metern völlig frei zur erneuten Führung einköpfte (28.). Kurz darauf hatte Ermedin Demirovic die Chance, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben, doch sein Kopfball war zu harmlos (30.).

Foto: IMAGO
Der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer war lediglich ein kleiner Schönheitsfehler in der ansonsten sehr guten Leistung der Stuttgarter im ersten Durchgang. Der VfB trat sehr spielbestimmend auf und zeigte sich vor dem Tor äußerst effektiv. Vor dem Pausenpfiff gab es noch den einen oder anderen Abschluss in Richtung Tor von Celtic, doch es entstand keine große Gefahr mehr. Der VfB ging mit der Führung in die Kabine.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs übernahmen die Hausherren mehr und mehr die Spielkontrolle und zeigten sich auch direkt offensiv. In dieser Phase war der VfB defensiv gefordert. Kurz darauf meldete sich der VfB zurück und kam durch Jamie Leweling zum 3:1: Der Flügelspieler schloss aus rund 20 Metern ins kurze Eck ab und erwischte Kasper Schmeichel auf dem falschen Fuß (57.). Kurz darauf erzielte Stuttgart sogar das vermeintliche 4:1: Undav bediente Demirovic mit einem Steckpass, doch dieser stand bei der Ballabgabe knapp im Abseits. Der Videoassistent meldete sich und der Treffer wurde zurückgenommen (59.).
Wenig später brachte Celtic Sebastian Tounekti in Abschlussposition, der aus 16 Metern aufs linke Eck zielte. Nübel tauchte ab und verhinderte den Einschlag mit einer tollen Flugeinlage (63.). Celtic war nun bemüht, wieder in die Partie zu finden und sich eine bessere Ausgangslage für das Rückspiel nächste Woche zu erarbeiten. Es fehlte jedoch oftmals die Präzision im letzten Zuspiel. Mit der Führung im Rücken erlaubte sich Hoeneß, den einen oder anderen Stammspieler zu schonen, und wechselte den zweifachen Torschützen El Khannouss, Leweling und auch Jeff Chabot frühzeitig aus. Den ersten Stuttgarter Abschluss seit dem Tor von Leweling hatte Tiago Tomas, der in der 80. Minute an Schmeichel scheiterte.
In der Nachspielzeit gelang Tomas dann die endgültige Entscheidung: Nikolas Nartey bediente den Portugiesen mustergültig, der damit den Deckel endgültig draufmachte. Das 4:1 war dann auch der Endstand einer Partie, in der der deutsche Pokalsieger dominant auftrat. Mit diesem Ergebnis ist der VfB vor dem Rückspiel kommende Woche klarer Favorit auf das Achtelfinale.









































