DFB-Frauen
·28. Mai 2026
Axer und Wachter: "Pokalfinale einfach nur genießen"

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·28. Mai 2026

Das Endspiel im DFB-Pokal der Juniorinnen findet am Samstag (ab 13 Uhr, live bei Youtube und DFB.TV) erstmals im Sportpark Höhenberg in Köln statt. Die U 17-Juniorinnen des FC Carl Zeiss Jena und des VfB Stuttgart kämpfen um den begehrten Titel. Im DFB.de-Interview sprechen Jenas Torjägerin Anna Axer und VfB-Mittelfeldspielerin Hanna Wachter mit Mitarbeiter Peter Haidinger über das Finale.
DFB.de: Hallo Anna und Hanna! Das Pokalfinale in Köln steht bevor. Wie sehr fiebert Ihr diesem großen Tag entgegen?
Anna Axer: Wir sind auf jeden Fall aufgeregt, verspüren im Training bereits eine große Vorfreude und sind megastolz, dass wir so weit gekommen sind.
Hanna Wachter: Die Vorfreude ist auch bei uns riesengroß. Wir fiebern dem Finale entgegen, weil es für uns das Highlight des Jahres ist.
DFB.de: Wie wird die Vorbereitung auf diesen krönenden Saisonabschluss gestaltet?
Axer: Wir sind im Training sehr fokussiert und werden versuchen, unsere beste Leistung auf den Platz zu bringen.
Wachter: Nach den Trainingseinheiten steht bei uns noch eine Taktikanalyse auf dem Programm. Wir gehen gut vorbereitet in das Finale.
DFB.de: Im Halbfinale hast Du Dein Team beim 2:0 gegen RB Leipzig mit zwei Treffern ins Finale geschossen. Wie fielen die Reaktionen danach aus, Anna?
Axer: Es war ein unbeschreiblich gutes Gefühl, dass wir durch meine Treffer den Einzug in das Finale geschafft haben. Wir haben zusammen in der Kabine gesungen und den Sieg mit einem "Spezi" gefeiert.
DFB.de: Der VfB Stuttgart setzte sich auswärts bei Bayer 04 Leverkusen ebenfalls 2:0 durch. Warum wurdest Du zur Halbzeit ausgewechselt, Hanna?
Wachter: Vor dem Halbfinale konnte ich aufgrund von Rückenproblemen nur eine Trainingseinheit absolvieren, war nicht topfit.
DFB.de: Der FC Carl Zeiss Jena stand schon in der zurückliegenden Saison im Halbfinale und verpasste das Endspiel erst durch ein 4:5 nach Elfmeterschießen gegen den VfL Wolfsburg. Welche Erinnerungen hast Du noch an diese bittere Niederlage?
Axer: Es war damals ein Spiel auf Augenhöhe und eine bittere Erfahrung für uns. Wir sind in Führung gegangen und haben leider in der letzten Minute noch den Ausgleich kassiert. Leider sind wir dann im Elfmeterschießen ausgeschieden. Das tat schon weh, hat aber die Motivation gesteigert, diesmal das Finale zu erreichen.
DFB.de: Zum ersten Mal im deutschen Fußball hat es der VfB Stuttgart geschafft, in gleich drei DFB-Pokalendspiele einzuziehen. Wie stolz macht Dich das, Hanna?
Wachter: Bei der ersten Teilnahme am DFB-Pokal der Juniorinnen direkt im Finale zu stehen, bedeutet mir sehr viel. Das zeigt, wie sehr sich harte Arbeit auszahlt. Wir sind auch in der Oberliga ohne Niederlage Meisterinnen geworden. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Dass auch die Profis das Pokalfinale erreicht haben und die U 19-Junioren sogar den Pott holten, zeigt eindrucksvoll, was für ein toller Verein der VfB Stuttgart ist. Hinzu kommen ja noch der Aufstieg der Frauen in die Bundesliga und die Deutsche Meisterschaft der B-Junioren.
DFB.de: Es ist erst das zweite Pokalfinale überhaupt im B-Juniorinnen-Bereich. Erhöht das noch den Reiz für alle Beteiligten?
Wachter: Wir sind einfach nur stolz und glücklich, dass wir es bis ins Finale geschafft haben.
Axer: Auf jeden Fall (lacht). Wir sind im zweiten Jahr in Folge wieder sehr weit gekommen und freuen uns sehr, dass wir diesmal im Finale stehen.
DFB.de: Es wäre auch für Euch persönlich jeweils der bislang größte Erfolg Eurer noch jungen Karrieren. Was würde Euch das bedeuten?
Wachter: Es ist nicht selbstverständlich, dass ich mich mit meinen 15 Jahren möglicherweise bald DFB-Pokalsiegerin nennen darf. Der Gewinn der Trophäe wäre extrem cool.
Axer: Ich genieße vor allem die Zeit, die ich mit der Mannschaft verbringe. Die Erfahrung, mit Druck umzugehen, ist für mich sehr lehrreich. Der Titelgewinn würde mich unglaublich stolz machen.
DFB.de: Was war Euer bisheriger Pokalmoment in dieser Saison?
Axer: Das waren sicherlich die beiden Tore, die mir im Halbfinale gegen RB Leipzig gelungen sind. Im Achtelfinale habe ich gegen den SC Freiburg außerdem zwei Elfmeter herausgeholt, durch die wir zweimal in Führung gegangen sind.
Wachter: Davon gab es tatsächlich zwei. (lacht) Dazu zähle ich meinen Treffer im Viertelfinale beim 3:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim, die als Titelverteidiger in den Wettbewerb gestartet war. Noch besser fand ich jedoch unseren 2:1-Erfolg im Achtelfinale bei Eintracht Frankfurt. Wir lagen relativ früh zurück, haben kurz vor der Halbzeit den Ausgleich erzielt und im zweiten Spielabschnitt die Partie trotz Unterzahl noch gedreht.
DFB.de: Die Endspielpaarung steht schon seit sechs Wochen fest. Wie gut seid Ihr über den jeweiligen Gegner und seine Stärken informiert?
Axer: Wir wollen uns nur auf unser Spiel konzentrieren, unsere Ideen auf dem Platz umsetzen und unser Ding durchziehen.
Wachter: Ich habe mir auf Youtube das Halbfinale zwischen Jena und Leipzig angeschaut. Von daher weiß ich schon, über welche Stärken Jena verfügt. Den Feinschliff werden wir aber in einer mannschaftsinternen Sitzung bekommen.
DFB.de: Wer geht als Favorit in das Endspiel?
Wachter: Ich erwarte ein völlig offenes Spiel. Jena hat bereits viel Pokalerfahrung gesammelt. Dafür haben wir bei unserer ersten DFB-Pokalteilnahme bereits einige Favoriten aus dem Wettbewerb gekegelt.
Axer: In einem Spiel kann alles passieren. Von daher ist es schwer, eine Prognose abzugeben.
DFB.de: Worauf wird es in erster Linie ankommen, um den "Pott" mit nach Hause zu nehmen?
Axer: Wir müssen als Team auftreten und alles in die Waagschale werfen. Jede im Team muss für die Mitspielerinnen einstehen und sich in jeden Zweikampf werfen.
Wachter: Der Wille wird aus meiner Sicht ganz entscheidend sein. Die Mannschaft, die sich besser durchsetzen kann, hat große Chancen auf den Titelgewinn.
DFB.de: Wie wollt Ihr als Führungsspielerinnen den Teamkolleginnen die Nervosität vor dem Finale nehmen?
Wachter: Ich versuche, alle im Team zu motivieren. Wir sollten den Moment genießen und nicht mit Angst in das Spiel gehen.
Axer: Da gehe ich voll mit. Sobald die Partie angepfiffen wird, sollten wir das Endspiel einfach nur genießen.
DFB.de: Der VfB Stuttgart ist gerade in die Google Pixel Frauen-Bundesliga aufgestiegen, der FC Carl Zeiss Jena nimmt in der 2. Frauen-Bundesliga einen neuen Anlauf. Wie groß ist Euer Wunsch, sich eines Tages auch auf dieser Bühne präsentieren zu können?
Wachter: Mein klares Ziel ist der Sprung in den Profifußball. Damit würde sich für mich ein Kindheitstraum erfüllen. Der Aufstieg der VfB-Frauen in die Bundesliga bietet uns eine gute Perspektive.
Axer: Auch ich möchte gerne in der Bundesliga und später vielleicht sogar in der Nationalmannschaft spielen. Ich gebe alles, um diese Ziele zu erreichen.







































