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·10. Mai 2026
Ballack, Kroos, Alaba: Hoeneß spricht über Bayerns schwierigste Verluste

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·10. Mai 2026

Uli Hoeneß spricht selten ohne klare Botschaft. Nun hat der Bayern-Ehrenpräsident erklärt, welche Abgänge ihn besonders beschäftigt haben. Dabei nennt er drei prominente Namen und eine entscheidende Haltung.
Der FC Bayern sieht sich seit Jahren nicht nur sportlich, sondern auch strategisch in einer Sonderrolle. Für Uli Hoeneß liegt ein zentraler Grund dafür darin, dass der Rekordmeister seine wichtigsten Spieler in der Regel nicht freiwillig ziehen lässt. Im Gespräch mit der FAZ machte der 74-Jährige deutlich, dass er vom ständigen Kaufen und Verkaufen wenig hält.
Auf die Frage nach der Münchner Dominanz in der Bundesliga sagte Hoeneß: „Für den FC Bayern absolut nicht, aber für den Ligabetrieb ja. Der Tag wird kommen, an dem wir stolpern, aber dann müssen die anderen auch da sein.“
Anschließend erklärte er die Haltung des Vereins auf dem Transfermarkt: „Viele Vereine sind sehr stolz, wenn sie einen großen Verkauf getätigt haben. Ich bin überhaupt kein Freund von diesem Kaufen und Verkaufen. Wir kaufen einen Spieler für den FC Bayern. Und wir wollen nicht schon beim Vertragsunterschritt darüber nachdenken, wohin wir ihn verkaufen werden.“

Foto: IMAGO
Trotz dieser Linie gab es auch beim FC Bayern Fälle, die Hoeneß rückblickend anders erlebt hat. Auf den Hinweis, dass Transfers für viele Vereine ein Geschäftsmodell seien, entgegnete der langjährige Bayern-Macher: „Aber wenn das euer Geschäftsmodell ist, könnt ihr langfristig nicht erfolgreich sein. Wir sind den anderen in dieser Hinsicht weit voraus. In all den Jahren, die ich hier bin, ist sehr selten ein Spieler gegangen, den wir unbedingt behalten wollten.“
Als Beispiele nannte Hoeneß Michael Ballack, Toni Kroos und David Alaba. Ballack wechselte 2006 ablösefrei zum FC Chelsea, Kroos ging 2014 nach schwierigen Vertragsgesprächen zu Real Madrid. Über den späteren Weltmeister sagte Hoeneß: „Aber selbst da hatten wir die Kontrolle“. Danach schilderte er seine damalige Ansage an Kroos: „Ich bin mal auf Toni gestoßen und habe ihm gesagt: ‚Toni, bei uns kannst du 10 Millionen Euro verdienen. Aber wenn du 10 Millionen und einen Euro verdienen willst, musst du gehen.‘ Und dann ist er gegangen.“
Auch bei Alaba blieb der FC Bayern nach Hoeneß’ Darstellung bei seiner Linie. Der Österreicher verließ München 2021 ebenfalls ablösefrei in Richtung Real Madrid, nachdem sich beide Seiten nicht auf einen neuen Vertrag einigen konnten. Hoeneß betonte dennoch die persönliche Verbindung: „Er ist der einzige Spieler, der uns noch am Heiligabend anruft“.
Gleichzeitig machte der Ehrenpräsident klar, dass Sympathie aus seiner Sicht nicht jede Entscheidung überlagern darf. Über die damalige Position des Vereins sagte Hoeneß: „Aber ich habe ihm auch gesagt: ‚Das ist unser Angebot, und wenn du es nicht annimmst, musst du gehen.‘ Es ist sehr wichtig, manchmal nein sagen zu können.“
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