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·28. September 2026

Ballon d'Or-Kandidat in der Krise?

Artikelbild:Ballon d'Or-Kandidat in der Krise?

Noch vor wenigen Monaten galt Khvicha Kvaratskhelia als einer der Top-Favoriten auf den Ballon d'Or.

Der Georgier begeisterte mit starken Leistungen in der Champions League und führte Paris Saint-Germain zu wichtigen Erfolgen. Doch der Start in die Saison 2026/27 verläuft bislang völlig anders als erhofft.


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Sowohl bei PSG als auch in der georgischen Nationalmannschaft steht der 25-Jährige aktuell im Mittelpunkt der Kritik.

Kaum Ertrag bei PSG

Zwar erzielte Kvaratskhelia im europäischen Supercup den Siegtreffer für PSG, doch in der Ligue 1 wartet der Offensivspieler weiterhin auf sein erstes Saisontor.

Nach fünf Ligaspielen steht lediglich eine Vorlage zu Buche. Auch spielerisch wirkt der frühere Napoli-Star derzeit nicht so gefährlich wie in der vergangenen Saison.

Immer wieder verliert er im Eins-gegen-Eins den Ball oder trifft die falschen Entscheidungen im letzten Drittel. Gegner haben sich besser auf seine Dribblings eingestellt und stellen ihn häufig mit zwei Spielern zu.

Luis Enrique verliert das Vertrauen

Auch PSG-Trainer Luis Enrique scheint mit den Leistungen seines Flügelspielers nicht vollständig zufrieden zu sein.

In vier der fünf Ligaspiele wurde Kvaratskhelia bereits nach etwas mehr als einer Stunde ausgewechselt. Besonders deutlich wurde die Situation beim klaren 6:1-Erfolg gegen Slovan Bratislava in der Champions League.

Dort blieb der Georgier sogar über die gesamte Spielzeit auf der Bank. Währenddessen durfte sein Konkurrent Mika Godts Einsatzminuten sammeln.

Für einen Spieler, der als einer der Stars des Teams gilt und im Rennen um individuelle Auszeichnungen mitmischen möchte, ist das ein deutliches Signal.

Der verschossene Elfmeter mit Folgen

Noch schwerer wog allerdings sein Auftritt in der Nationalmannschaft.

Beim Nations-League-Auftakt gegen Nordirland vergab Kvaratskhelia einen Elfmeter, mit dem Georgien die Partie hätte gewinnen können. Stattdessen verlor die Mannschaft das Heimspiel und geriet früh unter Druck.

Der verschossene Strafstoß wurde zum Symbol für die aktuelle Formkrise des Kapitäns.

Trainer Sagnol muss gehen

Nach der Niederlage gegen Nordirland zog der georgische Verband Konsequenzen und trennte sich von Nationaltrainer Willy Sagnol.

Natürlich trägt die Verantwortung nicht allein Kvaratskhelia. Dennoch steht sein verschossener Elfmeter sinnbildlich für den enttäuschenden Saisonstart der gesamten Nationalmannschaft.

Der Offensivspieler zeigte sich nach der Entlassung emotional und verabschiedete sich öffentlich von Sagnol. Dabei bedankte er sich bei seinem früheren Trainer für dessen Anteil an der erstmaligen Qualifikation Georgiens für eine Europameisterschaft.

Georgien braucht seinen Star

Mit Ramaz Svanadze übernimmt nun ein neuer Trainer die Mannschaft. Die Aufgabe wird allerdings schwierig.

Georgien besitzt zwar einige talentierte Spieler, bleibt jedoch stark von Kvaratskhelias Leistungen abhängig. Viele Beobachter sehen ihn weiterhin als den Schlüsselspieler des Teams.

Gerade deshalb richten sich vor dem Nations-League-Spiel gegen die Ukraine alle Blicke auf den Kapitän.

Zeit für die Wende

Noch ist die Saison jung und Kwarazchelia verfügt zweifellos über die Qualität, die aktuelle Krise zu überwinden.

Doch nach Monaten voller Lob und großer Erwartungen erlebt der PSG-Star erstmals seit längerer Zeit Gegenwind. Wenn Georgien den Aufstieg in die Nations-League-A-Liga schaffen und Kvaratskhelia im Ballon-d'Or-Rennen bleiben möchte, braucht es nun schnell die Rückkehr zu alter Stärke.

Die kommenden Wochen könnten deshalb entscheidend für den weiteren Saisonverlauf des georgischen Ausnahmekönners werden.

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