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·16. September 2026
Ballon D'or-Sieger fällt ernüchterndes Urteil über Manchester United

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Ruud Gullit traut Manchester United in dieser Saison nichts zu – und sieht die Ursache in der Vergangenheit. Auch über den Rücktritt von Alex Ferguson hat der Niederländer eine klare Meinung.
Ruud Gullit sieht den englischen Rekordmeister weit von der Spitze der Premier League entfernt. Im Gespräch mit ComeOn erklärte der frühere Weltfußballer, United fehle unter anderem "individuelle Qualität", um Spiele zu kontrollieren: "Sie gehen in Führung, und es kann trotzdem in beide Richtungen kippen."
Kritik übte der niederländische Nationalspieler auch an Uniteds Aktivitäten auf dem Transfermarkt. "Sie haben nicht mehr die besten Spieler der Premier League. Die spielen im Moment alle für die anderen Teams", so Gullit.
Vor fünf oder sechs Jahren hätten die Red Devils den Anschluss verloren, die Topspieler seien stattdessen zu Liverpool, Chelsea, Arsenal und Manchester City gegangen, so der Ex-Profi von PSV Eindhoven, Chelsea, Sampdoria Genua und dem AC Mailand.
Den Rücktritt von Alex Ferguson (84) im Jahr 2013 deutet Gullit als bewusste Entscheidung. Der Schotte habe die Entwicklung kommen sehen: mehr Klubs mit Geld, mehr Toptrainer, und Spieler, die nur noch zu diesen Trainern wollten.
"Er ist klug. Er ist genau rechtzeitig zurückgetreten", analysiert der Ballon d'Or-Sieger und Weltfußballer der Jahre 1987 und 1989. Ferguson selbst hatte prognostiziert, der Wiederaufbau werde Jahre dauern.
Die aktuellen Zahlen stützen den Befund des Ex-Oranje-Superstars. Nach vier Spieltagen steht United mit vier Punkten auf Rang 13 der Premier League, bei sieben eigenen und sieben Gegentreffern. Am Sonntag gab es im Old Trafford eine 0:1-Niederlage im Derby gegen Manchester City.
Auf der Bank sitzt Michael Carrick (45). Der frühere Mittelfeldspieler hatte das Amt Mitte Januar zunächst als Interimslösung übernommen und United in der Vorsaison bis auf Platz drei geführt. Inzwischen ist er fest als Chefcoach installiert.
Investiert wurde zuletzt durchaus: Benjamin Sesko (23) kam 2025 für 76,5 Millionen Euro von RB Leipzig, Matheus Cunha (27) für 74,2 Millionen Euro von Wolverhampton, Bryan Mbeumo für 75 Millionen Euro von Brentford. Im vergangenen Sommer folgte unter anderem Carlos Baleba (22) aus Brighton für rund 70 Millionen Euro.
Der Rekordmeister kommt aber trotz der hohen Investitionen auf dem Transfermarkt Gullit zufolge nicht als Titelanwärter in der Premier League in Frage. Die Red Devils haben am Mittwoch (21:00 Uhr) im Carabao Cup gegen Brighton die Chance auf Wiedergutmachung für die Derby-Pleite gegen die Sky Blues.







































