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·2. Juli 2026

Balogun als tragischer Held: USA schlägt Bosnien

Artikelbild:Balogun als tragischer Held: USA schlägt Bosnien

Nach Kanada und Mexiko kämpfte die USA als dritter Gastgeber am frühen Donnerstagmorgen um den Einzug ins Achtelfinale. Folarin Balogun wurde zum tragischen Helden, der zunächst seine Nation in Führung brachte, in der zweiten Hälfte allerdings dann aufgrund eines groben Foulspiels vom Platz flog. Mit zehn Mann verteidigten die US-Amerikaner die knappe Führung im Anschluss über die Zeit.

Nach der Schonung im letzten Gruppenspiel gegen die Türkei wechselte Mauricio Pochettino zehnmal und schickte seine erste Elf aus den ersten beiden Partien wieder auf das Feld. Bosnien-Coach Sergej Barbarez brachte Muharemovic, Dedic und Gigovic für Malic, Bajraktarevic und Basic.


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Balogun bringt USA in Führung

In Santa Clara entwickelte sich von Beginn an eine temporeiche Partie. Die Bosnier setzten zunächst die ersten Nadelstiche und kamen nach elf Minuten durch Demirovic nach Dzeko-Vorlage früh zu einer guten Gelegenheit, doch Freese war zur Stelle. im Anschluss blieb das Spiel zunächst ausgeglichen, ehe die USA mit zunehmender Spieldauer immer mehr Kontrolle übernahmen. Vor allem über die Stars der US-Boys McKennie, Tillman, Pulisic und Balogun kam die Mannschaft von Mauricio Pochettino immer wieder in gefährliche Zonen, doch Großchancen blieben zunächst Mangelware.

Mit fortlaufender Spielzeit drückten die Amerikaner Bosnien immer tiefer in die eigene Hälfte. Der tiefe Defensivblock der Drachen hielt zunächst stand, auch weil Muharemovic und Co. mehrfach entscheidend in letzter Sekunde klärten. Ein Treffer von Balogun wurde wegen Abseits zu Recht aberkannt, auch ein möglicher Elfmeter nach einem Zweikampf mit Dedic wurde nach VAR-Prüfung nicht gegeben. Doch der Führungstreffer für die USA bahnte sich an.

Kurz vor der Pause fiel dieser dann auch verdient. Nach einem Ballgewinn von Ream schalteten die USA schnell um, Adams leitete weiter auf Tillman, der Balogun in Szene setzte. Durch den Abwehrversuch von Radeljic fiel dem Stürmer den Ball direkt vor die Füße. Balogun behielt aus zentraler Position die Ruhe und traf zum 1:0.

In der langen Nachspielzeit bot sich den USA sogar noch die große Chance auf das 2:0, doch Balogun setzte den Ball nach Kopfballablage von Dest aus kurzer Distanz nur an die Latte. So ging die Pochettino-Elf mit einer verdienten 1:0-Führung in die Pause, während Bosnien nach ordentlichem Beginn offensiv immer mehr abtauchte.

Tillman entscheidet die Partie

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst zerfahren. Bosnien verlor mit Edin Dzeko früh seinen Kapitän verletzungsbedingt und versuchte nach mehreren Wechseln, mehr offensive Durchschlagskraft zu entwickeln. Die USA kontrollierten das Geschehen zunächst weiter, konzentrierten sich dabei aber vor allem auf die Defensivarbeit.

Die Partie plätscherte vor sich hin, ehe die 64. Minute anbrach. Nach einer VAR-Prüfung sah Balogun die Rote Karte, nachdem er Muharemovic im Fallen heftig am Knöchel getroffen hatte. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung, die das Spiel veränderte. Bosnien übernahm nun den Ballbesitz, während sich die Mannschaft von Mauricio Pochettino tief zurückzog und vor allem auf Kompaktheit und Entlastungsmomente setzte.

Trotz numerischer Überzahl fehlte den Bosniern aber weiterhin die Kreativität im letzten Drittel. Demirovic kam zwar zu einem Abschluss, stellte Freese damit aber nicht vor größere Probleme. Auch sonst blieb vieles Stückwerk, weil die USA mit großer Disziplin verteidigten und in den gefährlichen Zonen kaum Räume anboten.

Die Entscheidung fiel schließlich in der 82. Minute. Nach einem Foul von Radeljic an Dest bekamen die Amerikaner einen Freistoß in aussichtsreicher Position zugesprochen. Tillman trat an und zirkelte den Ball von halbrechts über die Mauer hinweg links in die Maschen. Vasilj war noch dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. Es war die Entscheidung zugunsten der US-Boys.

So steuerten die Vereinigten Staaten trotz langer Unterzahl dem Achtelfinale entgegen, während Bosnien aus seiner Überzahl viel zu wenig Kapital schlug und offensiv auch nach der Pause weitgehend harmlos blieb. Ein Fernschuss von Kerim Alajbegovic in der Nachspielzeit war da schon das gefährlichste.

Im Achtelfinale trifft die Auswahl von Mauricio Pochettino nun am Dienstagmorgen auf Belgien, das sich spät mit 3:2 gegen Senegal durchsetzte.

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