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·21. Januar 2026
Bayern-Pflichtsieg gegen Saint-Gilloise? Kompany trifft auf seinen Angstgegner

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·21. Januar 2026

Der FC Bayern steht kurz davor, das nächste Etappenziel in der Champions League zu erreichen. Mit einem Heimsieg am Mittwochabend gegen Union Saint-Gilloise können die Münchner den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale perfekt machen. Und doch schwingt vor dem Duell ein ungewöhnlicher Aspekt mit – einer, der weniger mit der aktuellen Bayern-Form als vielmehr mit der persönlichen Vergangenheit von Cheftrainer Vincent Kompany zu tun hat.
Union Saint-Gilloise ist für Kompany kein unbekannter Gegner. Während seiner Zeit als Trainer beim RSC Anderlecht kreuzte der heutige Bayern-Coach fünfmal den Weg des belgischen Topklubs – mit ernüchterndem Ergebnis. Nur ein einziges Duell konnte Kompany gewinnen, viermal ging er als Verlierer vom Platz. Eine Bilanz, die auf dem Papier durchaus das Prädikat „Angstgegner“ trägt.
Angesprochen auf diese Statistik zeigte sich der 39-Jährige jedoch demonstrativ gelassen. „Man kann nicht alles vermischen, es war eine andere Zeit. Jetzt ist es eine andere Situation“, erklärte Kompany auf der Abschluss-Pressekonferenz vor dem heutigen Spiel. Gleichzeitig ließ er durchblicken, dass seine Wertschätzung für Union Saint-Gilloise nicht neu ist. Er habe früh erkannt, „dass sie eine sehr gute Arbeit machen“ und in Belgien schnell um Titel spielen würden. Respekt ja – Nervosität nein. Für Kompany sind die damaligen Duelle kein Maßstab für das heutige Kräftemessen.

Foto: IMAGO
Sportlich gehen die Rollen klar verteilt in diese Partie. Der FC Bayern reist mit breiter Brust aus der Bundesliga an, wo zuletzt mit dem 8:1 gegen Wolfsburg und dem 5:1 in Leipzig zwei echte Statements gesetzt wurden. Die Mannschaft wirkt stabil, selbstbewusst und in der Offensive kaum zu bremsen. Ein weiterer Faktor spricht klar für die Münchner: die beeindruckende Heimserie in der Champions League. Seit 32 Spielen ist der FCB in der Gruppen- beziehungsweise Ligaphase in der Allianz Arena ungeschlagen, 30 dieser Partien wurden sogar gewonnen. Die letzte Heimniederlage datiert aus dem April 2021, als Paris Saint-Germain im Viertelfinale mit 3:2 triumphierte.
Doch Union Saint-Gilloise reist nicht ohne Argumente nach München. Die Belgier stehen zwar aktuell nur auf Platz 30 der CL-Tabelle, haben aber durchaus noch Chancen auf die Play-offs. Auffällig ist dabei ihre Auswärtsstärke. Beide Siege in dieser Champions-League-Saison holte Union in der Fremde – bei der PSV Eindhoven (3:1) und bei Galatasaray Istanbul (1:0). Ein Punktgewinn in München wäre für das Team aus Brüssel von enormer Bedeutung und würde die Tür zur nächsten Runde weit aufstoßen.
Für Vincent Kompany und den FC Bayern bedeutet das: volle Konzentration, trotz Favoritenrolle. Der Trainer weiß um die Qualitäten des Gegners und dessen Fähigkeit, sich in der Underdog-Rolle wohlzufühlen. Gleichzeitig ist die Ausgangslage für die Münchner klar. Alles andere als ein Heimsieg wäre eine Überraschung – statistisch wie sportlich.
Ob Kompany seine persönliche Negativserie gegen Union Saint-Gilloise endgültig ablegen kann, wird sich heute Abend zeigen. Die Bühne ist bereitet, das Achtelfinale zum Greifen nah. Für den FC Bayern geht es um den nächsten logischen Schritt – für seinen Trainer vielleicht auch um einen kleinen, persönlichen Haken weniger in der Statistik.









































