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·8. Juni 2026

Bayern-Star packt aus: So kurz stand Kimmich vor einem Wechsel zu PSG

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Joshua Kimmich wechselte im Sommer 2015 als junges Talent zum FC Bayern. Elf Jahre später spielt er immer noch in München. In der Zwischenzeit hat sich das vielversprechende Mittelfeldjuwel zu einem gestandenen Führungsspieler entwickelt, der über weite Strecken seiner Laufbahn zur absoluten Weltklasse gehörte.

Nicht nur die Münchner Anhänger werden sich an den zähen Verhandlungspoker zwischen Kimmich und den Verantwortlichen des Rekordmeisters zurückerinnern. Damals, im Sommer 2024, war Kimmich frustriert, weil er das Gefühl hatte, dass ihm die Wertschätzung der Bosse fehlt und ging damit an die Öffentlichkeit. Gut zwei Jahre später blickt der heute 31-Jährige auf die damalige Situation zurück – und verrät spannende Details.


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Kimmich damals "zu 95 Prozent weg"

"Ich hatte das Gefühl, dass die Bayern sehr offen sind, mich abzugeben", sagt Kimmich in der ZDF-Doku 'sportstudio produktion: Kapitän Kimmich', die am Dienstag in der Mediathek des öffentlich-rechtlichen Senders erscheint. "Das trägt nicht dazu bei, dass die Bindung zwischen Verein und Spieler größer wird. Ich habe mich mit Max Eberl unterhalten. Der hat mir das dann auch noch mal bestätigt: 'Wenn du weg möchtest, dann bist du zum Verkauf, dann ist das möglich.'"

Tatsächlich stand Kimmich kurz vor dem Abgang von den Bayern, sagte damals klipp und klar: "Stand jetzt weiß ich nicht, was passieren sollte, dass ich hier verlängern würde. Selbst wenn wir hier 30 Spiele in Folge gewinnen und das finanzielle Angebot Wahnsinn ist und der Verein voll hinter mir steht. Ich will es nicht zu 100 Prozent ausschließen, aber zu 95 Prozent sehe ich es nicht kommen, dass ich hier verlängere."

Hausbesuch und "sehr, sehr krasses" Angebot: PSG ging in die Offensive

Wie Kimmich nun in der Dokumentation enthüllt, ging damals auch ein anderer europäischer Topklub in die Offensive. "Mit Paris war ein Verein da, der sich sehr committet hat. Einer, den ich auch gar nicht so auf dem Zettel hatte. Ich habe mich schon mit dem Sportdirektor [Luis Campos] und dem Trainer von Paris [Luis Enrique] ausgetauscht. Wenn das Interesse groß ist, und ich muss sagen, die haben das wirklich gut gemacht und einem echt den Eindruck vermittelt, dass sie einen wirklich haben wollen, dann ist das schon so, dass man sich damit beschäftigt."

Wie ernst das Interesse von PSG war, zeigt die Tatsache, dass Sportdirektor Campos den Spieler bei ihm zuhause besuchte. "Das hat mich schon gecatcht. Ich sollte da ein wichtiges Puzzlestück sein als ein Spieler mit etwas mehr Erfahrung. Und das macht dann schon was mit einem."

Kimmich habe sich in der französischen Hauptstadt bereits nach Wohngegenden und Schulen und seine vier Kinder umgeschaut. Doch obwohl auch Paris dem Mittelfeldspieler ein lukratives Angebot vorlegte, zerschlug sich der Wechsel zum Klub, der in der Folge zweimal hintereinander die Champions League gewinnen sollte.

"Das Finanzielle war krass. Wirklich. Sehr, sehr krass, muss ich sagen. Ich wollte das aber nicht zum Ausschlaggebenden machen", blickt Kimmich zurück. Stattdessen entschied sich der Spieler doch für einen Verbleib bei den Bayern. Wie er später erklärte, lag es einerseits an seiner Familie, andererseits aber auch wegen des damals neu verpflichteten Coach Vincent Kompany.

Nach seiner Unterschrift bis 2029 sagt Kimmich aus heutiger Sicht: "Es war richtig, dass ich bei den Bayern verlängert habe."

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