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·4. April 2025

Bayern und die Klub-Ikonen: Läuft Müllers Abschied aus dem Ruder?

Artikelbild:Bayern und die Klub-Ikonen: Läuft Müllers Abschied aus dem Ruder?

Beim FC Bayern bahnt sich ein unruhiger Abschied von Thomas Müller an, und das sorgt für Erinnerungen an andere große Legenden des Vereins. Denn: Die Münchner blicken auf eine gemischte Historie, wenn es darum geht, prägende Spieler würdevoll zu verabschieden. Von Gänsehautmomenten über stille Abgänge bis zu handfestem Ärger war alles dabei.

Aktuell steht Müllers Zukunft mehr denn je im Fokus. Laut der BILD soll der 35-Jährige keinen neuen Vertrag mehr erhalten und das, obwohl offiziell noch keine Entscheidung verkündet wurde. Die öffentliche Debatte läuft längst heiß, und selbst Klub-Ikonen wie Sepp Maier, Bastian Schweinsteiger oder Thomas Helmer zeigen sich kritisch. Ob der Abschied der Bayern-Legende am Ende harmonisch verläuft oder mit einem Knall endet, ist offen.


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Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Die Abschiede der großen Namen beim FCB verliefen höchst unterschiedlich.

Legendär, emotional – und manchmal auch kompliziert

  • Lothar Matthäus (2000): Sein Abschiedsspiel wurde zur Show – Diego Maradona führte die Bayern als Kapitän aufs Feld. Doch hinter den Kulissen krachte es: Es kam zu einem Rechtsstreit mit dem Klub über Einnahmen aus dem Event. Kurz darauf wechselte Matthäus zu den New York MetroStars.
  • Mehmet Scholl (2007): Nach 15 Jahren beim FCB ein rundum harmonischer Abschied – inklusive großem Spiel gegen den FC Barcelona.
  • Oliver Kahn (2008): Im letzten Pflichtspiel gab’s Standing Ovations und eine Auswechslung in der 88. Minute. Sein offizielles Abschiedsspiel fand im September vor vollem Haus gegen die Nationalmannschaft statt – ein würdiger Abgang für den Titanen.
  • Bastian Schweinsteiger (2015): Sein Wechsel zu Manchester United traf viele Fans hart. Das Abschiedsspiel ließ auf sich warten – kam aber 2018 gegen Chicago Fire, inklusive emotionaler Rückkehr in die Allianz Arena.
  • Philipp Lahm (2017): Der Kapitän beendete seine Karriere überraschend, ohne großes Spektakel. Statt Show gab’s Blumen, Applaus und eine Choreo am letzten Spieltag. Ein offizielles Abschiedsspiel? Fehlanzeige.
  • Franck Ribéry & Arjen Robben (2019): Nach langem Ringen um Verträge endete die Ära „Robbery“ mit einem märchenhaften Finale – beide trafen beim 5:1 gegen Frankfurt, Bayern wurde Meister. Ein Abschiedsspiel war geplant, fiel aber der Pandemie zum Opfer. Bis heute hat es keine Neuauflage gegeben.

Müller verdient mehr als ein stilles Ende

Was all diese Fälle eint: Die Bayern-Legenden haben auf ihre ganz eigene Weise Geschichte geschrieben – sportlich wie emotional. Thomas Müller, Weltmeister, Rekordspieler, Ur-Bayer, reiht sich nahtlos in diese Reihe ein. Umso mehr wäre ein würdevoller Abschied das Mindeste.

Ob es dazu kommt, liegt nun in den Händen der Klubführung – und am Willen, einer Ikone den Abschied zu geben, den sie verdient. Denn ein weiteres Kapitel mit fadem Beigeschmack kann sich der FC Bayern kaum leisten.

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