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·9. Mai 2026
Beben am Bosporus: Sergen Yalcin wirft nach Trabzonspor-Pleite und Fan-Wut das Handtuch!

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·9. Mai 2026

Die sportliche Krise bei Besiktas hat am 33. Spieltag der Trendyol Süper Lig ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Nach einer schmerzhaften 1:2-Heimniederlage gegen Trabzonspor im Tüpras-Stadion gab Cheftrainer Sergen Yalcin seinen Entschluss bekannt, den Posten zu räumen. Die Partie war von massiven Protesten der Anhängerschaft geprägt, die bereits vor dem Anpfiff ihren Unmut über die Entwicklung der letzten Jahre zum Ausdruck brachte. Yalcin reagierte unmittelbar nach dem Abpfiff auf die Forderungen der Tribünen und stellte sein Amt zur Verfügung.
In einer emotionalen Stellungnahme direkt nach der Pleite gegen die Bordeauxrot-Blauen versteckte sich der Erfolgscoach vergangener Tage nicht hinter Ausflüchten. Besiktas laufe in dieser Saison genauso wie seit fünf Spielzeiten schlecht und es müsse jemand dafür geradestehen. Da er im Moment die sportliche Leitung innehabe, übernehme er die volle Verantwortung für die aktuelle Situation. Sergen Yalcin betonte dabei seine Verbundenheit zum Klub und erklärte unmissverständlich: „Die Fans rufen nach meinem Rücktritt. Ich bin bereit, im Interesse des Vereins zurückzutreten. Ich laufe vor nichts davon. Das ist keine Erklärung. Wenn sie sagen, wir sollen aufhören, dann hören wir auf“.
Die Atmosphäre im Tüpras-Stadion war bereits von Beginn an hochexplosiv. Die schwarz-weißen Fans setzten ein deutliches Zeichen und blieben nach dem Anpfiff für fünf Minuten vollkommen still, während sie dem Spielfeld demonstrativ den Rücken zuwandten. Dieser geplante Protest sollte die tiefe Unzufriedenheit über die Vereinsführung und die sportliche Leistung widerspiegeln. Erst nach Ablauf dieser Zeit begannen die Kurven, ihre Mannschaft zu unterstützen, doch die Stimmung kippte erneut, als Trabzonspor den Ausgleich zum 1:1 erzielte.
In diesem Moment richtete sich der Zorn der Tribünen nicht mehr nur gegen das Team, sondern vor allem gegen die Führungsebene, was in lautstarken „Vorstand, tritt zurück!“-Rufen gipfelte. Nach dem Schlusspfiff und der besiegelten 1:2-Niederlage kochten die Gemüter endgültig über. Die Fans forderten vehement personelle Konsequenzen im Vorstand sowie im Trainerstab, wobei auch die Spieler im Fokus heftiger Kritik standen. Damit endet ein Spieltag, der den Verein in seinen Grundfesten erschüttert und weitreichende Veränderungen für die kommende Saison einläutet. Erstmals seit 40 Jahren gewann Besiktas in der Liga kein einziges Duell gegen seine ewigen Rivalen Fenerbahce, Galatasaray und Trabzonspor.
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