90PLUS
·12. September 2026
Beben im Kosovo: Kapitän Amir Rrahmani tritt nach Verbands-Eklat zurück

In partnership with
Yahoo sports90PLUS
·12. September 2026

Ein Paukenschlag erschüttert den kosovarischen Fußball:
Amir Rrahmani beendet mit sofortiger Wirkung seine Nationalmannschaftskarriere.
Der 32-jährige Innenverteidiger der SSC Neapel und langjährige Spielführer der „Dardanët“ verkündete seinen Rückzug über die sozialen Netzwerke und erhob dabei schwere Vorwürfe gegen die Führungsetage des nationalen Fußballverbandes (FFK). Solange die aktuellen Funktionäre im Amt seien, werde er nicht mehr für sein Heimatland auflaufen.
Rrahmanis Schritt kommt einer sportpolitischen Abrechnung gleich. Über zehn Jahre trug der Abwehrchef das Trikot der Auswahl, sieben Spielzeiten lang führte er das Team als Leitwolf aufs Feld. Doch hinter den Kulissen brodelte es offenbar seit geraumer Zeit gewaltig. Der Napoli-Profi sprach in seiner emotionalen Erklärung von unhaltbaren Zuständen:
Sportlich trifft dieser Abgang die Kosovaren ins Mark. Rrahmani war nicht nur emotionaler Leader, sondern das zentrale Puzzlestück im Spielaufbau:
Ohne seinen Ruhepol verliert das Team die fundamentale Stabilität. Bei gegnerischen Ballgewinnen und defensiven Umschaltmomenten drohen in der Restverteidigung massive Lücken. Die Organisation gegen den Ball, das Halten der Kette sowie das gezielte Anlaufen der ersten Pressinglinie lasten nun auf deutlich unerfahreneren Schultern.
Der Rücktritt des zweifachen italienischen Meisters markiert den bitteren Tiefpunkt eines seit Monaten schwelenden Konflikts. Für Kosovo ist der Ausfall Rrahmanis ein sportliches Desaster, das taktisch kurzfristig kaum zu kompensieren ist. Zwar ließ der Verteidiger eine kleine Hintertür für eine Rückkehr offen, band diese jedoch unmissverständlich an tiefgreifende personelle Konsequenzen im Verband. Bis dahin verliert die Nationalelf ihren wichtigsten Botschafter auf der internationalen Fußballbühne.







































