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·25. Februar 2026
Becker über seine schwierige Phase: „Ich weiß, dass ich Gas geben muss“

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·25. Februar 2026

Sportlich steht der FC Schalke 04 wieder ganz oben – doch ausgerechnet ein echter Vollblut-Schalker sieht sich zuletzt kritischen Stimmen ausgesetzt. Timo Becker, derzeit als Rechtsverteidiger im Einsatz, kämpft nach längerer Verletzungspause um Konstanz und räumt selbst ein, dass er noch nicht wieder bei 100 Prozent ist.
Zwar grüßen die Königsblauen elf Spieltage vor Saisonende von der Tabellenspitze der 2. Bundesliga, defensiv jedoch offenbarte das Team zuletzt ungewohnte Schwächen. Beim spektakulären 5:3-Heimsieg gegen den 1. FC Magdeburg kassierte Schalke erstmals in dieser Saison drei Gegentore. Insgesamt zehn Treffer schluckte die Defensive in den vergangenen fünf Spielen – genauso viele wie in den 18 Partien zuvor.
„Wir müssen galliger werden. Aber ich weiß nicht, ob das eine Schwachstelle ist“, sagte Becker der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Foto: IMAGO
Der 28-Jährige wurde zuletzt mehrfach selbst zum Unsicherheitsfaktor, wirkte im Stellungsspiel und in den Zweikämpfen nicht immer sattelfest. Becker, eigentlich gelernter Innenverteidiger, hilft derzeit auf der rechten Abwehrseite aus – und das nach einer dreimonatigen Kniepause.
„Ich weiß genau, dass ich Gas geben muss, um zu alter Stärke zurückzufinden. Ich werde immer fitter“, betonte der gebürtige Hertener selbstkritisch. Von öffentlicher Kritik wolle er sich jedoch nicht beeinflussen lassen. „Ich lasse mich nicht davon leiten, wenn Fans oder Medien sagen, dass ich persönlich nicht gut genug bin.“
Die offensive Ausrichtung unter Trainer Miron Muslic spiele ebenfalls eine Rolle. „Wir sollen nach vorn verteidigen und ziehen das knallhart durch. Dadurch sieht es oft so aus, dass vielleicht meine Seite offen ist“, erklärte Becker.
Ein weiterer Aspekt: die Umstellung im Winter von der Dreier- auf eine Viererkette. „Eingewöhnung braucht Zeit“, so Becker gegenüber der WAZ. Grundsätzlich sehe er jedoch keinen fundamentalen Unterschied: „Ich sehe nicht so viele Fehler, die wir mit Dreierkette nicht auch gemacht hätten.“
In der Hinrunde profitierte Schalke zudem häufig von starken Paraden von Keeper Loris Karius. „Er hat einige Dinger pariert, wenn Spieler im Eins-gegen-eins auf ihn zugelaufen sind“, erinnerte Becker.
Trotz aller Diskussionen bleibt das große Ziel klar: der Aufstieg. „Natürlich geben wir alles dafür, dass nach den elf Spieltagen etwas da ist, was wir in der Hand haben“, sagte Becker.
Am Samstag wartet das Duell Letzter gegen Erster bei der SpVgg Greuther Fürth. Für Becker steht fest: „Für uns gibt es nur noch 110-Prozent-Spiele.“









































