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·27. April 2026
"Bedingungen nicht gegeben": Haching verzichtet auf die 3. Liga

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Es hatte sich bereits angedeutet, nun ist es auch offiziell: Die SpVgg Unterhaching verzichtet auf die 3. Liga. Das gaben die Münchner Vorstädter am Dienstagnachmittag mit Verweis auf die "wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" bekannt. Damit sind die Würzburger Kickers für die Aufstiegsspiele qualifiziert.
In der neunten Minute der Nachspielzeit setzte sich die SpVgg Unterhaching am Freitagabend mit 3:2 bei der SpVgg Bayreuth durch – und wahrte damit den hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt auf die Würzburger Kickers, die derzeit den dritten Tabellenplatz belegen. Und weil Nürnberg II als Tabellenführer keine Zulassung für 3. Liga beantragt hatte, liegen die Münchner Vorstädter damit in der Pole Position um die Qualifikation für die Aufstiegsspiele. Doch daran teilnehmen wird Unterhaching nicht und verzichtet damit auf die Chance, in die 3. Liga aufzusteigen.
"Wir müssen realistisch sein und feststellen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Wiederaufstieg nicht gegeben sind", erklärt Präsident Manfred Schwabl in einer Pressemitteilung. Neben einer Millionen-Bürgschaft, die im Aufstiegsfall beim DFB hinterlegt werden müsste, fehlen den Hachingern offenbar die Mittel, um eine konkurrenzfähige Mannschaft an den Start bringen zu können. Daher will sich der Klub auf die Förderung des eigenen Nachwuchses fokussieren und diesen weiterentwickeln – in der Regionalliga.
"Diese Entscheidung war auch aus Sicht des Aufsichtsrates unumgänglich, denn die wirtschaftliche Stabilität ist die Grundvoraussetzung für eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft", heißt es in der Klub-Mitteilung. Schwabl weiß: "Für die Mannschaft, das Trainerteam und unsere Fans ist das nach der starken Leistung in dieser Saison natürlich eine Enttäuschung." Dennoch soll die Perspektive auf einen Aufstieg in Liga 3 in den nächsten Jahren nicht aus den Augen verloren werden, wie der Klubboss ankündigt. "Es ist aber selbstverständlich das erklärte Ziel aller, mittelfristig wieder die 3. Liga anpeilen zu können."
Überraschend kommt die Entscheidung des früheren Erst- und Zweitligisten nicht, vielmehr hatte sie sich in den letzten Wochen angedeutet. Bereits Anfang März hatte Schwabl betont, dass die Einreichung der Lizenzunterlagen nur der formalen Absicherung diene. Nur, wenn keine Einsparungen im Nachwuchsleistungszentrum nötig sind, soll die Rückkehr in den Profifußball realisiert werden. Doch das lässt sich offenbar derzeit nicht umsetzen.
Durch den Verzicht der Hachinger sind die Würzburger Kickers nun für die Aufstiegsspiele gegen den Nordost-Meister qualifiziert, da sonst nur noch Wacker Burghausen (8.) und der FC Bayern München II (9.) die Drittliga-Zulassung beantragt haben. Das Duo liegt aber bereits 22 beziehungsweise 23 Punkte hinter dem FWK. Weil Würzburg noch im Landespokal vertreten ist und dort am 23. Mai auf 1860 München trifft, werden die Aufstiegsspiele – momentan wäre Lok Leipzig der Gegner – am 27. und 31. Mai ausgetragen werden, wobei Würzburg zunächst auswärts antreten würde.
Abschenken will Haching die Saison aber nicht, schließlich geht es noch um die Meisterschaft und die Qualifikation für den DFB-Pokal. Dafür müssten sich die Münchner Vorstädter im Duell mit den Kickers durchsetzen. Eine Entscheidung könnte im direkten Duell am 9. Mai fallen. Sollte Würzburg die Saison vor der Spielvereinigung abschließen, wären die Unterfranken für den DFB-Pokal qualifiziert – und damit auch Landespokal-Finalgegner 1860 München.
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