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·22. Juni 2026

Beeindruckende Kaltschnäuzigkeit, Bedenken beim Preis – Warum sich ein Blick auf Mateusz Zukowski lohnt

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Beeindruckende Kaltschnäuzigkeit, Bedenken beim Preis – Warum sich ein Blick auf Mateusz Zukowski lohnt

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Simon Bartsch

22 Juni, 2026

17 Tore in nur 22 Spielen, eine xGoals-Bilanz wie kaum ein anderer Stürmer der 2. Liga – und trotzdem gibt es dicke Fragezeichen hinter dem Profil von Mateusz Zukowski: Lohnt sich ein Transfer des Stürmers für den 1. FC Köln?

Die Werte sind mehr als beeindruckend, doch die Fragezeichen groß. Der FC soll sich für Mareusz Zukowski interessieren. Die Bilanz ist eine der besten der 2. Liga. Doch Fragezeichen stehen nicht nur hinter dem Marktwert von sechs Millionen Euro.

Mateusz Zukowski blüht bei Magdeburg auf (Foto: Ronny Hartmann/GettyImages)

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Gewisse Parallelen lassen sich bei Jakub Kaminski und Mateusz Zukowski nicht von der Hand weisen. Und damit sind weder das Alter (beide 24) noch der gleiche Berater gemeint. In der Saison 2024/25 sammelte Zukowski Positionen wie die Menschheit gerade Panini-Bilder. Polyvalent ist der Fachausdruck, der auch bei der Positions-Variabilität bei Kaminski immer wieder herhalten muss. Nur gibt es einen kleinen und feinen Unterschied. Der Angreifer hatte damals bei Slask Wroclaw seine Schwierigkeiten, sich als Stürmer durchzusetzen. Und so wurde der polnische Nationalspieler ein wenig herumgereicht. Zukowski spielte meist rechter Verteidiger, aber auf beiden Schienen in der Offensive, mal als Stürmer, mal im Mittelfeld. Immerhin bedeuteten die Einsätze, dass der heute 24-Jährige auf den Positionen meist erste Wahl war – wenn auch nicht auf seiner etatmäßigen. Das änderte sich in der vergangenen Spielzeit, als der Pole das Vertrauen des Trainers spürte, sich entfalten konnte – womit eine weitere Parallele zu Kaminski gefunden wäre.

17 Tore in 22 Spielen

Die Bilanz des vergangenen Jahres beim 1. FC Magdeburg ist wirklich beeindruckend. 17 Tore erzielte der Angreifer, genauso viele wie Isac Lidberg, der kommende Saison bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag steht. Einzig Noel Futkeu war zwei Mal mehr erfolgreich. Doch das Bild entspricht nicht der ganzen Wahrheit. Zukowski wurde zu Beginn der Spielzeit noch am Fuß operiert, fiel Monate lang aus und kam so auf gerade einmal 22 Spiele. Mit einem Torschnitt von 0,72 pro 90 Minuten steht der Pole sogar deutlich besser da, als die beiden Kontrahenten (Futkeu 0,57 und Lidberg 0,51). Und: Die Bilanz wird noch einmal beeindruckender, wenn man den xGoals-Wert betrachtet. Dann hat der Pole nämlich vier Treffer mehr erzielt, als es die Qualität der Chancen erwarten ließ. Das ist kein Ausreißer einer einzelnen Glanzleistung, sondern über eine ganze Saison hinweg stabil: Auch beim reinen xG-Wert und bei den Nicht-Elfmeter-Toren (14) gehört der Stürmer zur absoluten Spitzengruppe der Liga. Mit 3,21 Schüssen in 90 Minuten ist Zukowski besonders abschlussfreudig.

Dicke Fragezeichen hinter dem Profil

Tatsächlich bringt der Pole ziemlich viel mit, was der FC in der Spitze gebrauchen kann. Ein Torjäger, der besonders kaltschnäuzig ist, nicht viele Chancen braucht. Nicht umsonst war auch schon Eintracht Frankfurt interessiert. Ein Eins-zu-Einsatz für Ache als Backup ist der Pole aber nicht. Zumindest ist Zukowski kein Stürmer, der mit langen, hohen Bällen gefüttert wird. Kopfballduelle gehören nicht zur Kernkompetenz des Angreifers. Nur 32 Prozent der Luftduelle entschied der Offensivspieler für sich, gehört damit zu den schlechteren Angreifern der 2. Bundesliga. Das fällt auch bei den Toren des 24-Jährigen auf. Nicht einen Saisontreffer erzielte Zukowski mit dem Kopf, oft waren es flache Direktabnahmen ins lange Eck. Und auch in Sachen Geschwindigkeit ist der Stürmer alles andere als Spitze. Die größte Unbekannte lässt sich mit Daten aber nicht beantworten. Es ist der mögliche Sprung in die Bundesliga. Kann Zukowski auch im deutschen Oberhaus mithalten?

Und genau diese Frage werden sich die FC-Verantwortlichen stellen. Mit 24 Jahren ist das Entwicklungspotenzial vielleicht nicht mehr so groß, wie nötig. Insofern werden die Kölner wohl auch über den Marktwert von sechs Millionen Euro und einer möglichen Ablöse in dieser Größenordnung stolpern. Die Unbekannte Bundesliga und das nicht wirklich zu einhundert Prozent passende Profil könnten bei diesem Preis am Ende den Ausschlag geben.


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