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·2. Juni 2026
Bei 1860-Zwangsabstieg: Bleibt Aue statt Havelse in der 3. Liga?

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·2. Juni 2026

Die Uhr tickt: Bis Mittwoch um 17 Uhr muss der TSV 1860 München dem DFB gegenüber nachweisen, eine Finanzlücke von 2,7 Millionen Euro geschlossen zu haben. Andernfalls erhalten die Löwen keine Zulassung für die kommende Saison und müssen wie bereits 2017 in die Regionalliga zwangsabsteigen. Profitieren würde dann aber womöglich nicht der TSV Havelse, sondern Erzgebirge Aue.
Eigentlich ist der Fall in Paragraph 55a Ziffer 3 der DFB-Spielordnung klar geregelt: Erhält ein Klub keine Zulassung, vermindert sich die Anzahl der aus sportlichen Gründen abgestiegenen Klubs. Heißt: Der erste Absteiger verbleibt in der 3. Liga. Das wäre der TSV Havelse. Weil die Niedersachsen aber zum einen kein drittligataugliches Stadion mehr besitzen – das Eilenriedestadion in Hannover wurde nach dem Abstieg zurückgebaut – und zum anderen die hohen finanziellen Kosten der 3. Liga scheuen, wird darüber spekuliert, dass der TSV bei einem Zwangsabstieg der Löwen freiwillig auf den Klassenerhalt am Grünen Tisch verzichten könnte.
Entsprechende Gerüchte, über die auch "Tag24" und der "Merkur" berichten, sind seit Dienstagvormittag im Umlauf, äußern wollte sich niemand. Sportchef Florian Riedel betonte zuletzt aber, dass es "unseriös" wäre, "die eigenen Planungen auf Grundlage von Spekulationen oder nicht abgeschlossenen Verfahren auszurichten. Sollte sich nach Abschluss der Lizenzierungsverfahren eine veränderte Ausgangslage ergeben, werden sich die zuständigen Gremien zu gegebener Zeit dazu äußern".
Sollte Havelse tatsächlich verzichten, würde der FC Erzgebirge Aue als zweiter Absteiger in der 3. Liga verbleiben – sofern die Sachsen ihrerseits die Zulassung erhalten. Das sollte jedoch nur eine Formsache sein. Die Sachsen würden den Klassenerhalt am Grünen Tisch sicherlich mit Kusshand nehmen, würde er doch den erstmaligen Abstieg in die Regionalliga noch abwenden. Zwar müsste in der Kaderplanung nochmal umgedacht werden, zumal die durch den Abstieg ungültigen Verträge allesamt wieder wirksam wären. Doch dafür dürfte sich sicherlich eine Lösung finden, zumal die neue Saison erst in zwei Monaten beginnt.
Wie wahrscheinlich das Szenario eines Zwangsabstiegs der Löwen ist, lässt sich nicht einschätzen. Nachdem Investor Hasan Ismaik die Hoffnungen auf einen Verbleib zuletzt gedämpft hatte, machte er den Fans am Dienstag nun Hoffnung, dass es in der 3. Liga weitergeht. Doch Bekanntlich knüpft der Jordanier, nachdem er den Darlehensvertrag einseitig gekündigt hatte, eine weitere finanzielle Unterstützung an konkrete Bedingungen, wobei er mit einer Forderung schon wieder zurückgerudert ist. Klar ist: Sollte Ismaik nicht zahlen, würden seine Anteile, die er schon seit längerer Zeit verkaufen will, an Wert verlieren. Sollte es gar zur Insolvenz kommen, wären diese endgültig wertlos. Es werden spannende Stunden rund um die Grünwalder Straße, die auch anderorts aufmerksam verfolgt werden.







































