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·20. Juli 2026
Beinahe-Transfer: Wie Leandro Paredes fast zu Schalke wechselte

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Paredes hätte 2016 fast bei Schalke unterschrieben. Stattdessen wurde er Weltmeister und geriet zuletzt bei der WM negativ in den Fokus.
Der Name Leandro Paredes dürfte viele Fußballfans vor allem durch seinen Ausraster im WM-Finale gegen Spanien ein Begriff sein. Nach der 0:1-Niederlage nach Verlängerung verlor der argentinische Mittelfeldspieler vollständig die Kontrolle, geriet mit Eric García und Gavi aneinander und sah schließlich nach Abpfiff die Rote Karte. Thomas Müller sagte bei MagentaTV: „Die Aktion ist nicht okay“, Gary Neville sprach bei ITV von einer „Schande“. Pedri soll laut Argentiniens Verteidiger Lisandro Martínez mit einer Provokation den Funken gezündet haben, doch Paredes‘ Reaktion überschritt jede Grenze.
Was viele nicht wissen: Argentiniens Leandro Paredes hätte 2016 beinahe das Schalke-Trikot getragen. Laut dem italienischen Portal gazzamercato.it und Transfermarkt.de gab der FC Schalke 04 im Juli 2016 ein konkretes Angebot für den damals 22-jährigen Argentinier ab. Paredes stand zu diesem Zeitpunkt noch bis 2019 bei der AS Rom unter Vertrag, spielte aber auf Leihbasis beim FC Empoli, wo er damals in 33 Pflichtspielen zwei Tore und eine Vorlage beisteuerte.
Der damalige Schalke-Manager Christian Heidel hatte klare Vorstellungen für das defensive Mittelfeld. „Wir wollen den Konkurrenzdruck auf Schalke unbedingt“, wurde er damals vom kicker zitiert. Paredes sollte Druck auf Johannes Geis und den jungen Leon Goretzka ausüben und das System von Trainer Markus Weinzierl bereichern. Zur neuen Saison hatte Schalke bereits Breel Embolo für 26,5 Millionen Euro vom FC Basel verpflichtet und Naldo ablösefrei vom VfL Wolfsburg geholt.
Der Paredes-Transfer kam letztlich jedoch nicht zustande. Schalke hatte zwar ein Angebot abgegeben, doch der Argentinier wollte sich mit seiner Entscheidung Zeit lassen. Parallel zeigten weitere Klubs Interesse, ehe sich die AS Rom entschied, den Mittelfeldspieler doch nicht abzugeben. Paredes blieb in Italien, wechselte später zu Zenit St. Petersburg, Paris Saint-Germain und Juventus Turin. Schlussendlich verpflichtete Schalke zwei andere zentrale Mittelfeldspieler. Benjamin Stambouli kam für 8 Millionen Euro von Paris Saint-Germain und Nabil Bentaleb per Leihe von Tottenham.

Foto: IMAGO
Mit der argentinischen Nationalmannschaft gewann Paredes anschließend die Copa América 2021 und 2024 sowie den WM-Titel 2022 in Katar. Ob seine Karriere einen anderen Verlauf genommen hätte, wenn er damals statt Stambouli nach Gelsenkirchen gewechselt wäre, bleibt reine Spekulation.
Fest steht jedoch: Schalke war einem späteren Weltmeister und zweifachen Copa-América-Sieger 2016 deutlich näher, als viele Fans gedacht hätten. Angesichts seiner Unsportlichkeiten bei der WM dürften die Schalker dem geplatzten Transfer allerdings wenige Tränen nachweinen.







































