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·5. Februar 2026
Bericht: Daniel Thioune mit brisanter Vertragsklausel beim SVW

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·5. Februar 2026

Daniel Thioune ist neuer Trainer von Werder Bremen, doch sein Engagement könnte dennoch nur von kurzer Dauer sein. Wie die Bild berichtet, läuft sein Vertrag an der Weser lediglich bis zum Sommer und enthält eine brisante Klausel.
Thiounes Zukunft hängt wohl direkt am Klassenverbleib: Gelingt der Klassenerhalt, verlängert sich sein Arbeitspapier automatisch. Ansonsten wäre er im Sommer schon wieder weg! Dieses Modell eröffnet zwar Chancen, setzt den neuen Coach jedoch gleichzeitig unter Druck.
Der Entscheidungsprozess von Daniel Thioune verlief in bemerkenswert hohem Tempo. Bereits am Dienstagabend erzielten Werder Bremen und der Trainer eine Einigung, am Mittwochmorgen sickerte die Nachricht durch und kurz darauf setzte der 51-Jährige seine Unterschrift unter den Vertrag. "Wenn die Raute anruft, Clemens Fritz am Apparat ist und ich die Chance habe, eine sehr gute Mannschaft übernehmen zu dürfen, dann ist es ein No-Brainer", erklärte Thioune bei seiner Vorstellung.
Für den 51-Jährigen ist es die bislang größte Chance seiner Trainer-Laufbahn: Nach seinen Stationen beim VfL Osnabrück, beim Hamburger SV und zuletzt bei Fortuna Düsseldorf übernimmt er erstmals dauerhaft Verantwortung in der Bundesliga.

Thioune verpasste sowohl mit Fortuna Düsseldorf als auch mit dem Hamburger SV nur knapp den Aufstieg. / picture alliance/GettyImages
Unterstützt wird Thioune dabei von Assistent Jan Hoepner sowie den bisherigen Co-Trainern Raphael Duarte und Christian Groß. Besonders die Zusammenarbeit mit Groß ist für ihn wertvoll. "Grosso war mein Kapitän in Osnabrück. Es wäre fahrlässig, wenn man sich diese Unterstützung nicht holt", betonte Thioune.
Die heikle Vertragsklausel ist für Thioune ein abgewogenes Risiko. In Düsseldorf besaß er einen Vertrag bis 2028, verbunden mit rund 1,5 Millionen Euro an ausstehendem Gehalt. Sollte Werder absteigen, erhält er laut Bericht immerhin eine sechsstellige Abfindung von Fortuna Düsseldorf.
Zum Vergleich: Sein Vorgänger Horst Steffen hat in Bremen einen Dreijahresvertrag ohne Ausstiegsklausel und würde den Klub bis 2028 mehr als zwei Millionen Euro kosten, falls er bis dahin keinen neuen Arbeitgeber findet.
Für Thioune ist der Auftrag damit klar formuliert: retten oder gehen. Es ist ein mutiges Modell, das zugleich zeigt, wie entschlossen Werder den Abstiegskampf angeht.
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