90min
·30. Mai 2026
Bericht: Ex-Erfolgscoach unmittelbar vor Rückkehr zu Eintracht Frankfurt

In partnership with
Yahoo sports90min
·30. Mai 2026

Der 56-jährige Österreicher soll bei den Hessen die Nachfolge des entlassenen Albert Riera antreten. Die Zuversicht am Riederwald ist groß. Laut Recherchen des kicker befinden sich Eintracht Frankfurt und Adi Hütter auf der absoluten Zielgeraden der Verhandlungen.
Ein Scheitern gilt als unwahrscheinlich, sodass der 56-Jährige bereits Anfang der kommenden Woche an seiner alten Wirkungsstätte vorgestellt werden könnte. Hütter, der die Eintracht bereits von 2018 bis 2021 überaus erfolgreich trainierte und 2019 bis ins Halbfinale der Europa League führte, deckt sich perfekt mit dem Anforderungsprofil von Sportvorstand Markus Krösche.
Dieser fordert für die kommende Spielzeit eine zielstrebigere Mischung aus Ballbesitz- und Umschaltfußball. Genau für diese Intensität steht Hütter, der sich bei seiner letzten Station, der AS Monaco, taktisch noch einmal weiterentwickelt hat und dort vermehrt Wert auf eine stabile Restverteidigung legte.
Die drängendste Aufgabe für den neuen Chefcoach liegt dabei klar auf der Hand: Frankfurt muss seine Torgefahr bei schnellen Gegenstößen zwingend wiederfinden. Während die Eintracht in der Saison 2024/25 noch das gefährlichste Konterteam der Liga war und 13 Treffer nach Umschaltmomenten erzielte, stürzte dieser Wert in der abgelaufenen Spielzeit dramatisch ab.
Lediglich drei Kontertore gelangen den Hessen in der gesamten Saison 2025/26 – ein historischer Tiefstwert, der zuletzt in der Spielzeit 2016/17 unterboten wurde. Vor allem unter Ex-Coach Riera lahmte das Offensivspiel merklich. Der Torschnitt sank von ohnehin durchwachsenen 2,1 Treffern pro Spiel unter Vorgänger Dino Toppmöller auf enttäuschende 1,5 unter Riera, was auch an einer zu zaghaften Spielweise mit übermäßig vielen Quer- und Rückpässen lag.
An der fehlenden Geschwindigkeit im Kader lag diese Flaute in der abgelaufenen Saison jedenfalls nicht. Die Eintracht verfügt in der Angriffsreihe über eine enorme Grundschnelligkeit.
Spieler wie Jean-Matteo Bahoya mit einer gemessenen Spitzengeschwindigkeit von 36 km/h, Ansgar Knauff, Elye Wahi, Ayoube Amaimouni-Echghouyab, Jonathan Burkardt und Arnaud Kalimuendo knacken in der Spitze allesamt die Marke von 34 km/h und laufen damit nahezu jedem Innenverteidiger der Liga mühelos davon.
Markus Krösche bemängelte zuletzt völlig zurecht, dass die Mannschaft aus ihren Ballbesitzphasen viel zu wenig Ertrag schöpfte, zu langsam agierte und die wenigen Umschaltmomente inkonsequent ausspielte. Adi Hütter weiß hingegen genau, wie man diese hochkarätigen PS auf die Straße bringt. In seinen ersten drei Jahren in Frankfurt ließ er im Schnitt 9,3 Kontertore pro Saison bejubeln – allen voran in seiner ersten Saison, als die legendäre „Büffelherde“ um Sébastien Haller, Luka Jović und Ante Rebić die Bundesliga mit zwölf Kontertreffern überrollte.
Weitere Eintracht-News lesen:







































