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·19. September 2026
Bericht: Kracher in der 2. Liga - Wagner übernimmt Hannover 96

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·19. September 2026

Der Fehlstart von Hannover 96 hat personelle Konsequenzen gezogen. Nach der bitteren 1:2-Niederlage beim 1. FC Nürnberg und nur vier Punkten aus den ersten fünf Zweitliga-Spielen hatte 96-Boss Jonas Boldt am vergangenen Montag die Reißleine gezogen und Trainer Christian Titz entlassen. Nun steht sein prominenter Nachfolger fest: Nach einem Bericht der Bild-Zeitung wird Sandro Wagner neuer Cheftrainer am Maschsee. Der ehemalige Bundesliga-Stürmer, der unter anderem für den FC Bayern, Werder Bremen und die TSG 1899 Hoffenheim auf Torejagd ging, war nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn zügig ins Trainergeschäft gewechselt. Nach einem erfolgreichen Aufstieg mit der SpVgg Unterhaching fungierte er als Co-Trainer unter Julian Nagelsmann bei der A-Nationalmannschaft, ehe er in der vergangenen Saison erstmals den Posten als Bundesliga-Cheftrainer beim FC Augsburg übernahm. Dort wurde er nach einem schwierigen Saisonstart jedoch im Dezember 2025 entlassen und war seither vereinslos. Nun erhält der 38-Jährige in Hannover nach neunmonatiger Pause seine zweite Chance im deutschen Profifußball. Laut Sky unterschreibt Wagner einen langfristigen Vertrag bis 2028.
Trotz der schnellen Einigung wird der meinungsstarke Ex-Stürmer am morgigen Sonntag (13.30 Uhr) im Heimspiel gegen den VfL Bochum noch nicht auf der Bank Platz nehmen. Die Hannover-Bosse halten an ihrem ursprünglichen Plan fest: Interimstrainer und U23-Coach Lars Barlemann wird das Team gemeinsam mit Ex-Profi Christian Schulz verantworten. Wagner wird sein Amt offiziell erst am Montag antreten. Der Zeitpunkt ist clever gewählt: Durch die anstehende XXL-Länderspielpause hat der 38-Jährige ausreichend Zeit, um der verunsicherten Mannschaft um Kapitän Stefan Teitur Thordarson seine Spielidee zu vermitteln und neues Selbstvertrauen einzuimpfen. Dass der extrovertierte Trainer die Kabine in den Griff bekommen wird, bezweifelt kaum jemand. Die Mission für Wagner in Hannover ist dabei glasklar definiert: Er soll die strauchelnden Niedersachsen stabilisieren und den Traditionsklub spätestens in der nächsten Saison zurück in die Bundesliga führen.
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