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·27. Januar 2026
Besiktas: Serdal Adali nennt Transfer-Termin – Sergen Yalcin erklärt Plan und Probleme

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·27. Januar 2026

In der 19. Spielwoche der Trendyol Süper Lig kam Besiktas auswärts bei Ikas Eyupspor nicht über ein 2:2 hinaus. Direkt nach dem Abpfiff äußerte sich Serdal Adali bei beIN SPORTS und sprach über den Transferkurs, den der Klub in den kommenden Tagen einschlagen will.
Auch Sergen Yalcin nahm nach dem Spiel Stellung. Der Trainer ordnete das Ergebnis als unerwartet ein, sprach von Problemen im Spielaufbau, mangelnder Konzentration und den Konsequenzen für die nächsten Schritte – sportlich wie wirtschaftlich.
Serdal Adali stellte klar, dass Besiktas keine Panik-Transfers tätigen werde. „Wir werden keine Paniktransfers durchführen. Deshalb bleiben die Transfers vorerst bestehen“, sagte er. Gleichzeitig nannte der Präsident einen konkreten Zeitrahmen für Abschlüsse und betonte, dass schnelle Lösungen zwar möglich wären, aber nicht automatisch die richtigen.
„Ansonsten können wir heute Abend fünf Personen holen, die sich sehr wohl fühlen, aber wir machen es falsch. Niemand würde anfangs etwas sagen“, erklärte Adali und ergänzte: „Wir werden diese Transfers bis zum 5. des Monats abschließen.“ Damit setzte er eine klare Erwartung an die nächsten Tage, ohne den Ansatz einer kontrollierten Kaderplanung aufzugeben.
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Sergen Yalcin betonte, dass sein Team mit einem Sieg gerechnet habe, jedoch früh in Schwierigkeiten geriet. „Ein Ergebnis, mit dem wir nicht gerechnet hatten, wir hatten mit einem Sieg gerechnet“, sagte der Trainer und verwies besonders auf ein Problem, das die Mannschaft im Aufbau massiv beeinflusst habe: „Insbesondere hatten wir ein Konstruktionsproblem, das unsere Spieler in ernsthafte Schwierigkeiten brachte.“
Er erklärte, dass sein Team nach einem Rückstand zwar reagiert habe, letztlich jedoch nicht den entscheidenden Punch setzte. „Wir hätten das Spiel gewinnen können, aber ich habe vor dem Spiel gesagt, dass die Spiele auf dem Spielfeld gewonnen werden“, so Yalcin. Das Fazit blieb nüchtern: „Wir haben versucht, es zu drehen, aber am Ende haben wir nicht gewonnen. Solche Spiele können jedem passieren.“
Yalcin kritisierte, dass Besiktas dem Gegner zu viele Möglichkeiten erlaubt habe. „Wir gaben dem Gegner die Möglichkeit, viele Angriffe durchzuführen“, sagte er. Die Konsequenz sei spürbar gewesen: „Heute hat uns die mangelnde Konzentration unserer Spieler bestraft.“
Trotzdem sprach er nicht von einer Krise, sondern von einem Warnsignal. „Wir werden aus diesem Spiel viele Lehren ziehen“, erklärte der Coach und ordnete Leistungsschwankungen als Teil des Fußballs ein: „Solche Dinge passieren im Fußball, manchmal können die Leistungen sehr gering sein.“ Marktpreise und Umbruch: „Zwanzig Millionen Euro, dreißig Millionen Euro“
Auf der Pressekonferenz machte Sergen Yalcin deutlich, wie schwierig das Winterfenster sei. Er verwies im Zusammenhang mit Abgängen auf eine Dimension, die den Klub wirtschaftlich geprägt habe: Der Abgang von Tammy Abraham und Rafa Silva habe „fast einen Vorteil von 60 Millionen Euro“ gebracht. Gleichzeitig warnte er davor, die entstehenden Lücken überstürzt zu schließen.
„Wir können nicht zu schnell vorgehen, um Platz zu füllen. Die Übertragung zwischen den Perioden ist nicht einfach“, sagte Yalcin und beschrieb den Markt als teuer: „Zu wem auch immer wir gehen, wird zwanzig Millionen Euro verlangt, dreißig Millionen Euro.“ Im Sommer, so seine Einschätzung, wäre die Lage anders, doch aktuell müsse der Klub mit Augenmaß handeln.
Yalcin bestätigte, dass Besiktas bereits an mehreren Profilen arbeite. „Wir haben Transferpläne. Wir treffen uns mit den Spielern“, sagte er. Dabei gebe es Fälle, in denen der Deal nahezu abgeschlossen wirke, dann aber im letzten Moment kippe: „Es gab Spieler, bei denen wir am Ende waren, aber fünfundneunzig Prozent sind fünf Prozent, manchmal bekommt man nichts.“
Gesucht werden laut Yalcin vor allem Verstärkungen auf mehreren Schlüsselpositionen. Er nannte Innenverteidiger, Linksverteidiger, zentralen Mittelfeldspieler, Stürmer und Außenbahnspieler. „Wir möchten Spieler gewinnen, die zum oberen Team beitragen“, sagte er und gab als Zielgröße aus, die fehlenden Bereiche „mit drei bis vier Spielern“ zu füllen – unter der Prämisse, dass die wirtschaftliche Seite mitgedacht werden müsse.









































