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·2. September 2026
„Betriebsausflug“ in Amerika: Bayerns Hoeneß kritisiert DFB-Team

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·2. September 2026

Uli Hoeneß hat seine Kritik am Auftreten der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft erneuert. Der Ehrenpräsident des FC Bayern bemängelte die Bedingungen während des Turniers und forderte mehr Einsatz. Von Bundestrainer Jürgen Klopp erwartet er strengere Vorgaben.
Bei der WM im Sommer war für die deutsche Auswahl bereits im Sechzehntelfinale gegen Paraguay Endstation. Kurz nach dem Turnier trennte sich der Verband von Julian Nagelsmann. Die Aufarbeitung verlief scharf, mehrere Fachleute störten sich an den Vorrechten, die den Angehörigen der Spieler eingeräumt wurden.
Der Grundtenor lautete, dass die sonst bei Turnieren übliche Konzentration gefehlt habe. Hoeneß hatte sich schon nach dem Ausscheiden kritisch geäußert. Nun schob er weitere Aussagen nach.
Der Anlass war die Verleihung des SportBILD-Awards in Hamburg, bei der Hoeneß selbst für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Auf das Turnier angesprochen, sagte er: „Also, dass die deutsche Mannschaft da in Amerika einen Betriebsausflug gemacht hat, das wissen wir ja alle. Und das darf nicht mehr sein. Die müssen bereit sein, sich den Arsch aufzureißen“.

Foto: IMAGO
Auch die Begleitung durch Angehörige griff der 74-Jährige auf. „Es kann nicht sein, dass da ein Familienausflug stattfindet mit Frau und Kindern. Ich glaube nicht, dass das bei Jürgen Klopp möglich ist. Und deshalb glaube ich, dass Jürgen wieder Disziplin reinbringt.“
Eine erste Standortbestimmung steht dem neuen Bundestrainer im September bevor. In der Nations League trifft die deutsche Mannschaft dann unter anderem auf die Niederlande.
Über das Turnier hinaus sorgt sich Hoeneß um die Ausbildung im deutschen Fußball. Er wünscht sich dort Veränderungen und sprach von einer notwendigen Revolution im Nachwuchsbereich.
Seine eigene Jugend zog er dabei als Vergleich heran: „Ich habe früher nach der Schule gekickt auf der Straße, bis meine Mutter uns bei Dunkelheit vom Platz geholt hat. Das gibt es doch heute gar nicht mehr. Und wir leben in einem Land, wo es den meisten sehr gut geht. Darin sehe ich die größte Gefahr auch für unseren Fußball“.
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