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·7. Januar 2026
Bewegung bei Besiktas: Luis Henrique im Fokus – dazu Paulista-Abgang & Uduokhai-Entscheidung

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·7. Januar 2026

Besiktas will die zweite Saisonhälfte der Trendyol Süper Lig mit einer breiteren Rotation und klarer Rollenverteilung angehen. In der Vorbereitung in Antalya laufen die Planungen parallel auf mehreren Ebenen: Ein Flügelspieler soll kommen, im Kader wird an Stellschrauben gedreht, und in der Defensive entstehen durch Personalbewegungen neue Prioritäten. Besiktas arbeitet am Winter-Transfer von Luis Henrique, hat den Prozess intern abgestimmt und muss gleichzeitig nach dem Abgang von Gabriel Paulista die Innenverteidigung neu sortieren.
Besiktas beschäftigt sich mit Luis Henrique, der bei Inter unter Vertrag steht, um die Flügelrotation zu verstärken. Nach Informationen von Sabah signalisierte der 24-Jährige Offenheit für den Schritt, weil er regelmäßig spielen will. In diesem Zusammenhang wird auch beschrieben, dass Inter ihm zuletzt aufgrund der Verletzung von Denzel Dumfries Einsätze gab und damit seine Rolle im Kader zeitweise größer wurde.
Im Klub wird der Vorstoß als gezielte Marktchance bewertet. In der Vorlage wird betont, dass Sergen Yalcin den Transfer grundsätzlich genehmigte und der Brasilianer als Opportunitätstransfer gesehen wird. Besiktas will damit nicht nur Tiefe schaffen, sondern die Qualität der Optionen auf den Außenbahnen anheben, ohne den Kader mit Übergangslösungen zu füllen.
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Luis Henrique begann laut Vorlage in der Infrastruktur von Tres Passos AC, spielte anschließend für Botafogo Rio de Janeiro und wechselte in der Saison 2020/21 zu Olympique Marseille. Zu Beginn dieser Saison folgte der Schritt zu Inter Mailand. Dort kommt er in der laufenden Spielzeit auf 17 Einsätze und verzeichnete dabei einen Assist.
Parallel zum konkreten Namen skizziert Besiktas die Leitplanken der Transferarbeit. Serkan Recber, Direktor für Planung und Entwicklung der Fußballinfrastruktur, beschreibt die Lage in einer Sendung bei TRT Spor mit deutlichen Sätzen: „Wir haben zwei bis drei Monate lang sehr ernsthafte Vorbereitungen getroffen. Wir stehen in Kontakt mit sehr wichtigen Akteuren. Es ist nicht einfach. Entweder wollen die Spieler die Mannschaften nicht verlassen oder die Vereine nicht ihre Akteure einfach ziehen lassen. Wir wollen keine Zwischenlösung, wir wollen einen Hauptspieler.“
Recber macht außerdem klar, warum Verhandlungen dauern: „Daher wird dieser Prozess etwas länger. Es sind nicht die Spieler, die die Teams verlassen wollen. Die Teams wollen nicht gehen. Wir sind zu sehr wichtigen Punkten gekommen. Es gibt Spieler, mit denen wir uns grundsätzlich geeinigt haben. Jetzt kommen wir mit dem Vereinen voran.“ Zugleich verweist er auf externe Faktoren wie die Afrikameisterschaft , die Marktsituation in England und die tägliche Abstimmung im Klub.
In der Defensive hat Besiktas bereits Fakten geschaffen. Der Klub bestätigte in der Vorlage, dass Gabriel Paulista aus familiären Gründen die Mannschaft verlassen und in sein Land zurückkehren wird (GazeteFutbol berichtete). Die Erklärung stellt heraus, dass der Wunsch „positiv bewertet“ wurde und dabei die Interessen des Vereins sowie „Seelenfrieden und Glück“ des Spielers berücksichtigt wurden. Paulista verließ demnach das Lager in Antalya, um mit Wissen und Erlaubnis des Vereins Transfergespräche zu führen.
Der Abgang wirkt direkt auf die Planungen rund um Felix Uduokhai. Der Trennungsprozess wurde nach Angaben von beIN SPORTS verlangsamt, weil sich die Rahmenbedingungen durch Paulistas Abgang geändert haben. In der Vorlage heißt es, dass die endgültige Entscheidung beim Trainer liegt und nach einer Bewertung die Zukunft des Innenverteidigers geklärt wird. Als interessierte Klubs werden der 1. FSV Mainz 05 aus der Bundesliga und Paris FC aus der Ligue 1 genannt. Uduokhai wechselte 2024/25 vo FC Augsburg zu Besiktas und absolvierte insgesamt 47 Spiele im schwarz-weißen Trikot.
Auch Paulistas nächster Schritt nimmt Konturen an. Globo berichtet, dass der 35-Jährige Transfergespräche mit dem brasilianischen Serie-A-Klub Corinthians Sao Paulo führt. In der Vorlage wird ergänzt, dass Corinthians die Innenverteidigerposition in den Transferplänen für 2026 nicht priorisiert habe, die Konstellation durch Paulistas freien Status jedoch attraktiv wurde. Der Verteidiger soll zudem bereit sein, Zugeständnisse zu machen, um einen Vertrag zu unterschreiben.
Eine zentrale Hürde bleibt dabei bestehen: Corinthians muss zunächst ein von der FIFA und dem brasilianischen Fußballverband (CBF) verhängtes Transferverbot aufheben, um den Deal formal umzusetzen. In dieser Saison absolvierte Paulista 17 Spiele für Besiktas, stand 1.366 Minuten auf dem Platz und steuerte einen Assist bei.
Das Gesamtbild ist klar: Besiktas will den Kader nicht nur auffüllen, sondern präzise nachrüsten. Der Klub arbeitet an einer Lösung für die Flügel, setzt intern auf das Profil direkte Startelfspieler und muss gleichzeitig durch Paulistas Abgang die Statik in der Innenverteidigung neu ordnen. Genau diese Kombination aus gezielter Verstärkung und notwendiger Neusortierung erklärt, warum in diesem Winter mehrere Prozesse parallel laufen – und warum jede Entscheidung unmittelbare Folgen für die nächste hat.









































