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·22. März 2026
"Bin Realist": Aachen will trotz historischer Serie nicht träumen

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Beim 2:1 in Ingolstadt feierte Alemannia Aachen am Samstag den vierten Sieg in Folge, was den Schwarz-Gelben in ihrer Drittliga-Historie bislang nie gelungen war. Dennoch bleibt Trainer Mersad Selimbegovic auf dem Boden.
Gerade mal drei Minuten hielt die erste Führung der Alemannia, nachdem Ademi nach einem Torwartfehler der Ingolstädter das 1:0 erzielt hatte. Doch wohl dem, der einen Mika Schroers in seinen Reihen hat. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison traf der 24-Jährige nach 55 Minuten sehenswert aus der Distanz und bescherte der Alemannia damit zum vierten Mal hintereinander drei Punkte. "Es war eine sehr reife und mit die beste Leistung in dieser Saison", lobte Trainer Mersad Selimbegovic seine Mannschaft am Mikrofon von "MagentaSport" und befand, dass die Mannschaft gegenüber dem 4:1-Erfolg gegen Cottbus in der Vorwoche noch einen drauf gesetzt habe.
Zwar sei es ein "Alptraum" gewesen, "nur mit einem 1:1 in die Pause zu gehen", aber die Mannschaft habe das "gut weggesteckt", sagte der 43-Jährige. Sein einziger Kritikpunkt war die Tatsache, "dass wir das Spiel viel früher zu machen müssen, um nicht bis zur letzten Sekunde zu zittern. Denn es kann immer viel passieren." Und dennoch: "Ich will jetzt nicht zu viel meckern. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft und auch die Fans. Es ist Wahnsinn, was die für Kilometer abspulen – fast genauso wie die Mannschaft auf dem Feld. Es ist ein super Moment, ich freue mich für alle." Auswärts sind die Aachener angesichts von 28 Punkten in 16 Spielen das zweitbeste Team der Liga nach dem VfL Osnabrück. Eine Tatsache, die Selimbegovic als "nicht selbstverständlich" bezeichnete.
Selbiges galt auch für das bereits 13. Saisontor von Schroers. "Ich bin natürlich froh, dass ich den so treffen konnte und so helfen konnte, dass wir hier gewinnen", sagte er im Interview. Dass es auch für ihn derzeit so gut läuft, hänge auch damit zusammen, "dass ich mich hier unfassbar wohlfühle. Jede Trainingseinheit macht Spaß. Man merkt es uns allen an, dass wir uns nicht mehr so viele Gedanken machen wie vor ein paar Wochen und dass wir befreit aufspielen." Auch wenn Dinge mal nicht klappen, "stecken wir den Kopf nicht in den Sand. Zudem verteidigen wir sehr gut und stehen hinten kompakt".
Nach dem vierten Sieg in Folge steht die Alemannia nun bei 44 Punkten und ist damit endgültig gerettet. Entsprechend können die Blicke nun sogar nach oben gerichtet werden, wenngleich noch zehn Punkte zu Platz 3 fehlen. Neun Punkte sind es zum vierten Platz, der für Aachen den Einzug in den DFB-Pokal bedeuten würde. Selimbegovic blieb aber auf dem Boden: "Ich bin Realist und kein Träumer. Es macht derzeit Spaß und wird andauern, wenn wir weiter so spielen." Auch Schroers wollte sich nicht zu einer Kampfansage hinreißen lassen: "Warten wir mal ab. Wir haben einfach Spaß am Fußball, und ich glaube, das ist das Wichtigste gerade." Möglicherweise kommt der Alemannia die Länderspielpause angesichts des Laufs etwas ungelegen, dennoch bietet sie die Gelegenheit, nach anstrengenden Wochen mal etwas durchzuatmen, ehe es an Ostern gegen Wiesbaden weitergeht. Gelingt dann der fünfte Sieg in Folge?









































