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·17. April 2026
Binnen drei Minuten: Gindorf dreht Partie gegen Regensburg

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Auch im achten Spiel in Folge blieb Alemannia Aachen ungeschlagen: Am Freitagabend setzen sich die Kaiserstädter mit 3:1 beim SSV Jahn Regensburg durch, nachdem die Hausherren zunächst in Führung gegangen waren. Doch nach dem Seitenwechsel drehte die Alemannia die Partie durch einen Gindorf-Doppelpack binnen drei Minuten.
"Es ist schon emotionaler als sonst", sagte Aachens Trainer Selimbegovic vor der Partie bei "MagentaSport". Für ihn ist es die Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte: Von 2006 bis 2012 lief er als Spieler für den SSV Jahn Regensburg auf. Anschließend war er in verschiedenen Funktionen bei den Oberpfälzern tätig, darunter von 2019 bis 2023 Cheftrainer der A-Mannschaft. Gegen seinen Ex-Klub und im Vergleich zum 3:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart II nahm Selimbegovic nur eine Änderung vor: Nadjombe kehrte nach abgesessener Gelb-Sperre in die Startelf zurück, Wagner musste auf die Bank. SSV-Jahn-Trainer Hildmann wechselte gegenüber dem 2:2 bei 1860 auf zwei Positionen: Für Bauer und Posselt begannen Schönfelder und Hermes.
Aachen ging mit viel Selbstvertrauen in die Partie – sechs der letzten sieben Spiele hatten die Kaiserstädter gewonnen. Entsprechend schwungvoll starteten die Gäste. Bereits nach vier Minuten versuchte es Nadjombe mit einem Volley von der Strafraumkante, der das Tor nur knapp verfehlte. Kurz darauf folgte bereits die erste von zwei Hiobsbotschaften für den SSV Jahn: Müller blieb angeschlagen liegen und konnte nicht weitermachen, Saller kam für ihn ins Spiel. Nach rund einer Viertelstunde hatten die Oberpfälzer wiederum Glück: Nach einer Ecke wollte Wurm klären, traf dabei aber nur da Silva Kiala – ein Strafstoß wäre durchaus vertretbar gewesen (16.).
Aachen lamentierte jedoch nicht lange und kam direkt zur nächsten Chance. Schroers lief allein auf Gebhardt zu, verzog aber deutlich (17.). Dann die zweite bittere Szene für den SSV Jahn: Hermes zog sich eine Muskelverletzung zu und musste ebenfalls ausgewechselt werden, für ihn kam Hottmann – ein Name, den man sich merken sollte. Zunächst blieb jedoch Aachen am Drücker: Nach einem Steckpass von Gindorf tauchte Schroers erneut frei vor Gebhardt auf, doch der Torhüter parierte stark mit dem Fuß (30.).
Die Führung für Aachen wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen, doch Regensburg schlug eiskalt zu: Fein brachte einen Freistoß von der linken Seite scharf vors Tor. Pseftis konnte den Ball nur nach vorn abprallen lassen, wo Hottmann goldrichtig stand und einköpfte (34.). Der SSV Jahn war danach besser im Spiel, sodass sich eine Partie auf Augenhöhe entwickelte. Zunächst scheiterte Gindorf am stark reagierenden Gebhardt (40.), dann traf Hottmann aus spitzem Winkel nur den Pfosten. Eichinger setzte den Nachschuss aus kurzer Distanz über das Tor – das war zu diesem Zeitpunkt eigentlich leer (41.).
Zur Pause reagierte Selimbegovic und brachte Yarbrough für Wegmann. Auch in die zweite Halbzeit startete Aachen besser – belohnte sich dieses Mal aber direkt. Die erste Chance nach Wiederanpfiff nutzte Gindorf, wenn auch mit etwas Glück. Schroers bediente den Aachener Top-Torjäger, der sich den Ball zunächst etwas zu weit vorlegte. Dennoch kam er noch mit der Fußspitze ran und überwand Gebhardt. Auch Oliveira war noch am Ball, als er versuchte, zu klären. Es wäre – sofern der DFB nicht anders entscheidet – sein erstes Tor nach vier Spielen (49.).
Die letzte Unklarheit über das Ende der Durststrecke beseitigte Gindorf nur drei Minuten später: Aus der Sechzehnerkante schlenzte er den Ball sehenswert ins lange untere Eck. Der SSV Jahn ließ sich davon jedoch nicht beirren und hatte beinahe die direkte Antwort parat. Kühlwetter steckte in den Fünfmeterraum durch, wo Eichinger jedoch an Pseftis scheiterte (55.). Es blieb ein offener Schlagabtausch. Beide Teams suchten mit wenigen Kontakten schnell den Weg nach vorn.
Eher unverhofft bot sich Kühlwetter die Chance zum Ausgleich: Eine Flanke nahm er mit der Brust direkt, doch Pseftis reagierte stark und parierte (62.). Der SSV Jahn übernahm anschließend zunehmend die Kontrolle, während Aachen defensiv kompakt stand und die größte Gefahr zunächst abwehrte. Beinahe wäre den Kaiserstädtern jedoch ein Eigentor unterlaufen: Schönfelder drang von der Grundlinie in den Strafraum ein, sein Querpass wurde zunächst von Dietz verpasst, ehe Aachens Wagner den Ball unglücklich berührte – er strich knapp am langen Pfosten vorbei (76.).
Für die Entscheidung sorgte schließlich der zweite Aachener Top-Torjäger – begünstigt durch einen Fehler von Oliveira. Dessen Rückpass in Richtung Gebhardt geriet zu kurz, sodass Schroers dazwischen ging und den Ball aus der Distanz im Tor unterbrachte (87.). Mit dem siebten Sieg im achten Spiel in Serie festigt Aachen den siebten Platz und liegt nur noch einen Punkt hinter dem SC Verl. Regensburg bleibt zunächst Zwölfter, kann im weiteren Verlauf des Spieltags aber noch überholt werden. Nächste Woche steht für Aachen der Westschlager gegen Duisburg an, Regensburg reist nach Rostock.
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