Bisher Fehleinkauf: Tillman kritisiert Bayer-Bosse und Hjulmand | OneFootball

Bisher Fehleinkauf: Tillman kritisiert Bayer-Bosse und Hjulmand | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: 90min

90min

·5. August 2026

Bisher Fehleinkauf: Tillman kritisiert Bayer-Bosse und Hjulmand

Artikelbild:Bisher Fehleinkauf: Tillman kritisiert Bayer-Bosse und Hjulmand

In der abgelaufenen Saison gab es bei Bayer 04 Leverkusen zweifelsfrei viele Spieler, die hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Mit die größte Enttäuschung war aber Malik Tillman, der für 35 Millionen Euro von der PSV Eindhoven gekommen war und in die (zugegeben großen) Fußstapfen von Florian Wirtz treten sollte.

Unter Kasper Hjulmand war der US-Boy ein völliger Fremdkörper und in der zweiten Saisonhälfte nicht einmal Stammspieler. Gerüchte, dass die Werkself Tillman nach nur einem Jahr schon wieder verkaufen könnte, machten die Runde.


OneFootball Videos


Im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger machte Tillman keinen Hehl daraus, dass er bei einem Verbleib von Hjulmand gewechselt wäre. "Ich denke nicht", antwortete er unumwunden auf die Frage, ob er ohne Trainerwechsel noch ein Bayer-04-Spieler wäre. "Man kann inzwischen offen sagen, dass es zwischen dem Trainer und mir nicht richtig gepasst hat."

Unter Carles Martinez winkt dem Spielmacher eine neue Chance – einen Transfer hält er sich dennoch explizit offen. "Ich bin mit der Einstellung zurückgekommen, den Trainer kennenzulernen und mir die Abläufe anzuschauen: Wie arbeitet er? Wie denkt er? Welchen Plan verfolgt er, und welchen Plan hat er mit mir? Am Ende wird sich zeigen, ob ich bleibe oder nicht", meinte Tillman. Prinzipiell möchte er sich aber "wieder neu zeigen und beweisen". "Ich versuche, wieder Spaß zu haben. Das hat mir in der vergangenen Saison gefehlt."

Tillman hätte sich mehr Unterstützung von den Bossen gewünscht

Wie unzufrieden der 24-Jährige mit seinem ersten Jahr in Leverkusen ist, zeigt auch die Tatsache, dass er die Verantwortlichen mehr oder weniger offen kritisierte. Tillman ließ verlauten, dass er "vielleicht nicht immer zu hundert Prozent" die Rückendeckung des Vereins gespürt habe. "Die Kommunikation zwischen mir und der Führung ist sicher verbesserungsfähig", ergänzte er. "Auch während der Weltmeisterschaft hätte ich mir etwas mehr Unterstützung gewünscht. Niemand muss jeden Tag schreiben oder anrufen. Aber hin und wieder hätte ich die eine oder andere Nachricht mehr schön gefunden", kritisierte Tillman das Verhalten der Bayer-Bosse. "Natürlich liegt unser Fokus während einer WM auf dem Turnier, und vielleicht antworten wir Spieler nicht sofort. Trotzdem freut man sich, wenn vom Verein etwas mehr kommt."

Kritik "nicht immer leicht zu ertragen"

Dass er in der vergangenen Saison – auch im Netz – stark kritisiert wurde, müsse er aufgrund der Meinungsfreiheit "natürlich akzeptieren", so Tillman. "Manche Kritik war sicher auch berechtigt. Manchmal könnte man aber schon etwas mehr Rücksicht nehmen, weil hinter jedem Spieler ein Mensch steht. Wer den Verein als Fan unterstützt, sollte die Spieler in guten wie in schlechten Zeiten unterstützen. Einige haben das getan, ein großer Teil der Reaktionen war aber negativ. Ich kann mit Kritik umgehen, trotzdem ist sie nicht immer leicht zu ertragen."

Obwohl es zwischen Tillman und der Werkself bislang ganz offensichtlich nicht gepasst hat, hat er ein großes Ziel: "Ich will in Leverkusen beweisen, was ich wirklich kann. Das ist mir bislang nicht gelungen. Ich denke, dass mich viele Fans noch unterschätzen. Ich selbst weiß, dass ich sehr viel mehr kann, als ich bisher gezeigt habe." Ob es dazu kommt? Das werden die kommenden Wochen zeigen...

Weitere Leverkusen-News lesen:

Impressum des Publishers ansehen