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·1. März 2026
Blitz-Platzverweis & Havertz-Comeback: Arsenal schlägt Chelsea dramatisch!

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Arsenal bleibt im Titelkampf der Premier League scharf. Am späten Sonntagnachmittag schlugen die Gunners im nächsten Stadtderby den FC Chelsea mit 2:1. Dabei profitierten die Nordlondoner von einer Blitz-Ampelkarte der Gäste, während Kai Havertz sein Comeback gab.
Nachdem ManCity am Vorabend mit 1:0 in Leeds gewonnen hatte, stand Arsenal im Stadtderby gegen Top-Vier-Anwärter Chelsea unter Zugzwang. Mikel Arteta setzte auf die exakt gleiche Elf, die am vergangenen Sonntag im North-London-Derby Tottenham mit 4:1 geschlagen hatte – Kai Havertz saß nach dreiwöchiger Verletzungspause zunächst auf der Bank. Einen Wechsel nahm unterdessen Chelsea-Coach Liam Rosenior vor: Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Burnley feierte Mamadou Sarr sein Startelfdebüt in der Premier League, der 20-jährige Innenverteidiger ersetzte den gelb-rotgesperrten Wesley Fofana.
Nach einer kurzen Abtastphase zu Beginn wurde es erstmals am Chelsea-Strafraum heiß – weil Keeper Robert Sanchez beim Spielaufbau den Ball verstolperte, in der Folger aber sowohl gegen den heraneilenden Viktor Gyökeres als auch gegen Eberechi Eze rettete (5.). Auf der anderen Seite stand Sarr bei einer Ecke plötzlich frei mit dem Rücken zum Tor, doch der Startelfdebütant war offensichtlich selbst zu überrascht von der sich ihm bietenden Gelegenheit (11.). Ohnehin wurde früh deutlich, dass beide Mannschaft ihre Stärken vor allem bei Standards haben. Eine Ecke auf den zweiten Pfosten legte Gabriel Magalhaes per Kopf ins Zentrum ab, wo William Saliba zum 1:0 für Arsenal einnickte (21.) – eine mittlerweile berühmt-berüchtigte Eckballvariante, die den Gunners den Führungstreffer bescherte.
In der Folge hatten die Nordlondoner das Spiel fest unter Kontrolle. Chelsea hatte zwar mehr Ballbesitz, wusste mit diesem aber herzlich wenig anzufangen. Die vorerst einzige Gäste-Chance resultierte aus einem Beinahe-Lapsus von Martin Zubimendi, der David Raya anspielte, obwohl dieser unter Bedrängnis stand (29.). Weil sich auch Arsenal eher sporadisch vor dem gegnerischen Tor meldete, bot sich den rund 60.000 Zuschauern im Emirates Stadium ein intensives, aber an Höhepunkten überschaubares Stadtderby. Nach 37 Minuten blieben erst Gyökeres und anschließend auch Jurrien Timber an gegnerischen Verteidigern hängen, mehr war offensiv vorerst nicht drin bei der Arteta-Elf.
Stattdessen wurde es in der Nachspielzeit nochmal im anderen Strafraum aufregend – weil der klammernde Declan Rice bei einer Ecke den Ball an den Ellbogen bekam und Raya retten musste. Schiedsrichter Darren England entschied sich gegen einen Elfmeter für die Gäste – die dafür aber bei der darauffolgenden Ecke zum Ausgleich trafen: Die brachte Reece James gefährlich in den Fünfmeterraum, wo Piero Hincapie am höchsten stieg und die Kugel unglücklich ins eigene Tor abfälsche (45.+2).

(Photo by Justin Setterfield/Getty Images)
Nach dem Seitenwechsel wurde Chelsea stärker und entwickelte eine Drangphase. Allerdings war Raya sowohl bei einem Distanzschauss von Enzo Fernandez (51.) als auch kurz darauf nach Ecke gegen Sarr (53.) entscheidend zur Stelle. Cole Palmer fehlten bei einer scharfen Hereingabe von Reece nur Zentimeter (57.). Mitten in eine Phase hinein, in der die Westlondoner dem Führungstreffer deutlich näher waren, traf Arsenal zur erneuten Führung – selbstverständlich wieder nach Eckball: Rice brachte die Kugel scharf ins Zentrum, wo diesmal Timber einköpfte und dabei auch davon profitierte, dass Sanchez aus dem Gleichgewicht geriet (66.). Dann wurde es doppelt bitter für die Blues: Pedro Neto, kurz zuvor noch wegen Meckerns verwarnt, stoppte Gabriele Martinelli mit einem taktischen Foul und wurde daher mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen (70.).
In Überzahl wollten die Gunners den Sack zumachen – und das mit Havertz, der nach 76 Minuten für Gyökeres das Feld betrat. Der Comebacker war auch gleich mal an einem Angriff beteiligt, an dessen Ende Eze aber am stark reagierenden Sanchez scheiterte (80.). Auf der anderen Seite sendete Moises Caicedo ein mittlerweile selten gewordenes Zeichen der Blues, sein Distanzschuss segelte aber knapp am Tor vorbei (87.). Noch gefährlicher wurde es in der Nachspielzeit, wo Joao Pedro eine Garnacho-Hereingabe verpasste, die Raya im letzten Moment noch um den Pfosten lenkte (90.+3.). In den letzten Zügen der Partie traf dann der eingewechselte Liam Delap zum vermeintlichen Lucky Punch, allerdings war in der Entstehung Pedro im Abseits gestanden (90.+6). So feierte Arsenal am Ende einen denkbar knappen 2:1-Sieg, der den Fünf-Punkte-Vorsprung auf Manchester City aufrechterhält.









































