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·24. September 2026

Bobic über seinen Ex-Klub: "Hertha kann am Ende wirklich gut abschneiden"

Artikelbild:Bobic über seinen Ex-Klub: "Hertha kann am Ende wirklich gut abschneiden"

Sechs Spiele, sechs Siege, volle Punktzahl und Tabellenerster. Hertha BSC befindet sich aktuell auf einem Höhenflug, das weiß auch Ex-Manager Fredi Bobic.

Die Länderspielpause hat begonnen und Hertha BSC darf sich in der zweiten Liga auf dem ersten Tabellenplatz sehen. Jedes der sechs Ligaspiele gewann die Alte Dame, zuletzt auch das Topspiel gegen Dynamo Dresden (2:1) im Rudolf-Harbig-Stadion. Dass sich die Hertha in dieser Verfassung befindet nach dem Umbruch im Sommer, hätte niemand erwartet. "Hertha ist enger zusammengerückt und Stefan Leitl macht einen überragenden Job", erklärt Ex-Manager Fredi Bobic gegenüber der Bild.


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Insgesamt gab es 16 Abgänge, darunter Hochkaräter wie Fabian Reese oder Supertalent Kennet Eichhorn, die die Berliner für überlebenswichtiges Geld verließen. Dafür wurde der Kader mit Nachwuchsspielern neu gefüllt, zudem holte Hertha vier externe Spieler an Bord. "Ohne große Namen stehen sie an der Spitze der 2. Liga, die alles abverlangt. Sie nutzen die jugendliche Frische, haben einen Top-Start hingelegt und reiten auf der Erfolgswelle", so Bobic.

In der Vorsaison waren sich viele einig, dass Hertha aufsteigen wird. Jedoch enttäuschten die Blau-Weißen und endeten auf dem siebten Platz. Jetzt hat sich das Blatt gewendet. "Hertha kann am Ende wirklich gut abschneiden. Und vielleicht befreit es das Team, dass man ohne Aufstiegsziel und ohne Druck aufspielen kann", sagt Bobic, der eine Ähnlichkeit sieht: "Das erinnert an die Schalker aus der vergangenen Saison, mit denen hatte auch keiner gerechnet."

Bobic über Hertha: "Erinnert an die Schalker"

Der 54-Jährige arbeitete anderthalb Jahre für den Hauptstadtklub, bevor er zunächst ordentlich und dann außerordentlich gekündigt wurde. Bobic ging gegen beide Kündigungen juristisch vor, wodurch ein Rechtsstreit entstand. Die Klage gegen die ordentliche Kündigung wurde abgewiesen, die gegen die außerordentliche aber stattgegeben. Im August dieses Jahr fand der Rechtstreit aber ein Ende, mit dem glücklicheren Ende für Bobic.

"Ja, der Vergleich wurde erfüllt. Und das eigentlich unnötige Thema ist nach so langer Zeit endlich beendet. Jetzt können alle Seiten nur noch nach vorn schauen", bestätigt der heutige Sportdirektor vom polnischen Erstligisten Legia Warschau. "Ich bin froh und erleichtert. Aber nicht wegen des Geldes. Es standen viele Vorwürfe (u.a. Verdacht auf Geheimnisverrat, vereinsschädigendes Verhalten; Anm. der Red.) im Raum, die alle klar bewertet wurden."

Großen Anteil am erzielten Vergleich hatte Herthas Geschäftsführer, wie Bobic verrät: "Dass es jetzt zum Vergleich kam, daran hat Dr. Peter Görlich, zu dem ich immer ein gutes Verhältnis hatte, einen großen Anteil. Er ist aktiv auf das Hertha-Präsidium und mich zugegangen, um das Thema sauber zu beenden. Dafür hat er ein großes Lob verdient."

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