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·14. Juni 2026
Bollwerk hält Dauerdruck stand: Australien schockt die Türkei!

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·14. Juni 2026

Am frühen Sonntagmorgen deutsche Zeit traf die Türkei auf Australien und musste trotz über weite Strecken klarer Überlegenheit eine Niederlage hinnehmen.
Bereits vor mehr als 24 Stunden eröffnete Gastgeber USA die Gruppe D mit einem eindrucksvollen 4:1-Erfolg über Paraguay. Als Favorit auf Rang eins galt aber Türkei, die sich mühevoll über die Playoffs qualifizierte. Gegner Australien wiederum trat als klarer Außenseiter an, weist der aktuelle Kader längst nicht mehr eine solch hohe individuelle Qualität wie zu früheren Zeiten auf.
Dementsprechend ließ Trainer Tony Popovic seine Auswahl sehr defensiv agieren. Sie baute sich über weite Strecken im 5-4-1-System vor dem eigenen Sechszehner auf und überließ der Türkei das Spielgerät. Diese begann zwar druckvoll, fand aber kaum Lösungen gegen das Bollwerk. Abgesehen von einem etwas zu hoch angesetzten Schlenzer von Arda Güler bekam das Publikum in Vancouver vor der obligatorischen Getränkepause keine nennenswerten Abschlüsse geboten
Nach Wiederaufnahme nahm die Partie enorm an Fahrt auf. Eine Volleyabnahme von Güler landete in den Armen von Patrick Beach, der etwas überraschend den Vorzug vor Routinier Matthew Ryan erhielt. Im direkten Gegenzug schickte Paul Okon den pfeilschnellen – 2024 noch vom FC Bayern München verpflichteten und mittlerweile bei Watford aktiven – Nestory Irankunda auf die Reise, der Melih Demiral noch aussteigen ließ und überlegt per Flachschuss zum 1:0 vollendete (27.).
Keine 180 Sekunden später probierte es Abdülkerem Bardakci aus der Distanz, seinen Hammer lenkte Beach mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten. Weitere Bewährungsproben blieben bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Jesus Valenzuela aus. Denn die Socceroos verteidigten diszipliniert und leidenschaftlich. Darüber hinaus blieben sie über das schnelle Umschaltspiel gefährlich. Besonders Irankunda war kaum zu bremsen. Kurz vor Ende dem ersten Abschnitts war sein Schuss aber leichte Beute für Ogulcan Cakir.
Den nächsten Konter setzte es nur wenige Momente nach dem Seitenwechsel: Diesmal bediente Mohamed Touré den mitgelaufenen Jordan Bos, dessen Schlenzer noch abgefälscht wurde und deswegen das lange Eck verfehlte. Ohnehin stellte Australien in dieser Phase die aktivere Mannschaft. In der 54. Minute kam Harry Souttar infolge eines Eckballs zum Kopfball, den Ogulcan Cakir abwehrte.
Auf der Gegenseite zog Güler einen Freistoß aus halbrechter Position aufs lange Eck, Beach war allerdings aufmerksam und klärte (56.). Der Türkei – inzwischen mit dem angeschlagen zunächst zuschauenden Kenan Yildiz – gelang es jedoch erst nach einer Stunde, den Druck wieder zu erhöhen. Die größte Ausgleichschance ergab sich für den durch einen wunderbaren Steckpass von Hakan Calhanoglu bedienten Zeki Celik, der allerdings aus kurzer Distanz an Beach scheiterte (72.).

Foto: Getty Images
Mitten in die Drangphase hinein schaltete Australien erneut schnell um: Connor Metcalfe besaß reichlich Freiraum und traf aus rund 20 Metern per Flachschuss ins rechte Eck – 2:0. Aktürkoglu hätte umgehend den Anschlusstreffer erzielen können – wenn nicht gar müssen – köpfte jedoch aus zentraler Position in die Arme von Beach. Der Schlussmann zeichnete sich bei einem Calhanoglu-Freistoß nochmals aus und blieb in seinem dritten Länderspiel erstmals ohne Gegentor. Australien legte damit einen perfekten Start in die Weltmeisterschaft hin. Die Türkei hingegen steht am Samstagmorgen gegen Paraguay bereits unter Zugzwang.
Australien: Beach,-Italiano (74. Geria), Circati, Souttar, Burgess, Bos (84. Behich),-Metcalfe, Okon (84. Irvine), O’Neill, Irankunda (61. Velupillay),-Touré (74. Yengi)
Türkei: Cakir,-Celik (81. Müldür), Demiral, Bardakci, Kardioglu,-Yüksek (81. Özcan), Calhanoglu,-Güler, Kökcü (62. Akgün), Yilmaz (46. Yildiz),-Aktürkoglu
Tore: 1:0 Irankunda (27.), 2:0 Metcalfe (75.)
Foto: Getty Images







































