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·13. Juni 2026

Braucht Gladbach jetzt Qualitätstransfers?

Artikelbild:Braucht Gladbach jetzt Qualitätstransfers?

Gladbach braucht noch Qualitätstransfers

Bei Borussia Mönchengladbach findet in diesem Sommer ein echter Umbruch statt. Sollte Zento Uno verpflichtet werden, wäre es bereits der sechste Zugang, bevor das Transferfenster am 1. Juli 2026 offiziell öffnet. Auch auf der Abgangsseite hat sich bereits einiges getan. Die vier Leihspieler haben den Verein wieder verlassen und zudem hat Marvin Friedrich nach Vertragsende den Klub ablösefrei verlassen. Darüber hinaus konnte Rouven Schröder durch die Verkäufe von Rocco Reitz, Winsley Boteli und Shio Fukuda rund 25 Millionen Euro einnehmen. Aktuell steht bereits ein Transferplus von etwa 15 Millionen Euro zu Buche.

Zudem hat man Jan Urbich inklusive Kaufoption an Zweitligist Eintracht Braunschweig verliehen und Jonas Omlin an den FC Basel abgeben können wodurch man ein Spitzengehalt einspart.


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Weitere Abgänge sollen Platz schaffen

Doch es braucht zwingend weitere Abgänge, um den Kader zu verkleinern und ihn im Anschluss mit echten Qualitätstransfers zu verbessern. Mit Tomas Cvancara, Florian Neuhaus, Grant-Leon Ranos und Jan Olschowsky hat man derzeit vier Spieler im Kader ohne echte sportliche Perspektive. Hier muss Rouven Schröder in diesem Sommer Lösungen finden, um Kaderplätze für weitere Transfers freizumachen. Auch für Nathan Ngoumou und Lukas Ullrich dürfte es enorm schwer werden, auf ausreichend Spielzeit zu kommen. Daher erscheint ein Abgang bei beiden Spielern durchaus vorstellbar.

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Cvancara Gladbachs Problemfall –

IMAGO / Focus Images

Sollte es Schröder gelingen, den Kader weiter auszudünnen und dadurch Gehalt sowie zusätzliche Transfereinnahmen einzusparen beziehungsweise zu generieren, benötigt Gladbach noch Transfers mit Bundesliga- oder internationaler Erfahrung. Mit Batz, Leopold, Herold, Konoplya, Lidberg und Uno hat man bisher notwendige Basistransfers getätigt. Bis auf Daniel Batz werden die Neuzugänge jedoch vermutlich Zeit benötigen, um sich an das Bundesliga-Niveau zu gewöhnen.

Gerade in der Innenverteidigung könnte die Personallage schnell dünn werden, da man mit Elvedi, Chiarodia und Diks lediglich drei Innenverteidiger im Kader hat. Zudem könnte Diks auf der Rechtsverteidigerposition eingeplant werden müssen, falls Joe Scally den Verein verlässt.

Bounida als spannender Kandidat?

Auch auf dem Flügel könnte Gladbach bei möglichen Abgängen von Franck Honorat und Nathan Ngoumou noch eine hochkarätige Verstärkung gut gebrauchen. Gesucht wäre ein Spieler mit starker Eins-gegen-eins-Qualität, hohem Tempo und idealerweise der Fähigkeit, auf beiden Flügeln eingesetzt zu werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Spieler noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen sind und Gladbach womöglich als Zwischenschritt nutzen, bevor sie den nächsten Schritt zu einem internationalen Top-Klub gehen ähnlich wie Marcus Thuram oder Manu Koné.

Ein spannender Spieler könnte Rayane Bounida von Ajax Amsterdam sein. Der 20-jährige Marokkaner verfügt über herausragende fußballerische Qualitäten und kann sowohl auf beiden Flügeln als auch auf der Zehnerposition eingesetzt werden.Der marokkanische Nationalspieler stammt aus der Nachwuchsabteilung von Ajax Amsterdam, wartet jedoch noch auf seinen endgültigen Durchbruch. Wettbewerbsübergreifend kommt das Talent bislang auf 29 Einsätze, 2 Tore und 9 Vorlagen für den niederländischen Klub.

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Bounida wäre Gladbachs Königstransfer – Photo by Marco Luzzani/Getty Images)

Sein Marktwert wird derzeit auf 5 Millionen Euro taxiert. Zudem verfügt er trotz seines jungen Alters bereits über internationale Erfahrung. Bei Ajax steht Bounida noch bis 2028 unter Vertrag und wird zeitnah eine Entscheidung treffen müssen, ob er seine Zukunft weiterhin in den Niederlanden sieht oder andernorts bessere Entwicklungsmöglichkeiten erkennt. In der Transfergerüchteküche wird Bounida bereits mit den Fohlen in Verbindung gebracht. Perspektivisch wäre es ein Transfer, der ähnlich wie Mohya, Bolin oder Castrop dem Verein langfristig eine hohe Ablösesumme einbringen könnte.

Sollten etablierte Spieler wie Nico Elvedi, Joe Scally oder Franck Honorat den Verein verlassen, würde Borussia wohl weitere 25 bis 30 Millionen Euro einnehmen und könnte diese Mittel gezielt in den Kader investieren. Bisher hat man inklusive Uno und Hugo Bolin gerade einmal rund 10 Millionen Euro investiert. Borussia wird in diesem Transferfenster die Qualität der Transfers weiter steigern müssen, um wieder in der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga zu landen.

Wie ist eure Einschätzung? Braucht Gladbach noch Transfers aus einem höheren Regal? Schreibt es in die Kommentare!

🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by Marco Luzzani/Getty Images

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