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·18. April 2026

„Brutal gefährlich“: Nordderby überschattet durch Raketen und Pyro-Vergehen

Artikelbild:„Brutal gefährlich“: Nordderby überschattet durch Raketen und Pyro-Vergehen
Artikelbild:„Brutal gefährlich“: Nordderby überschattet durch Raketen und Pyro-Vergehen

Das Nordderby zwischen Werder Bremen und den Hamburger SV konnten die Hausherren für sich entscheiden. Mit 3:1 gewann die Mannschaft von Daniel Thioune im Weserstadion. Doch die Partie wurde durch den Einsatz von Raketen und Pyrotechnik überschattet.

Leuchtrakete fliegt über das gesamte Spielfeld

Rund eine Stunde vor Anpfiff kam es bereits zu einer ersten gefährlichen Situation, als die Anhänger vom HSV eingelassen wurden. Aus dem noch spärlich besetzten Gästeblock wurden Leuchtraketen auf das Spielfeld geschossen, die Mannschaften waren zu dem Zeitpunkt noch nicht da. Mindestens eine Leuchtrakete ist so weit geflogen, dass sie auf der Werbebande hinter dem gegenüberliegenden Tor einschlug und die Werder-Anhänger in diesem Bereich entsprechend knapp verfehlte.


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Dadurch wurde auch die TV-Übertragung von DAZN beeinträchtigt, Moderatorin Christina Rann und TV-Experte Tobias Schweinsteiger gingen erstmal in Deckung, ehe es mit dem Programm weiter ging. „Wir müssen einmal ganz kurz auf unsere Sicherheit achten. Ich hoffe, das ist in Ordnung. Deswegen kurze Pause, wir entscheiden dann, wie es weitergeht. Wir atmen alle erst einmal durch,“ sagte Rann an die Zuschauer gerichtet.

Polizei schritt nach Nordderby ein

Die Lage beruhigte sich zwar, Pyro wurde aber weiter genutzt. Zum vereinzelten Anzünden, aber auch für die riesige Choreo der Werder-Fans, die über alle Ränge verlief. Doch nach dem Spiel wurden die unschönen Szenen fortgesetzt, die Hamburger Fans haben erst kleinere Leuchtfeuer in den Bereich Bremer Zuschauer geworfen und dann Leuchtraketen in Richtung Bremer Fanblock geschossen, wo diese teilweise auch einschlugen. Die Polizei schritt ein, auch weil Werder-Fans zum HSV-Block liefen.

„Ich habe gesehen, dass einiges neben uns einschlug“, sagte Werder-Trainer Daniel Thioune nach der Partie. Bremens Abwehrspieler Amos Pieper meinte: „Krasse Geschosse. Dass die über den ganzen Platz fliegen können, damit haben wir nicht gerechnet. Das ist brutal gefährlich. Das muss nicht sein.“ Bislang wurde nur Sachschäden dokumentiert. „Personenschäden sind zumindest noch nicht bekannt. Von daher ist das noch glimpflich ausgegangen“, erklärte Werders Pressesprecher Christoph Pieper.

Bremen-Fans störten HSV-Spieler in der Nacht

Bereits in der Nacht vor dem Spiel war das Zünden von Pyrotechnik ein großes Thema. Vor dem Mannschaftshotel der HSV-Profis haben einige Anhänger von Werder gegen 03:30 Uhr eine große Menge an Pyros und Feuerwerkskörper gezündet. Die Täter konnten nicht ermittelt werden.

Die Polizei erklärte gegenüber der Deichstube: „Die Einsatzkräfte waren zwar schnell vor Ort, bei Ankunft hatte sich die Personengruppe jedoch bereits entfernt. Eine entsprechende Anzeige wurde gefertigt.“

Laut der Bild soll die Aktion rund 90 Sekunden angedauert haben. Security-Mitarbeiter des Hotels sollen versucht haben selbst die Täter einzufangen. Dem Bericht zufolge sollen einige der HSV-Spieler in der Nachtruhe gestört worden sein.

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