90PLUS
·10. Januar 2026
Bundesliga: HSV unterliegt Freiburg spät, Traumtore im Tabellenkeller

In partnership with
Yahoo sports90PLUS
·10. Januar 2026

Mainz 05 muss weiter auf den zweiten Sieg der Bundesliga-Saison warten. Bei Union Berlin reichte eine 2:0-Führung nicht.
Das Wetter machte die erste Bundesliga-Konferenz des Jahres zu einer besonderen. Nur drei Partien standen auf dem Programm, nachdem sowohl das Duell zwischen dem SV Werder Bremen und der TSG Hoffenheim als auch das Spiel vom FC St. Pauli gegen RB Leipzig abgesagt werden mussten.
Übrig blieben sechs Vereine, die am Samstagnachmittag ran durften. Der SC Freiburg empfing den Hamburger SV, der 1. FC Köln trat mit Debütant Fynn Schenten in der Startelf beim 1. FC Heidenheim an. In der Hauptstadt standen sich Union Berlin und der 1. FSV Mainz 05 gegenüber.
In Köpenick hatten die Gastgeber die erste große Chance der Partie, Livan Burcu verfehlte das Tor der 05er nur knapp. Auch auf den anderen Plätzen wurde es früh gefährlich. Heidenheim-Schlussmann Diant Ramaj verhinderte mit einer starken Parade gegen Jakub Kaminski den Rückstand, Lukas Kübler traf für den SC Freiburg gegen den HSV nur die Latte.

Foto: Getty Images
Das erste Tor des Tages fiel auf der Ostalb – und wie! Jan Schöppner setzte sich auf der rechten Seite gegen mehrere Kölner durch und flankte in Richtung von Marvin Pieringer. Der Stürmer des FCH verwandelte den Ball artistisch mit dem Rücken zum Tor per Volley zum 1:0 (15.). Köln zeigte sich jedoch unbeeindruckt, nur drei Minuten später nickte Eric Martel eine Castro-Montes-Flanke zum Ausgleich ein (18.).
Den Zuschauern wurde in dieser Phase richtig was geboten. Nach einer Ecke landete der Ball über Umwege bei Julian Niehues, der Heidenheim erneut in Führung brachte (26.). Eine bittere Szene für Effzeh-Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey, der zuerst unglücklich die Ecke verursachte und dann auch beim Klärungsversuch das eigene Tor traf.
Auch in Berlin ging der Abstiegskandidat in Führung. Nach einem feinen Zuspiel von Jae-Sung Lee traf Nadiem Amiri für Mainz 05 (30.). Im direkten Gegenzug verpasste Burcu nur knapp die Antwort für Union Berlin. Im Breisgau ging es ohne Tore in die Kabine. Freiburg war im ersten Durchgang zwar dominant, aber nicht zwingend genug, der HSV zeigte sich erst spät überhaupt mal in der Offensive.

Foto: Getty Images
Nach dem Seitenwechsel dauerte es dagegen nichtmal drei Minute, ehe in Freiburg der Bann brach. Nach einer Ecke von der rechten Seite stieg Luka Vuskovic am höchsten und überwand Noah Atubolu zum 1:0 für den Gast aus Hamburg (48.). Lucas Höler wollte noch auf der Linie klären, der Ball hatte selbige aber bereits überschritten.
Die Freude währte jedoch nur kurz. Wenig später brachte Daniel Elfadli Höler im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Timo Gerach entschied auf Elfmeter und schickte den Verteidiger mit Gelb-Rot unter die Dusche (51.). Vincenzo Grifo ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte zum Ausgleich für den Sport-Club (53.).
Währenddessen glich der Effzeh in Heidenheim erneut aus. Said El Mala brauchte nach seiner Einwechslung zum zweiten Durchgang nur drei Minuten, ehe er mit einem feinen, wenngleich abgefälschten Schlenzer sein siebtes Saisontor erzielte (48.). Urs Fischer steuerte gegen Ex-Klub Union weiter auf seinen ersten Sieg als Trainer von Mainz 05 zu. Auch dank eines anderen ehemaligen Eisernen: Benedict Hollerbach drückte eine Hereingabe von Nikolas Veratschnig zum 2:0 für die Rheinhessen über die Linie (69.). Nur zwei Minuten später verhinderte die Latte den Doppelpack des Stürmers.

Foto: Getty Images
Doch die Gastgeber kamen an der Alten Försterei nochmal zurück und durch den eingewechselten Woo-Yeong Jeong zum Anschlusstreffer (77.). Die Baumgart-Elf schöpfte wieder Hoffnung und hatte die Riesenchance zum Ausgleich. Andras Schäfer chippte aus der zweiten Reihe gegen die Latte, von dort prallte der Ball vor die Füße von Andrej Ilic, der aus kurzer Distanz vor dem leeren Tor drüber schoss. Auch wenn der Abpraller nicht leicht zu nehmen war, hätte der Stürmer das 2:2 erzielen müssen (79.).
Besser macht es kurz darauf Innenverteidiger Danilho Doekhi und entriss den Mainzern mit seinem Kopfballtor den ersten Bundesliga-Dreier seit dem vierten Spieltag doch noch (86.). Es blieb beim 2:2. Das gleiche Ergebnis hatte auch in Heidenheim Bestand, obwohl gerade der 1. FC Köln noch einige Top-Chancen auf den Siegtreffer liegen ließ.
Kurz vor Schluss bog der SC Freiburg auf der Siegerstraße ein. Jan-Niklas Beste setzte nach einer geklärten Flanke nach, Igor Matanovic stocherte die Hereingabe des ehemaligen Heidenheimers aus kurzer Distanz über die Linie. Die Mannschaft von Julian Schuster überstand auch die elfminütige Nachspielzeit und feierte so den ersten Sieg des Jahres.
SC Freiburg – Hamburger SV 2:1
Tore: 0:1 Vuskovic (48.), 1:1 Grifo (53., Elfmeter), 2:1 Matanovic (83.)
Gelb-rote Karte: Elfadli (51.)
1. FC Union Berlin – 1. FSV Mainz 05 2:2
Tore: 0:1 Amiri (30.), 0:2 Hollerbach (69.), 1:2 Jeong (77.), 2:2 Doekhi (86.)
1. FC Heidenheim – 1. FC Köln 2:2
Tore: 1:0 Pieringer (15.), 1:1 Martel (18.), 2:1 Niehues (26.), 2:2 El Mala (48.)









































