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·20. Mai 2026
Bundesliga Relegation: VfL Wolfsburg kämpft ums Überleben – Paderborn träumt von der Bundesliga

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Der VfL Wolfsburg steht in der Relegation vor zwei Spielen, die eine enttäuschende Saison retten sollen. Gegner SC Paderborn reist mit der Hoffnung auf die Bundesliga-Rückkehr an, die nach sechs Jahren wieder greifbar ist. Finanziell trennen beide Klubs Welten, sportlich will Dieter Hecking daraus aber keinen Automatismus ableiten.

VfL-Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking verfolgt mit verschränkten Armen das Bundesligaspiel gegen SV Werder Bremen am 21. März 2026 in der Volkswagen Arena in Wolfsburg. Stuart Franklin / Getty Images
Vor dem Hinspiel am Donnerstag um 20.30 Uhr, live bei Sat.1 und Sky, will der Wolfsburger Chefcoach nichts von vermeintlich klaren Rollenverteilungen hören. Obwohl der VfL wirtschaftlich weit vor dem Zweitliga-Dritten liegt, sieht Hecking entscheidende andere Faktoren. „Wir brauchen Mentalität, wir brauchen Disziplin auf dem Platz, wir brauchen Intensität, wir brauchen das nötige Spielglück. Du musst auch mal leiden können“, sagte er am Mittwoch: „Genau das wird gefordert sein, und nicht fußballerische Qualität und Marktwerte. Alles Papperlapapp!“
Im Umfeld war bereits vorgerechnet worden, dass Wolfsburg mit Mohammed Amoura und Konstantinos Koulierakis zwei Profis im Kader hat, die zusammen mehr wert sind als das gesamte Aufgebot der Paderborner. Nach transfermarkt.de bringt es der VfL auf einen Marktwert von 234,6 Millionen Euro, Paderborn auf 40,58 Millionen. Für Hecking sind das zwar Zahlen, die den Klassenerhalt nicht garantieren, ihn angesichts der größeren individuellen Qualität aber zumindest wahrscheinlicher machen. „Ja, man ist Favorit. Dennoch werde der Klassenerhalt „kein Selbstläufer. Wir haben zwei Aufgaben vor uns, die uns alles abverlangen werden“, sagte Hecking.
Auch die Historie spricht zunächst für den Bundesligisten. Wolfsburg setzte sich in seinen bisherigen Relegationsspielen 2017 gegen Eintracht Braunschweig und 2018 gegen Holstein Kiel durch. Insgesamt hat sich seit der Wiedereinführung der Relegation zur Saison 2008/09 nur dreimal der Zweitligist durchgesetzt. „Wir sind der Favorit“, sagte VfL-Spielmacher Christian Eriksen: „Aber wir nehmen das Spiel sehr ernst.“ Für den VfL steht zu viel auf dem Spiel.
In Paderborn überwiegt dagegen die Vorfreude auf eine „Once-In-A-Lifetime-Chance“, wie Trainer Ralf Kettemann den bevorstehenden 180-Minuten-Aufstiegskampf am Mittwoch beschrieb: „Wir können etwas verlieren, aber Fakt ist: Wir können deutlich mehr gewinnen als verlieren.“ Der SCP war 2014 und 2019 bereits im Oberhaus vertreten, stieg aber jeweils sofort wieder ab. Nun winkt nach einer erfolgreichen Zweitligasaison die Rückkehr in die Bundesliga nach sechs Jahren.
Mit „großer Euphorie“ und „maximaler Lust“ will der Außenseiter zunächst in Wolfsburg bestehen und dann am Pfingstmontag im Rückspiel nachlegen. „Wir müssen vieles richtig machen, aber es ist auch nicht so, dass es ein Fußball-Wunder braucht. Es wäre kein Fußball-Märchen“, sagte Kettemann: „Wir können schon was und das wissen wir auch. Wir können Wolfsburg wehtun.“







































