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·8. Januar 2026
Bundesliga-Restart: Für diese Trainer könnte es demnächst eng werden

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·8. Januar 2026

Morgen ist es endlich so weit: Die Bundesliga ist zurück! Nach den ersten 15 Spieltagen kam es bereits zu fünf Veränderungen auf den Trainerstühlen. Wir werfen einen Blick darauf, für wen es als Nächstes eng werden könnte.
Mit Erik ten Hag bei Bayer Leverkusen gab es bereits nach dem zweiten Spieltag die erste Entlassung. Am dritten Spieltag verlor Gladbach zu Hause 0:4 gegen Werder Bremen, wodurch Gerardo Seoane seinen Posten räumen musste. Mit Sandro Wagner (FC Augsburg), Paul Simonis (VfL Wolfsburg) und Bo Henriksen (Mainz 05) folgten drei weitere Entlassungen.
Frank Schmidt steht seit 2007 an der Seitenlinie und führte Heidenheim von der vierten Liga bis ins internationale Geschäft. In der vergangenen Saison rettete man sich in der Relegation gegen Elversberg und startete auch in die neue Bundesliga-Saison mit Schmidt als Trainer. Auch bei aktueller akuter Abstiegsgefahr (Tabellenplatz 17) denkt man beim FCH nicht über einen Wechsel auf dem Trainerposten nach. Schmidt ist mit Heidenheim eng verbunden und dürfte auch im Falle eines Abstiegs bleiben – daher gehört er wohl nicht zu den potenziellen Wackelkandidaten.
Etwas anders könnte es bei Urs Fischer aussehen. Bislang betreute er vier Pflichtspiele von Mainz und ist weiterhin ohne Niederlage, inklusive eines starken Punktgewinns in München. Dennoch sind die Mainzer Tabellenletzter. Sollte es Fischer in der Rückrunde nicht gelingen, sein Team aus der Abstiegszone zu befreien, ist er mit Sicherheit nicht unantastbar. Zum aktuellen Zeitpunkt gilt er aber ebenfalls nicht als Wackelkandidat.
Ein weiterer Trainer, dessen Mannschaft tief im Abstiegskampf steckt, ist Alexander Blessin vom FC St. Pauli. Nach einem ordentlichen Saisonstart mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen gelang bis heute nur ein weiterer Sieg in der Bundesliga. Mit zwischenzeitlich neun Ligapleiten in Folge rutschten die Kiezkicker tief in die Abstiegszone. Vor dem Rückrundenstart rangiert man auf dem 16. Tabellenplatz.
Für Blessin spricht die bessere Form vor Weihnachten: Der Sieg gegen Heidenheim sowie die beiden Punktgewinne gegen Köln und Mainz. Außerdem ist St. Pauli noch im DFB-Pokal dabei. Blessin gilt als taktisch herausragender Trainer, der sein Team in der letzten Saison zu einem echten Abwehrbollwerk formte. Lediglich der FC Bayern kassierte weniger Tore. Dass Blessin noch großes Vertrauen genießt, zeigt sich daran, dass selbst in der sehr schwachen Phase an ihm festgehalten wurde. Dennoch ist vorstellbar, dass die Verantwortlichen in Hamburg gegen Ende der Saison die letzte Patrone zücken und mit einem neuen Trainer noch einmal einen Impuls setzen wollen, sollte sich die Ausgangslage weiter verschlechtern.

Foto: Getty Images
Nach einem starken Saisonstart mit drei Siegen aus den ersten sechs Spielen folgte beim FC ein Formtief. Der letzte Sieg in der Liga datiert vom 2. November, als man sich im Aufsteigerduell gegen den HSV durchsetzte. Tabellarisch steht man zwar solide auf dem elften Platz, der Abstand zur Gefahrenzone ist jedoch nicht allzu groß. Lediglich vier Punkte trennen die Kölner vom Abstiegsrelegationsplatz. Die nächste Woche wird für Kwasniok und Köln immens wichtig: Am Samstag geht es nach Heidenheim, ehe am Mittwoch der offizielle Hinrundenabschluss gegen den FC Bayern stattfindet. Danach folgt direkt ein weiteres Heimspiel gegen die neu formierten Mainzer. Sollte Köln in diesen Spielen punktlos bleiben, würde man mit ziemlicher Sicherheit in die Abstiegszone rutschen. Auch wenn es für einen Aufsteiger nicht verwerflich ist, gegen den Abstieg zu spielen, sind die Erwartungen in Köln etwas gewachsen. Sollte Köln tatsächlich noch tief in den Abstiegskampf geraten, scheint es denkbar, dass der Stuhl von Kwasniok wackeln wird.
Als vor der Saison bekannt wurde, dass Steffen die Werderaner übernehmen würde, waren viele Fans sehr euphorisch. Immerhin verpasste er mit Elversberg nur denkbar knapp den Sprung in die Bundesliga. Mit einem geringen Etat und einer klaren Spielphilosophie hatten die Saarländer die zweite Liga aufgemischt. Zudem setzte Steffen auf viele junge Spieler, die unter seiner Leitung einen großen Sprung nach vorne machten.
Derzeit steht Werder Bremen auf dem zehnten Tabellenplatz. Bislang grundsolide, dennoch geht der Blick eher nach unten als nach oben. Insbesondere die Konstanz ließ in dieser Saison zu wünschen übrig. Es gelang nicht einmal, zwei Spiele in Folge zu gewinnen. Eine weitere Problemstelle der Bremer ist die Offensive: Keiner der nominellen Mittelstürmer konnte bislang überzeugen. Ein potenzieller Neuzugang im Winter wäre Damion Downs gewesen. Der Ex-Kölner wechselt nun aber von Southampton zum Rivalen nach Hamburg. Zudem ist das Programm in den kommenden Wochen mehr als happig: In den nächsten sieben Spielen geht es, bis auf das Heimspiel gegen Gladbach, ausschließlich gegen besser platzierte Teams. Sollte sich der Negativtrend in den kommenden Wochen fortsetzen, könnte es für Steffen eng werden.

Foto: Getty Images
Als letzter potenzieller Wackelkandidat steht Toppmöller auf der Liste. Derzeit steht Eintracht Frankfurt auf dem siebten Tabellenplatz und hat die europäischen Plätze noch im Blick. Nach einem guten Saisonstart ist der Verlauf der Hinrunde aus Sicht der Eintracht wohl eher enttäuschend. Insbesondere die Defensive bereitet Probleme: Mit 30 Gegentoren hat nur der 1. FC Heidenheim mehr kassiert. Im DFB-Pokal schied man nach langem Kampf gegen Borussia Dortmund aus und in der Champions League steht man zwei Spieltage vor Ende der Gruppenphase außerhalb der Top 24. Zudem kassierte man einige Klatschen: 0:6 gegen RB Leipzig in der Liga und zweimal 1:5 gegen Atlético Madrid bzw. den FC Liverpool in der Champions League.
Zur Wahrheit bei Eintracht Frankfurt gehört aber auch, dass der Kader in allen Mannschaftsteilen eindeutige Makel aufweist. In der Defensive fehlt es an Qualität in der Breite und im Mittelfeld an einem defensivstarken Sechser. Im Angriff fehlt eine weitere verlässliche Option neben dem starken, aber auch verletzungsanfälligen Jonathan Burkardt. Frankfurt ist dabei, diese Probleme im Winter zu beheben. Toppmöller muss dann aber auch liefern – möglicherweise kann sich Frankfurt ab Februar ausschließlich auf die Bundesliga konzentrieren. Wenn die Eintracht im Laufe der Rückrunde das internationale Geschäft zu verpassen droht, könnte es für Toppmöller ungemütlich werden.









































