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·30. Juni 2026
Bundestrainer: Klopp und der „Du musst das jetzt machen“-Moment

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·30. Juni 2026

Fußball-Deutschland in Trümmern. „Aus“ im Sechzehntelfinale gegen Paraguay im Elfmeterschießen, erste Pleite im Elfer-Shootout überhaupt bei einer WM und Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) steht in der Kritik. Jürgen Klopp (59) wird als Nachfolger gehandelt. Fussballdaten.de über einen „Du musst das jetzt machen“-Moment in der DFB-Historie, der die Wende brachte.
Der deutsche Fußball am Boden? Das war auch bei den letzten beiden Weltmeisterschaften nicht anders.
Aber es dauerte lange, ehe beim so oft behäbig agierenden DFB nach dem enttäuschenden Turnier in Katar 2022 überhaupt ein Trainerwechsel folgte. Der als Bundestrainer glücklose Hans-Dieter Flick (61), den alle nur Hansi nennen, trat nach dem verheerenden 1:4 gegen Japan im Freundschaftsspiel in Wolfsburg am 9. September 2023 zurück.
Julian Nagelsmann kam. Alles sollte nicht nur anders, sondern vor allem besser werden.
Das erste Turnier mit Nagelsmann auf der Kommandobrücke, die Heim-EM 2024, endete im Viertelfinale.
„Es fühlt sich schlecht an, wenn man jetzt wieder zwei Jahre warten muss, bis man Weltmeister wird“, sagte Nagelsmann damals nach dem 1:2 gegen Spanien im Viertelfinale in Stuttgart.
Das war cool, das war flapsig, aber es war, wie sich herausstellen sollte auch realitätsfern.
Die deutsche Mannschaft hätte für den Europameistertitel im eigenen Land ebenso einen Kraftakt gebraucht wie nun bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko.
Sie konnte sich gegenüber 2024 nicht steigern. Sie verkörpert keine Weltklasse mehr.
Sparen wir uns den Blick auf die Kritiker – denn hinterher sind wir alle Bundestrainer.
Jürgen Klopp (59) wird als Nachfolger von Nagelsmann gehandelt. Der Erfolgscoach von Mainz 05, BVB und Liverpool scheint die einzig logische Option.
Er ist neben Thomas Tuchel (52, jetzt Nationaltrainer England) der letzte Global Player des deutschen Fußballs.
Für Jürgen Klopp ist das, was gerade passiert, praktisch der „Du musst das jetzt machen“-Moment.
Diesen gab es schon einmal am Ende eines restlos enttäuschenden Turniers, nach der EURO 1984 und dem Aus in der Vorrunde, 0:1 gegen Spanien am 20. Juni 1984 in Paris.
Die Ablösung von Bundestrainer Jupp Derwall, der bei den Spielern längst bzw. seit der WM 1982 in Spanien schon keine Autorität mehr hatte, musste erfolgen.
Im Weingarten vor dem Schloss Versailles, da saßen sie beisammen.
Bei der Frage nach der Derwall-Nachfolge konnte es nur einen geben. „Franz, du musst das jetzt machen“, sagte Draxler.
Beckenbauer entsetzt: „Seid’s Ihr narrisch?“ – um dann doch nachzugeben.
BILD interpretierte das am nächsten Tag so: „Derwall: Vorbei – Franz: Bin bereit.“
Eine legendäre Schlagzeile. Für Beckenbauer wurde die neue Funktion „DFB-Teamchef“ praktisch erfunden.
Er stand beim ersten Länderspiel nach der EM am 12. September 1984 gegen Argentinien in Düsseldorf tatsächlich an der Seitenlinie.
Zwar verlor „der Kaiser“ sein Debüt als DFB-Teamchef mit 1:3, doch aus 66 Länderspielen unter Beckenbauer gab es 36 Siege und nur 13 Niederlagen, schaffte es die deutsche Mannschaft 1986 in Mexiko bis ins WM-Finale.
Die Krönung: 1990 wurde Deutschland mit Beckenbauer durch ein 1:0 gegen Argentinien im Finale von Rom zum dritten Male Weltmeister.







































