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·23. Januar 2026

Buon giorno, Play-offs!

Artikelbild:Buon giorno, Play-offs!

Arrivederci direkte Qualifikation für das Achtelfinale der Europa League.

Defensivkünstler, mehr Ringkämpfe als Zweikämpfe, Effizienz vor dem Tor: AS Rom war im vorletzten Gruppenspiel der Europa League das bessere Union Berlin. Und Rom ist der Gegner, gegen den der VfB sehr selten gewinnt. Denn disziplinierte und streng geordnete Teams mit einem Fokus auf Körperlichkeit liegen dem VfB traditionell nicht.


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Sebastian Hoeneß meinte trotzdem, dass die Mannschaft ein gutes Spiel gemacht habe, sogar „genau das gespielt hat, was wir uns vorgenommen haben“. Nur die Chancenverwertung habe nicht gestimmt. Auch Jamie Leweling, Ermedin Demirovic und Alex Nübel machten die mangelnde Effizienz vor dem Tor für die Niederlage verantwortlich.

Aber lag es wirklich an der Chancenverwertung? Macht man es sich damit nicht ein bisschen zu einfach?

War es nicht ein zu langsamer Spielvortrag, wenn sich einmal die Gelegenheit zum Umschalten ergab? Gelang es dem VfB nicht zu selten, die Römer aus ihrer Ordnung zu bringen? Fehlten ohne El Khannouss, Stiller und Nartey nicht Kreativität und Ideen? War nicht viel zu wenig Bewegung im Spiel nach vorne zu sehen und wurde nicht zu oft die Einzelaktion gesucht?

Leweling wollte das Spiel alleine gewinnen. Er warf sich in viel zu viele Zweikämpfe und machte damit das Spiel langsamer und komplizierter. Deniz Undav streckte eigentlich das gesamte Spiel seinen Arsch raus, wenn er angespielt wurde und suchte nie die schnelle Ballan- und -mitnahme. Von seinen vergebenen Chancen mal abgesehen. Zwei Bälle von ihm sucht man immer noch im Tiber. Und Standards? Kann der VfB eigentlich auch gleich zu Nübel zurück spielen: Dann entstehen daraus immerhin keine Konterchancen von Rom.

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Jamie Leweling wollte das Spiel mit seinen Einzelaktionen alleine entscheiden.

Die entscheidenden Bälle und Duelle gewannen die Römer. Beim VfB fehlten Präzision und Freilaufverhalten. Um Rom in Probleme zu bekommen, müssen Räume erlaufen werden, muss mehr Bewegung ins Spiel ohne Ball.

Der VfB muss nach Basel und Istanbul erkennen, dass das Leistungsvermögen für internationale Auswärtsspiele nicht reicht. Gerade gegen kratzbürstige Gegner nicht. Was besonders ärgerlich ist, da die Giallorossi nicht mit ihrer besten Elf aufgetreten sind. Vor allem nach der Führung taten die Römer nur das Nötigste. Dazu kam, dass der eine oder andere Spieler mit der Situation überfordert war, vor allem Chema und Assignon merkte man an, dass sie auf dem Niveau Probleme hatten.

Auch wenn dem VfB Toughness und Coolness fehlte:

Das Spiel im Olimpico war natürlich ein Erlebnis für alle, der Support des Auswärtsblocks einmal mehr herausragend. Aus solchen Spielen muss der VfB lernen – nach Basel und Istanbul dachten wir, dass die Lernkurve vielleicht etwas steiler ist. Den direkten Einzug ins Achtelfinale verspielte der VfB ziemlich sicher in Rom. Dennoch hat er in den folgenden Play-offs die Gelegenheit zu zeigen, dass die Mannschaft an ihren Aufgaben wächst.

Zum Weiterlesen: ZVW meint: „In den vergangenen eineinhalb Partien baute sich ein Trend auf, der am Donnerstagabend in der unnötigen und bitteren Niederlage in Rom mündete. In der zweiten Halbzeit gegen Frankfurt hätte das Spiel durch viele vergebene Großchancen eigentlich schon entschieden sein müssen(…).” Gegen Union Berlin war es ähnlich, so “dass die Hauptstädter (…) überhaupt noch im Spiel waren.“

Bilder: Paolo Bruno/Getty Images

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