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·20. Januar 2026

BVB-Desaster: Niederlage und Rot gegen kriselnde Spurs

Artikelbild:BVB-Desaster: Niederlage und Rot gegen kriselnde Spurs

Die Champions League ist zurück und hatte direkt einen echten Kracher zu bieten: Borussia Dortmund musste auswärts gegen Tottenham Hotspur antreten. Im Vorfeld der Partie standen beide Teams punktgleich da – beste Voraussetzungen für einen hochspannenden Abend.

Für beide Mannschaften war dieses Spiel von großer Bedeutung: Der BVB hatte bislang eine mehr als ordentliche Champions-League-Saison gespielt, patzte allerdings am vergangenen Spieltag zuhause gegen Bodo/Glimt und spielte nur Remis. Die Spurs hingegen befinden sich in einer handfesten Krise: Im Jahr 2026 konnten sie bislang keines der fünf Spiele gewinnen, die letzten drei gingen allesamt verloren. Mit einem Sieg konnten beide Mannschaften einen großen Schritt in Richtung Top Acht machen. Bei den Dortmundern rückte Serhou Guirassy in die Startelf zurück, nachdem er die letzten beiden Ligaspiele auf der Bank gesessen hatte.


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Gegentor, Platzverweis, Gegentor: BVB-Drama in drei Akten

Besser ins Spiel kamen an diesem Dienstagabend die Hausherren, die auf die schwachen letzten Wochen eine Reaktion zeigen wollten. Den ersten Torschuss der Partie gab es in der 14. Minute – und der war direkt drin: Die Spurs gingen in Führung. Nach einer Ecke bekam der BVB den Ball nicht geklärt, Wilson Odobert hatte zu viel Platz und legte quer. Cristian Romero musste im Zentrum nur noch einschieben. In dieser Phase fand die Mannschaft von Niko Kovac überhaupt keinen Zugriff aufs Spiel und musste sich erst einmal sortieren.

Doch die schlechten Nachrichten aus Dortmunder Sicht rissen nicht ab: Daniel Svensson versprang im Angriff der Ball, mit gestrecktem Bein traf der Schwede Odobert mit offener Sohle am Schienbein. Zunächst sah Svensson die gelbe Karte, doch auf Hinweis des VAR entschied Glenn Nyberg auf Platzverweis (26.). Dortmund hatte nun eine echte Mammutaufgabe zu bewältigen. In Unterzahl ließen die Schwarzgelben sich noch weiter fallen, Tottenham kontrollierte das Spielgeschehen und brach immer wieder über die Flügel durch – und war letztendlich erneut erfolgreich. Über die rechte Seite nahm Odobert Tempo auf und legte zu Dominic Solanke quer. Der Stürmer stolperte den Ball mit etwas Glück zum 2:0 über die Linie (37.).

Kurz darauf hätten die Spurs sogar das dritte Tor nachlegen können, doch Xavi Simons verzog aus aussichtsreicher Position deutlich (39.). Bis zum Pausenpfiff blieb Tottenham das gefährlichere Team. Der BVB kam hingegen nicht einmal gefährlich vor das gegnerische Tor.

Keine Aufholjagd: BVB verliert bei Tottenham

Zu Beginn des zweiten Durchgangs stellte Kovac um und brachte Julian Ryerson und Emre Can ins Spiel. Dafür mussten die beiden Offensivspieler Julian Brandt und Guirassy weichen. Der eben eingewechselte Ryerson hatte dann auch den ersten Dortmunder Abschluss. Aus rund 20 Metern bekam der BVB einen Freistoß zugesprochen, den Ryerson am linken Pfosten vorbeisetzte (50.). In der Folge kamen die Dortmunder etwas besser ins Spiel und hatten auch eigene Ballbesitzphasen. Torgefahr für Guglielmo Vicario im Tor der Gastgeber blieb jedoch aus. Insgesamt war der BVB nun spürbar besser in der Partie. Teil der Wahrheit war aber auch, dass die Spurs hier ein bis zwei Gänge zurückgeschaltet hatten.  Die erste richtig gute Chance des zweiten Durchgangs ging dann aber wieder auf das Konto der Spurs: Simons scheiterte aus spitzem Winkel an Kobel (72.). Die darauffolgende Ecke brachte erneut Gefahr für das Tor des BVB, als Romero nur knapp links vorbeiköpfte (73.).

Artikelbild:BVB-Desaster: Niederlage und Rot gegen kriselnde Spurs

Foto: Getty Images

Die Spurs waren dem dritten Treffer nun deutlich näher als der BVB dem ersten. Kurz darauf lief Randal Kolo Muani allein auf Kobel zu, scheiterte aber am Schweizer Schlussmann (78.). Kurz vor Schluss hatte Nico Schlotterbeck die Chance, den Anschlusstreffer zu erzielen, scheiterte mit seinem Kopfball aber an Vicario (90+1.).  Zwar zeigte Borussia Dortmund in Halbzeit zwei ein etwas verbessertes Gesicht, am Ende ist die 0:2-Niederlage aber hochverdient.

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