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·10. September 2026
BVB: Drei Siege, zwei Griechen, ein Problem

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Bundesliga gewonnen, Pokalrunde überstanden, Champions-League-Auftakt gedreht. Sportlich läuft bei Borussia Dortmund gerade fast alles. Und trotzdem war der lauteste Moment dieser Woche kein Tor, sondern eine Trage.
Giannis Konstantelias hatte in Dortmund knapp zwei Wochen gebraucht, um die Südtribüne für sich zu gewinnen. Beim 2:0 gegen den HSV traf er zum Bundesligadebüt, kurz nach der Pause blieb er in einem Zweikampf hängen, am Sonntagabend darauf bestätigte der Klub den Kreuzbandriss im linken Knie. Mehrere Monate, so die offizielle Sprachregelung. Niko Kovac hatte es geahnt: „Wir haben diesen Sieg schon sehr teuer bezahlt.“
Zwölf Tage später legte sich Konstantinos Karetsas gegen Villarreal ohne Fremdeinwirkung auf den Rasen und wurde unter Tränen vom Feld getragen. Der BVB sprach von Kreislaufproblemen, Sportchef Lars Ricken von einem Vorfall „aus dem Nichts heraus“. Der 18-Jährige verbrachte die Nacht im Krankenhaus, erste Untersuchungen blieben ohne Auffälligkeiten, belgische Medien berichten von einer Dehydrierung als möglicher Ursache. Bestätigt hat der Klub das nicht.
Rein sportlich trifft der Ausfall Dortmund an der empfindlichsten Stelle. Konstantelias kam Mitte August für eine Ablöse im Bereich von 26 Millionen Euro aus Thessaloniki, mit Bonuszahlungen nach oben offen – er war der teuerste Baustein im Sommerumbau der Offensive, nicht das Beiwerk. Ein Kader, der über 100 Millionen Euro investiert, plant solche Spieler nicht als Rotationsoption ein.
Ricken und Sportdirektor Ole Book blieben am Deadline Day in Dortmund, während die Mannschaft zum Pokalspiel nach Hamburg fuhr. Herausgekommen ist die Leihe von Ethan Nwaneri, 19 Jahre alt, im vergangenen Halbjahr in Marseille, Vertrag bei Arsenal bis 2030, Gehalt komplett beim BVB, Kaufoption keine. Gegen Villarreal kam er ausgerechnet für Karetsas ins Spiel.
Man kann das als geschickten Zugriff auf ein englisches Toptalent lesen. Man kann es auch nüchtern betrachten: Dortmund hat sich in zwei Wochen von einem 26-Millionen-Transfer auf einen Leihspieler ohne Zukunftsbindung heruntergehandelt, weil der Markt nichts anderes hergab.
Gegen Villarreal fehlten zusätzlich Nico Schlotterbeck, Emre Can und Filippo Mane, Ramy Bensebaini ist angeschlagen und gesperrt. Trotzdem stand am Ende ein 3:2, veredelt von einem Doppelpack Serhou Guirassys, der sich in der Nachspielzeit auch noch selbst ins eigene Tor traf. Kuriose Bilanz, drei Punkte.
Genau darin liegt die Falle. Ergebnisse verdecken Substanzverluste so lange, bis sie es nicht mehr tun – und die Terminfolge bis zur Winterpause ist die dichteste, die dieser Kader je hatte. Kovac gewinnt im Moment mit einer Offensive, die er selbst nicht mehr vollständig kennt. Das kann eine Weile gutgehen. Eine Saison lang geht es das selten.







































