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·4. Oktober 2026

BVB-Frauen wollen in Sola nachlegen

Artikelbild:BVB-Frauen wollen in Sola nachlegen

Ausgangslage

Durch den Überraschungserfolg gegen den Vorjahresdritten CSM Bukarest hat sich der BVB auf Rang fünf vorgearbeitet. Die noch sieglosen Teams von Sola HK aus Norwegen, OTP Group Buducnost aus Montenegro und RK Krim OTP Group Mercator Ljubljana aus Slowenien belegen die Plätze sechs bis acht. Das gestärkte Selbstbewusstsein nach dem Sieg gegen CSM Bukarest will BVB-Trainer Kay Rothenpieler natürlich auch mit nach Sola nehmen. „Wir dürfen aber nicht überheblich werden. In der zweiten Hälfte gegen Bukarest haben wir gute Lösungen gefunden. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir nur eine Hälfte lang gut gespielt haben und dabei von den technischen Fehlern des Gegners profitiert haben. Unser Ziel muss sein, dass wir in jedem Spiel so eine Leistung abrufen. Top-Mannschaften schaffen das. Und genau diese Konstanz fehlt uns noch. Daran müssen wir arbeiten“, so Rothenpieler.

Was das für das Spiel bei Sola HK bedeutet, umreißt Rothenpieler so: „Natürlich wollen wir gegen Sola nachlegen, aber das wird eine harte Aufgabe. Sola ist eine gefährliche und eingespielte Mannschaft.“


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Die Anreise nach Norwegen ist indes nicht ganz unproblematisch. Am Samstagmorgen geht es mit dem Mannschaftsbus nach Amsterdam. Der Direktflug nach Stavanger dauert keine zwei Stunden. Nach einer Trainingseinheit am Samstag in Sola, das nur zwei Kilometer von Stavanger entfernt liegt, folgt das Spiel am Sonntag um 14 Uhr in der Åsenhallen. Die Mehrzweckhalle, in der sich die einzige Radrennbahn des Landes befindet, hat eine Kapazität von 2500 Plätzen. Erst am Montagabend kehrt die Mannschaft aus Norwegen zurück, da am Sonntag kein Rückflug mehr möglich ist. „Die Trainingssteuerung ist bei diesen Reisen nicht ganz einfach“, so Kay Rothenpieler.

Personal

Leider hat sich die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr von Ona Vegué nicht erfüllt. Die Spanierin hatte sich im Training am Knöchel verletzt und musste bereits gegen Halle-Neustadt pausieren. Dort sah man sie mit Gehhilfen auf der Tribüne. Die Reise nach Norwegen wird die Spanierin nicht mitmachen, sondern stattdessen in Dortmund Physiotherapie absolvieren. Ebenfalls nicht dabei sind Emma Olsson (Oberschenkel), Lena Hausherr (Knie) und Pam Korsten (Knie).

Gegner

Die herausragende Spielerpersönlichkeit bei Sola HK heißt natürlich Camilla Herrem. Die 39-jährige Linksaußen kam in der EHF Champions League bislang auf 15 Tore. Herrem ist dreimalige Weltmeisterin und holte zudem zweimal olympisches Gold mit der norwegischen Nationalmannschaft, für die sie bis zu ihrem Laufbahnende 2024 insgesamt 332 Spiele bestritt.

„Sola hat zudem gute Torfrauen, steht in der Abwehr sehr stabil und macht wenig technische Fehler. Das zeichnet sie aus“, warnt Kay Rothenpieler vor den Norwegerinnen, die in der nationalen Liga ohne Verlustpunkt auf Rang zwei hinter Storhamar rangieren. Auffällig: Bis auf die Schweizerin Noelle Isabella Osterwalder spielen bei Sola HK ausschließlich Norwegerinnen.

Sola ist in der EHF Champions League bislang noch sieglos, hatte allerdings ein ähnlich schweres Programm wie der BVB und ein um sechs Tore besseres Torverhältnis. Zum Auftakt gegen Brest gab es ein 25:29, danach folgte in Esbjerg ein 25:28 und zum Abschluss ein 25:28 gegen FTC Budapest. Rothenpieler: „Sola hat bis zur Endphase lange mitgehalten. Das zeigt die Stärke dieser Mannschaft. Sola macht kaum technische Fehler und spielt den Angriff lange und konsequent aus.“

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